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Dienstag, 18. Dezember 2012

Futtertierzucht Teil1

Manche haben vielleicht Tiere zuhause die lebende Nahrung brauchen, andere Leute brauchen sie vielleicht nur in den warmen Monaten wenn es darum geht verletzte oder zu junge Wildtiere aufzupäppeln.

Für viele Leute mag es langen sich über den Versand eine Großpackung Futterinsekten zu besorgen, manchen reicht das aber nicht.
Vielleicht weil sie viele Futtertiere brauchen, vielleicht weil sie genau wissen wollen was ihre Schützlinge da kriegen, oder weil sie es einfach mal selber probieren wollen.

Und manche denken sich, wenn ich schon lebende Tiere verfüttern muss, sollen sie es wenigstens vorher gut gehabt haben.


Gerade bei der Vogelaufzucht gibt es die abenteuerlichsten Rezepte, die meisten davon sind sogar gefährlich aus verschiedenen Gründen.

Warum sollte man sich also die Arbeit mit Futterinsekten machen?

Weil man mit Insekten nicht viel falsch machen kann.

Gut ernährte Insekten heissen, man muss nicht mit allerlei Pülverchen und Tropfen rummurksen.
Futterinsekten verderben nicht im Gegensatz zu Mischungen aus Quark, Ei und Hack oder Trockenmischungen die man mit Wasser anrührt.

Futterinsekten können bis zur Verfütterung am Leben bleiben, man muss sich nicht sorgen dass man seinen Schützling damit umbringt oder ob die Nahrung noch frisch ist oder lieber etwas neues anrühren sollte.

Weiss man nicht was für einen Schützling man hat, macht man mit Insekten am wenigsten falsch.
Denn auch Arten die überwiegend Körner verzehren, geben ihren Jungen die erste Zeit fast nur Insekten.


Gerade im Stadium blind, nackt und schwer zu unterscheiden was man vor sich hat, sind Insekten dass, was man im Notfall immer geben kann.
Für kleine Pfleglinge halt zerdrückt, aber weitaus besser als sich mit Haferflockenbrei zu versuchen oder gar den armen Piepmatz mit Körnerschrot oder Hack zu traktieren.

Noch einfacher hat man es wenn man eine Regenwurmkiste anlegt.

Dazu besorgt man sich 'Superwürmer'. Denn die Würmer aus dem Kompost können einen Giftstoff entwickeln bzw bitter schmecken was wir ihnen leider nicht ansehn, der Pflegling aber dann eher verhungert als sowas anzunehmen.

Die sogenannten Superwürmer sind ungiftig und leicht zu halten.

Zwar sind die Würmer nicht für Insektenfresser geeignet, aber für Drosseln, Rabenvögel und auch gewissen anderen Vogelarten. Auch Reiher und Störche nehmen manchmal gerne einen Regenwurm, selbst Eulen schnappen sich diese bei großem Hunger.

Und Regenwürmer hat man schon eher zuhause als eine Mäusezucht..und es ist weit weniger schwierig einen Wurm zu geben, als ein nacktes Mäusebaby.

Igel sind Carnivoren, in Wirklichkeit essen sie kein Obst, oder Haferflocken auch wenn das öfter noch gesagt wird.

Sie nibbeln vielleicht mal an einer besonders  süßen Banane, Frettchen tun das auch, aber eigentlich nehmen sie hauptsächlich Käfer, Larven, Regenwürmer und Insekten zu sich..hin und wieder auch den Inhalt von Vogel- oder Mäusenestern.


Zwar kann man Igelfindlinge sehr gut mit einer Katzenfutter-Hackfleisch-Eimischung großziehen, es schadet aber nicht, im Gegenteil!, wenn man ihnen Regenwürmer anbieten kann.

Wer öfter solcherlei Pfleglinge hat, weiss dass es ziemlich ins Geld gehen kann die nötige Nahrung zuzukaufen.

Auch wenn jetzt für einen Igel das magere Hack und Katzenfutter nicht gar so ins Geld geht, Regenwürmer zu züchten kostet praktisch nichts, ist einfach, macht keinen Krach und Schmutz und bietet somit fast kostenlose Nahrung.
Sofern man halt daran denkt dass das investierte Geld für den Würmerkauf sich schnell rentiert und die Zucht mehr als einfach ist.


