Sonntag, 11. November 2012

Gentechnik ist nicht dasselbe wie normale Züchtung

Gerne wird ja von den Befürwortern der Gentechnik gesagt ,dass fremde Gene von völlig fremden  Spezien zu verpflanzen, genauso sei wie durch generationenlange Züchtung aus Wildrosen die Stockrose und Rankenrosen zu züchten.

Hierbei wird aber in die Rose kein Krakengen für besseres Ranken(Tentakeln) eingepflanzt.

Und genausowenig sind natürliche Mutationen dasselbe wie Gentechnik. Eine Tulpe die auf einmal gestreift ist, hatte keine Bestäubung von einem Zebra.

Ob es sicher ist was man mit diesem Genpoker durchführt, kann man auch nicht immer sagen.

Wir wissen dass in abgeschlossenen Systemen, großen Tanks, Bakterien herangezüchtet werden um Insulin und Enzym zu produzieren. Eine Reinsubstanz ohne Beimischungen wird isoliert und es gibt strenge Maßnahmen damit diese Bakterien nicht in die Umwelt gelangen.

Nun haben wir aber eine Maispflanze der ein Gift eingesetzt wurde dass ein Insekt tötet wenn es den Mais isst.

Dieses Bakteriengift kommt normalerweise nicht in die Nahrungskette von höheren Organismen.
Jetzt produziert die Pflanze es aber und das Toxin übersteht sowohl Silage als auch das Verarbeiten der Maiskörner und ist noch nach Jahren vorhanden.

Da die Versuchstiere nicht innerhalb von Wochen tot umgefallen sind, im Gegensatz zum Maiszünsler, hat man diese Pflanze also 'erlaubt'

Dummerweise gibt es keine offiziellen Versuche die über Jahre laufen...ausser der Goßversuch Landwirtschaft wo sich der Giftstoff im Körper der Tiere ansammelt, über Milch und Eier(und Nachkommen) weitergegeben wird.

Unabhängige Institute die nicht dem Erzeuger der Genpflanzen angehören, finden immer wieder Organschäden, Wachstumsstörungen, Unfruchtbarkeit und kranken Nachwuchs.

Dies wird dann aber als Panikmache, schlecht gemacht und Hetze abgetan.

So wie früher auch bei DDT, Agent Orange und ...Atomkraft.

Die Leute die es als gefährlich herausfanden und wagten es so öffentlich zu bezeichnen, wurden mundtot gemacht bis die Schäden so offensichtlich waren das Leugnen nichts mehr half.

Und dann wurde gesagt "Wir könnten das doch niemals nicht ahnen..nein..wir sind völlig überrascht und unschuldig"

Gene die harmlos in Bohnen sind, sind auf einmal giftig in Erbsen.
In den USA mussten nach jahrelangem Handel mit Genkartoffeln diese schließlich doch wieder vom Markt genommen werden nachdem die Schäden nicht mehr zu vertuschen waren.

Dummerweise kann man nicht vorhersagen wie sich ein Gen in einem völlig fremden Organismus verhält.

Schließlich ist dieses fremde Gen dann in einem Verbund mit völlig anderen Genen..was etwa den Goldenen Reis golden macht, aber das beta carotin darin scheinbar nutzlos macht um Blindheit zu behandeln.

Gene interagieren miteinander und beeinflussen sich gegenseitig..was dann dabei rauskommt kann keiner sagen.

Und da Pflanzen nicht in einem abgeschlossenem Labor wachsen sondern auf dem Fed, kommt es zu Kreuzungen mit anderen Pflanzen.

Unkräuter bekommen so die Spritzmittelresistenz-gene der Nutzpflanzen ab und überwuchern das Feld obwohl immer mehr gespritzt wird.


Oder wie beim Mais, sterben dann auf einmal nützliche Insekten(oder sogar Nutzvieh) weil das Gift dass ein Insekt umbringt, nicht unterscheidet welches Insekt es aufnimmt.

http://www.nabu.de/themen/gentechnik/biologischeVielfalt/11966.html

http://de.sott.net/article/9337-Wissenschaftler-der-die-Gefahren-von-GVO-aufdeckte-umgehend-gefeuert-sein-Team-aufgelost

Wenn diese Gene dann einmal in einer Pflanzensorte sind, kann man nicht verhindern das Insekten und Wind die Pollen auf normale Pflanzen derselben Art übertragen.


Findet man dann heraus dass es doch nicht so harmlos ist, ist es zu spät oder mit extremen Kosten und Mühen verbunden die verunreinigten Pflanzen zu beseitigen.


http://www.kurt-schweizer.ch/home/gentech/freisetzung/kundgebung/Gloeckner.pdf

Vor allem wenn sich die Schäden erst nach Jahren bzw Jahrzehnten kontinuierlicher Aufnahme von genveränderten Pflanzen zeigen.

Gesundheitsbeschwerden werden dann erstmal auf schlechte Gene, schlechte Ernährung, Rauchen oder einfach das höhere Alter der Personen geschoben.