Welches Futtertier braucht was?


Fangen wir mit dem einfachsten an...Regenwürmer.

Wasserschildkröten, Echsen, Amphibien, Geckos, manche Schlangen, Drosselarten und Krähenvögel nebst Igeln nehmen  Regenwürmer an.

Man braucht nicht mehr als eine Styropor oder Holzkiste, man kann sich sogar selber eine Holzkiste aus unbehandelten Brettern zusammenzimmern, diese im Keller, auf dem Balkon oder geschützt im Garten aufstellen.

Bei Styroporboxen macht man einige Löcher in den Boden zwecks Wasserablauf falls es mal zu feucht werden sollte.

Die Holzkisten müssen nicht mal geschlossen sein, man kleidet sie mit unbedrucktem Karton aus, füllt unten etwas Stroh oder Laub ein, gibt Gartenerde oder noch besser..Kokoserde hinein und fast fertig.

Regenwürmer hauen im Gegensatz zu anderen Tierchen nicht ab, kommen sie an die frische Luft ziehen sie sich schnell wieder in die Erde zurück.

Karton in grob gezimmerten Holzkisten sorgt für bessere Belüftung und dafür dass die Regenwürmer nicht in zu feuchter Erde ersaufen.
Deswegen auch Kokoserde, die versumpft bedeutend weniger als Gartenerde und bietet mehr 'Luft'

Nahrung für den Wurm

Laub, Grasschnitt, Grünschnitt..das ist wohl das einfachste was im Garten anfällt.

Bei Grasschnitt nur grobes das nicht zusammensitzt und gärt oder wo der Motormäher Spuren von Benzin und Öl als Dressing beigesteuert hat.

Alles was man per Hand oder Gartenschere abrupfen kann, kann auf die Wurmkiste.

Dazu dann unbehandelte Schalen von Äpfeln, Möhren...aber besser keinen kommerziellen Salat oder Kohl.
Da vor allem Salat ziemlich belastet sein kann sofern nicht Eigenanbau oder Bio, besser Hände weg.

Eierschalen bieten zusätzliches Kalzium und andere Mineralien.

Man kann sie auch mahlen und in einem Häufchen auf die Erde streuen und so beobachten wie die Regenwürmer an die Oberfläche kommen um sich zu bedienen.

Wer mag kann sich im Großhandel auch eine Packung Sepiaschalen holen und diese kleinmörsern wenn nicht genug Eierschalen da sind.

Hundeflocken, Haferflocken,Müsli an dem die Motten waren kann man auch zufüttern.
Davon nicht zuviel auf einmal damit es nicht verdirbt, auch Regenwürmer sind kein Mülleimer.

Manche Großzüchte füttern auch Fischpellets oder Legemehl. Das fördert das Wachstum und die Vermehrung, aber dass ist schon wieder kritisch, denn natürlich ist es nicht, auch nicht unbedenklich.

Regenwürmer leben nun mal hauptsächlich von Pflanzenmaterial, und damit ist kein Getreide gemeint, auch kein Soja..und auch kein Fischmehl oder dergleichen. Das wäre derselbe Unsinn wie Kühe mit geschredderten Schafen und Kühen zu füttern. Bringt tolle Leistung..vorerst.

Was man aber geben kann, wenn man im Winter viele Würmer zu versorgen hat und Bedenken hat nicht genug Grünzeug zu kriegen, sind Heu- und noch besser-Graspellets.

Das sind Pellets die  nur aus Gras bzw Heu bestehen, ohne Zusätze und die man in etwas Wasser einweicht.
Die sind sehr billig und ergiebig, aber für den kleinen Halter lohnt das kaum einen ganzen Sack zu kaufen.
Vielleicht gibt einem ja ein Pferdehalter welche ab.

Graspellets eignen sich auch für Heuschrecken, Heimchen und sogar Mehlwürmer.

Was so in standartisiertem Heimchenfutter in etwa drin ist, kann man hier nachlesen:

Heimchenfutter

Liest sich sehr ähnlich zu Forellenpellets, Kaninchenpellets, Pellets für Geflügel.
Damit kann man sie freilich gut ernähren und groß ziehen, aber muss das sein?


Bequem sind Fertigfuttermischungen, ob man das machen will,muss jeder selbst wissen.

Regenwürmer muss man normalerweise nicht gießen wenn man die Kokoserde gut befeuchtet hat, die Oberfläche mit Pappe abdeckt und frische Nahrung gibt. Nur ein wenig die Oberfläche besprenkeln reicht meist.

Sonst kann es passieren das einem die Würmer bei gut gemeintem Gießen schnell man ertrinken.

Und bitte schattig halten, sonst gibt es gebackene Würmer.

Eien Regenwurmzucht macht sich schnell bezahlt, man kann sie praktisch kostenlos halten indem man hin und wieder welche davon abgibt da sie sich recht gut vermehren.


Und damit kommen wir zu einem anderen 'Wurm'

Buffalo-Würmer

Buffalo-Würmer sind die Larven eines Käfers..so wie der Mehlwurm auch kein echter Wurm ist.

Im Gegensatz zum Mehlwurm sind Buffalos aber leichter verdaulich und entwickeln keinen Giftstoff der nierenschädigend bei Reptilien und Vögeln wirken kann.

Buffalos sind aber wie Mehlwürmer nur eine Zusatznahrung.
Da sie sehr einfach zu halten sind, kann man sich zumindest einen Teil der Kosten sparen wenn man nicht alles zukaufen muss.

Buffalos packt man einfach in eine  glattwandige Plastikkiste und siebt jeden Tag den Dreck ab.

Wer also ein Erdsieb hat, kippt den gesamten Inhalt der Kiste hinein, siebt die Würmer ab und gibt sie zurück in die Kiste mit neuer Nahrung.

So bleibt die Zucht auch geruchsfrei..so verfährt man dann auch mit Mehlwürmern.

Mehlwürmer brauchen kein Feuchtfutter, daher riechen sie weniger.

Buffalos gibt man neben Hundeflockenfutter, Haferflocken und dergleichen auch noch dünne Apfel-, Gurken-, und Kartoffelscheiben bzw geraffelte Karotten. Mit der Feuchtnahrung sparsam umgehen.

Um eine saubere, geruchsarme Haltung zu haben, gibt man nicht zuviel Nahrung.

Klar kann man auch gleich die halbe Kiste mit Getreideflocken füllen und es so ein, zwei Wochen vor sich hin krabbeln lassen, gut ist das aber wirklich nicht.

Buffalowürmer hält man etwa bei Zimmertemperatur.
Bei viel Nachbarschaft und genug Nahrung dauert es lange bis sie sich verpuppen, daher sind sie eine sehr lange haltbare Nahrung.

Will man die Buffalos züchten, separiert man größere Larven in glattwandige Eimer oder Kisten mit Gaze. und einem Haferflockenboden.

Die Larven die sich nun 'einsam' fühlen verpuppen sich recht bald, Käfer schlüpfen und legen Eier und so hat man neue, winzige Buffalos.

Hat man zuviele Buffalos kann man sie einfrieren und bei Bedarf mit warmen Wasser auftauen vor dem verfüttern.

Gerade gehäutete, helle Larven sind besonders leicht verdaulich.


Da sowohl Buffalos als auch Mehlwürmer sehr wehrhaft sind und sich durch den Magen des Reptils/Vogels nagen können, verfüttert man sie nur tot..entweder durch frosten, Kopf zerdrücken oder kurzes abkochen.

Buffalos sind recht billig und durch ihre lange Larvenzeit auch eine lange haltbare Notnahrung bzw Zunahrung(90% Heimchen, 10% Buffalos als Beispiel).

Mit ihnen kann man auch gut Vögel zu sich locken wenn man diese in einer flachen Plastikschale auf dem Rasen anbietet.


Fast das gleiche kann man über Zoophobas sagen,diese sind sich sehr ähnlich, nur wesentlich größer, darum auch Riesenmehlwurm genannt.

Da alle drei 'Würmer' sehr fett sind, sind sie eine gute Päppelnahrung für untergewichtige Pfleglinge die man aber trotzdem sparsam geben sollte.


Oft liest man das Weizenkleie oder Mehl...manchmal gar altes Brot! als ausreichende Nahrung gegeben werden können.

Doch dass dann alle drei 'Würmer' als zu fett und ungesund sowie mineral- und vitaminarm gelten, ist kein Wunder.

Es kann halt nur im Tier sein, was man ihm zu essen gibt.