Wenn die Unfruchtbarkeit von Ratten, schrumpfendes Hodengewicht und dergleichen erst nach 2-3 Generationen auftreten, was heisst das dann für den Mensch..oder erleben wir es vielleicht sogar schon?

Testikelgröße, Spermienanzahl und Fruchtbarkeit sind am Abnehmen, das ist nicht zu leugnen.

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/tote-rinder-gen-mais-bauer-strafanzeige-syngenta

http://gruppen.greenpeace.de/wuppertal/service_files/infoliste_files/chemie_hormonell_wirksame_chemikalien/effekte_beim_menschen_gp_cee.pdf

Sicher sind hier Umweltchemikalien ein großes Problem,doch wer sagt dass nicht auch die Gentechnik uns irgendwann einen Strich durch die Rechnung macht?

Auf englisch findet man hierzu mehr, sogar in 'öffentlich anerkannten Medienverbreitern'

http://www.huffingtonpost.com/2012/09/19/monsanto-genetically-modified-corn-study_n_1897361.html

http://www.foodmatters.tv/_webapp/The%20Truth%20Is%20Out%20on%20Genetically%20Modified%20Foods%20-%20And%20It's%20Not%20Pretty


Leider hat die Menschheit gezeigt dass sie negative Stimmen gerne überhört oder totkloppt...ob das nun DDT, radioaktives Material oder Antibiotika waren, die früher sogar in Zahnpasta hemungslos eingesetzt wurden, und durch die tonnenweise Benutzung in der Landwirtschaft zu resistenten Killerkeimen führen.

Sowohl Chemikalien, als auch Antibiotika und Gentechnik haben ihre guten und schlechten Seiten.

Hemmungslose Benutzung in der Umwelt gehört aber eindeutig zu den schlechten Seiten.










Samstag, 10. November 2012

Erschreckender E-Unsinn-Oder wie Missverständnisse zu Katastrophen führen

Obwohl schon seit 2006 bekannt, geistert der Beamtenschimmel scheinbar immer noch durch die Köpfe der Paragraphenreiter.

2006 wurde die EU Hygienerichtline erlassen dass Nagtiere, Hunde/Katzen und Vögel aus Ställen und Melkbereichen (und ähnliches) fernzuhalten sind.

Da es leider nicht genauer definiert wurde, halten viele Zeitgenossen, und gerade bei denen die eh schon einen Hass auf Schwalben haben, die Schwalben ebenfalls für Tiere die daran gehindert werden müssten an und in Ställen bzw landwirtschaftlichen Anlagen, zu nisten.

Obwohl es schon 2006 klargestellt wurde dass hiermit Ratten, Mäuse, Schadinsekten gemeint sind und bei Vögel die Bereiche in denen Lebensmittel verarbeitet werden(Melkraum/Milchsammelraum-wo normalerweise eh kein Vogel hinkommt), verbreitet sich der Blödsinn der Schwalbenvernichtung immer noch, erschreckenderweise selbst unter kundigen Leuten die es eigentlich wissen müssten!

Es kann nicht oft genug gesagt werden, man darf nicht alles glauben was man hört und noch wichtiger ist, sich gegen Bürokratenwahnsinn zu wehren.

Nach dem Bundenaturschutzgesetz dürfen die Nester von Wildvögeln nicht zerstört werden, Wildvögel dürfen nicht am brüten gehindert werden und vor allem Schwalben! sind soweit geschützt das auch leere Nester nicht! entfernt werden dürfen.

Auch Fledermäuse fallen unter diesen Schutz. Schlüpflöcher und Schlafplätze dürfen so nicht verschlossen werden!


Schwalben übertragen weder auf den Mensch, noch Nutz- oder Haustiere, irgendwelche gefährlichen Krankheiten.
Auch die Vogelgrippe wird von Kleinvögeln NICHT übertragen, also keine Panik.


http://www.ulmer.de/EU-Hygiene-Richtlinie-Die-Kirche-im-Dorf-und-die-Schwalben-im-Stall-lassen,QUlEPTEwMTI3NiZNSUQ9MzIxMA.html







Samstag, 3. November 2012

Fast vergessenes Essen- Buchweizen

Nun was macht der Buchweizen hier?

Der Buchweizen hat mit Artendiversität zu tun, mehr Abwechslung auf dem Speiseplan,mehr Abwechslung in der Natur.

Vor allem weil Buchweizen auf kargen Böden wächst, nicht tonnenweise Dünger und Spritzmittel braucht.

Dazu ist Buchweizen sehr reich an Mineralien, Vitaminen und enthält die Aminosäuren, die bei Getreide wie Weizen eher in geringem Maße vorhanden sind, wie Lysin.


Früher war Weizen ein Getreide für Reiche weil es guten Boden und gutes Wetter brauchte.

Buchweizen wuchs hingegen auf fast jedem kargem Boden und nur Frost konnte den Pflanzen schaden.