Alle drei 'Würmer' profitieren von einem Allerlei gemahlener Saaten, Getreide und Hülsenfrüchte sowie frischen und getrocknetem Obst und Gemüse.

Im Sommer kann man auch zartes Wiesengrün geben, das wird auch weitaus weniger schnell schlecht als kleingeschnittenes Obst.


Wer nebenbei Kaninchen, Mäuse oder Fische hält, kann etwas von deren Pellets und Flocken für die 'Würmer' abzwacken.

Gerade bei Aquarienfischen überaltern Flocken schnell und verlieren ihre Vitamine.
Länger als 6 Wochen sollte man Flocken nicht aus derselben Packung füttern, da sind die 'Würmer' dankbare Abnehmer.


Auch wenn viele Tiere ähnlich ernährt werden haben sie nicht automatisch dieselben Inhaltsstoffe.

Jede Tierart reichert unterschiedlich an, manche haben mehr Fett, andere mehr Calcium, die nächste Art hat mehr Vitamin A.

Pferde und Kühe essen auch beide Gras, trotzdem sind sie nicht gleich.
Daher muss man sich keine Gedanken machen dass ja alle Futtertiere das Gleiche essen und daher kein Unterschied im Nährwert wären.

100% ig gleich sind auch gleich ernährte Tierarten nicht, daher kann man trotzdem eine gewisse Abwechslung bieten.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Gutes Vogelfutter

Da gerade Weichfresser wie Amseln und Stare schnell bei Frost verhungern da sie Körner und Nussbruch nicht verdauen können, hier mal ein paar einfache, schnell um Supermarkt zu kaufende Nahrungsmittel die auch diesen zugute kommen.

Feine Haferflocken

Dadurch das sie mit Dampf fein ausgewalzt sind, können auch Weichfutterfresser diese verdauen.
Die grob gewalzten Getreideflocken in Fettfuttermischungen sind für sie unverdaulich, der Grund warum sie diese trotzdem essen ist Hunger und das bischen Fett daran dass ihnen dann Energie liefert.

Macht Raps bzw Sonennblumenöl in der Pfanne heiss und schmeisst die Haferflocken hinein so dass sie sich mit Fett vollsaugen.


Finden Vögel nicht am Morgen nach einer kalten Winternacht etwas zu essen, verhungern sie sehr schnell da das Warmhalten ihre Fettreserven aufgebraucht hat.

Diese Haferflocken sind ein guter Fettlieferant und auch wenn es etwas auf die Haferflocken schneit, bleiben diese gut da dass Fett verhindert dass sie sich voll Wasser saugen und schlecht werden.


Rosinen:

Weichfutterfresser nehmen normalerweise Beeren auf, die an einheimischen Sträuchern auch im Winter hängen würden...wenn diese denn gepflanzt sind und nicht flurbereinigt oder gegen buntere, grüne Gehölze ausgetauscht wurden die halt keine Früchte tragen.

Z.B. Thujenhecken, Nadelbaumhecken, immergrüner Buchs oder Heckenbuche

Rosinen sollten ungeschwefelt sein, die gibt es zur Zeit oft sehr billig. Lustigerweise sind oft die Backrosinen billiger als die großen Beutel Vogelfutterrosinen.

Äpfel:

Äpfel liefern den Weichfressern Wasser und Fruchtzucker.
In halb geschnitten legt man diese ins Futterhaus oder auch unter Hecken und Bäume wo es schneefrei ist.


Leider müssen die Vögel erst lernen wo es Nahrung gibt, viele gesunde Exemplare verhungern wenn nicht erfahrene Vögel des letzten Jahres da sind die ihnen zeigen wo es Nahrung gibt.

Deswegen ist es so wichtig schon im Herbst kleine Mengen Nahrung auszulegen so dass die Vögel lernen wo es etwas gibt.

Wer sich wundert dass das Vogelhaus noch nicht besucht wird, die Vögel wissen es meist einfach nicht dass das komische Holzteil auf einmal Nahrung enthält, denn bei mir sind ums ganze Jahr herum Vögel am Futterhaus wenn ich Lockfutter gebe.
Dass sie draussen noch genug fänden ist nicht er Grund warum sich am Futterhaus bei Schneefall keine Vögel einfinden.


Nüsse:

Auch Nüsse(und Sonnenblumenkerne) können für Weichfresser verdaulich sein wenn man diese mit der Küchenmaschine zu Mehl zermahlt.
Diese feinen Nüsse können sie verdauen. Weichfressern fehlt nämlich der starke Muskelmagen der Körnerfresser um ganze Körner oder Nussbrocken fein zu zermahlen damit sie diese verdauen könnten.

Vollkornmehl:


Vollkornmehl ist fein genug um verdaut zu werden, dieses röstet man wie die Haferflocken mit Fett an...da diese Mischung klumpt ist Vollkornmehl besser in selbstgemachten Meisenknödeln aufgehoben statt im Futterhaus.


Energiekuchen und Meisenknödel für Weichfutterfresser


Hierzu braucht man Förmchen, Fett, Öl, gemahlene Nüsse, Rosinen, feine Haferflocken und Vollkornmehl.


Man nimmt etwa 50% Nüsse etc zu 50% Fett. Das Fett sollte zu 80% festes Fett sein und man mischt 20% Öl drunter.

Wichtig ist ungehärtetes Pflanzenfett, Fett das also von Natur aus fest ist. Z.B. Palmin(Kokosfett) oder das Blockfett von Penny(Palmfett).

Zuerst röstet(kein wirkliches anrösten wie bei gerösteten Semmelbröseln oder angeröstetem Gemüse) man Haferflocken/Vollkornmehl in Öl an. Wenn alle Haferflocken gut gemischt und vollgesogen sind, gibt man das prozentuale Öl dazu dass den Fettkuchen dann bei frostigen Temperaturen abhält steinhart zu werden.


Das feste Fett lässt man über Nacht weich werden  indem man es bei Zimmertemperatur stehen lässt(in einer Schale) und gibt dann die noch heissen Haferflocken dazu.
Das kühlt die heissen Haferflocken auch schnell ab wenn sie mit der größeren Menge warmen, aber nicht weiter erwärmten Fett gemischt werden.

Man mischt es dann erstmal so gut wie möglich mit Besteck durch, wenn es nur noch warm ist dann mit den Händen(gutes Peeling gegen rauhe Winterhände)

Wenn alle Haferflocken gleichmässig dunkel sind, ist das Fett gut verteilt


Geröstete Haferflocken und geröstetes Nussmehl mit extra Rapsöl zugefügt.
Der Fehler liegt hier wohl an der bayrischen Großmutter, geröstete Haferflocken sind nicht das selbe wie angeröstetes, braungebratenes Gemüse/Semmelbrösel etc.
Geröstet kommt wahrscheinlich daher dass die Haferflocken in heisses Fett kommen und sich so vollsaugen und dabei durch das Fett dunkler werden.
Gebraten werden die Zutaten nicht! Nur im heissen Fett durchgemischt um sich vollzusagen so dass das Fett nicht nur oberflächlich dranklebt.

Haferflocken und Nussmehl gemischt, etwas abgekühlt.


 Sobald die Mischung aussieht wie Haferbrei und abgekühlt ist, damit das Fett wieder fester wird, kann man es nochmal durchmischen, in Förmchen füllen und kalt stellen.

Wenn man Naturschnur einarbeitet, kann man es in die Bäume hängen.
Ansonsten kann man die Fettkuchen im Futterhaus, auf dem Fensterbrett, unter Büschen, Bäumen verteilen so dass sich Vögel die ihre Nahrung am Boden suchen, daran bedienen können.

Viele Vögel sammeln nämlich ihre Nahrung lieber am Boden auf und suchen kein Futterhaus aus.(Manchmal kommen diese aber ans Fensterbrett weil dort kein Dach über ihrem Kopf ist und sie sich nicht gefangen fühlen)

Man kann natürlich auch Klopapierrollen als Förmchen nehmen, Schnur bzw Schaschlikspieße einarbeiten und nach dem festwerden die Pappe wegschälen.


Schnur um Schaschlikspieß geknotet, der untere Schaschlikspieß der bleibt, festgesteckt.
Hierzu schneidet man mit einem Messer die Papprolle mittig an so dass man die Papprolle ordentlich hinstellen kann.


Damit die Schnur gut hält oben nochmal um einen Schaschlickspieß knoten und die weiche Masse in die Papprolle stopfen und die Schnur am Ende nochmal etwas korrigieren.
Bzw wie an der gezeigten Rolle mehrere Schaschlikspieße durchstechen.
Solche Spießchen kann man gut in dichte Büsche(vor allem Dornenbüsche) hängen ohne knoten zu müssen.
Die dichten Äste halten den Fettkuchen an Ort und Stelle.


Wer scheueren Vögeln helfen will verteilt die Fettkuchen im Gebüsch,  da die Zutaten vom Fett umschlossen sind, halten sie sich und sind für die Vögel auch bei viel Schnee gut zu finden.
Also nicht an Äste knoten, sondern auf den Boden legen.

Eichhörnchen, Spechte, Kleiber, Baumläufer,Goldhähnchen, Zaunkönig und verschieden, seltenere Meisenarten  profitieren von der noch weichen Futtermischung wenn man sie an die rauhe Rinde von Bäumen streicht.

Das Fett wird schnell durch die Kälte fest und die Arten die ungern bzw nicht ans Futterhaus kommen, picken sich das Essen von der Baumrinde.

Körnerfresser


Dass sind Arten die ganze Körner und Nussbruch verzehren können.


Kernbeisser, Eichelhäher, Spechte, Seidenschwänze, Sperlinge und die bekannten Meisenarten sowie Dompfaffen kommen damit zurecht.

Das Gute daran ist dass man die Körner billig im Landhandel kaufen kann.
Das Kilo Weizen für 40 cent statt 1 Euro und mehr für eine Futtermischung zu zahlen ist wirtschaftlicher.

Von links nach rechts
Naturreis, Sonnenblumenkerne, Nussbruch, Hirse und  Rosinen.
Das alles sind gut, haltbare Nahrungsmittel die man an exponierten aber sicheren Stellen wie Fensterbrettern verteilen kann.
In höheren Stockwerken haben so Katzen keine Chance und die Vögel können sicher speisen. Auch wenn Schnee auf der Nahrung liegt scharren Vögel diese frei und die Nahrung verdirbt nicht.

Aufgrund der Gefahr des Vogelschlags sollte vor dem Fensterglas Fliegengitter gespannt sein was das Hindernis ersichtlich macht.
Andere Maßnahmen wären Fenster mit verzerrtem Glas wie man es bei Badezimmern verwendet, Birdpen oder Vogelsilhouetten aussen! an der Scheibe oder aufgeklebte Papiersterne.

Metallfensterbretter haben den Vorteil dass man sie gut abkratzen, abwaschen und desinfizieren kann was bei Holzfutterhäuschen kaum der Fall ist.
Desinfiziert kann man sie gleich wieder mit Nahrung belegen.

Abkratzen reicht meist, nur bei toten Vögeln in der Nähe und der Gefahr von Krankheiten desinfiziert man die Futterstellen mit 70%igem Spiritus.


Ganze Körner und Nussbruch halten auch wenn sie nass werden. Man kann sie also unbesorgt ins Futterhäuschen tun und muss sich keine Gedanken machen wenn man mal wegfährt.


Man kann sie natürlich auch mit Fett mischen und als Fettkuchen oder Baumanstrich verwenden.


Wenn man Weichfresser- und Körnerfressernahrung mischt kann es sein dass die Weichfresser die Sachen die sie nicht verdauen können aus dem Vogelhäuschen werfen, daher ist man besser beraten und spart Nahrung indem man für beide Arten getrennte Futterstellen einrichtet.


Und noch ein paar Bilder von den Fettkuchen




Zum auskühlen aufs Fensterbrett, jemand hatte wohl Hunger...
Der Übeltäter war wohl ein Kohlmeisenmännchen.

Kohlmeisen klopfen in der Natur nämlich auch Rindenstückchen ab um darunter nach Insektenlarven zu suchen. Karton fühlt und hört sich wohl auch so an wie morsche Rinde und wird herzhaft zerfetzt.

Besagtes Kohlmeisenmännchen wurde nämlich dabei beobachtete wie es eine Kartonage auf dem Balkon durchlöcherte und zerriss, nur war darunter nichts schmackhaftes zu finden.

Die Papprolle lässt sich gut abschälen, drückt man die Masse gut fest gibt es eine glatte Struktur. 
Vergisst man es sieht es eher bröckelig aus, hält aber.

Geschenkband kann man nehmen, Naturschnur wäre besser.

Und da hängen sie, vorerst.