Buchweizen ist nicht nur eine gute Mineralquelle sondern auch Glutenfrei...und enthält Pflanzenfaktoren die das Bindegewebe stärken.

Also Orangenhaut, Dehnungsstreifen, Krampfadern...statt teure Präparate einzunehmen die das Extrakt enthalten sollte man sich das volle, leckere Paket geben.

Buchweizen als Heilpflanze

Buchweizen enthält genau das was man bei den ganzen Pillchen sonst als einzelne Wirkstoffe auf der Packung aufgelistet findet.

In Japan wurde Buchweizen übrigens ein Hype als man merkte dass Buchweizennudeln(Soba) eine Vitaminmangelkrankheit heilten...seitdem gehörte es zum guten Ton Sobanudeln zu essen und es entwickelte sich gewissermaßen sowas wie ein Kult darauf mit allerlei Hinweisen und Benimmregeln wie und wo man Soba am besten isst.

Dummerweise war es nämlich so dass der polierte Reis den die wohlhabende Stadtbevölkerung aß, arm an B-Vitaminen war und die Reichen so dann an einer Nervenstörung/Hautstörung erkrankten.

Da man Buchweizen schälen konnte und er nichts von seinem Nährwert einbüßte, war er ein annehmbares Getreide zum essen..ungeschältes galt als bäuerlich..was auch teilweise noch so in Japan ist und auch auf Obst wie Weintrauben übergreift.

Buchweizenmehl ist eher grau, hat einen 'Blumengeruch' und schmeckt...ja..kräftig..ganz anders als gewöhnliches Vollkorn das man so kennt.

Lecker sowohl würzig als auch süß.


Wer kein Problem mit Gluten hat, kann es 50/50 mit anderen Mehlen mischen, das gibt wunderbare Buchweizenpfannkuchen.
Überhaupt nicht schwer sondern richtig fluffig.


Macht man Nudeln, sollte man das Kochwasser ebenfalls benutzen da die gefäßgesunden Wirkstoffe ins Kochwasser übergehen.

In der russischen Küche gibt es Buchweizen auch wie Reis gekocht als Beilage, oder als Grütze/Porridge.

Aber auch von Frankreich bis England kannte man Buchweizen als Allerweltsgetreide(obwohl es ja kein richtiges Getreide sondern ein Nüsschen ist).

Jetzt kommt Buchweizen so langsam wieder  in Mode und wer etwas für seine Gesundheit tun will, der kann es relativ preiswert als ganzes Nüsschen oder als Mehl im Internet kaufen.
Im Laden kostet es dabei oft weit mehr.

Ein abwechslungsreicher Anbau verschiedenster Nahrungspflanzen fördert nicht nur die Bodengesundheit und die der Pflanzen, sowie derjenigen die diese Pflanzen essen, sondern sorgt auch dafür dass andere Arten wieder mehr Lebensraum kriegen und unsere Umwelt mit weniger Gift vollgepumpt wird weil die Pflanzen auf dem ausgelaugtem Boden schnell anfällig werden.


Die Blätter kann man übrigens wie Spinat essen und sie besitzen ebenso gesunde Eigenschaften wie das Korn.









Vogelbuffet und Kellergast



Kopf nach links wenden..(hat jemand ne Ahnung wie man Videos drehen kann?)

Blau-Kohl- und Sumpfmeise(oder Mönchsmeise?) haben sich schon am ersten Tag eingefunden.
Später kam sogar noch ein Kleinspecht dazu, neben Spatzen, Elster und Tannenhäher.
Rotkehlchen und Zaunkönig waren die letzten die ankamen.

Hin und wieder bleiben auch einige Drosseln über den Winter oder sind noch nicht fortgezogen und man kann sie sehen.


Tannenhäher werden von Laien aufgrund des Körperbaus und  Federkleids oft einmal mit Staren verwechselt



http://de.wikipedia.org/wiki/Tannenhäher

Die meisten scheueren Vögel lassen sich von einer lärmenden Ansammlung kleinerer, häufiger Vögel oftmals zu angebotenen Nahrungsquellen locken.

Da ja gerne argumentiert wird die Winterfütterung helfe nur häufigen, nicht bedrohten Arten, kann man sagen, stimmt so nicht.

Sicher kommen erstmal die weniger scheuen Vögel, wenn andere Arten aber merken dass ihnen an der Nahrungsquelle keine Gefahr droht, gesellen sie sich auch dazu.

Vor allem wenn die Nahrungsquelle nicht direkt am Haus ist, sondern ein wenig abseits wo man nicht all zu oft lang gehen muss.



Den Vögeln Nahrung zu bieten ist Teil des Naturschutzes, zusammen mit anderen Maßnahmen wie Nistkästenbau, den Erhalt und die Pflanzung von Hecken, Unkrautecken und natürlicher Landschaften.

Denn der beste Nistkasten hilft auch nichts wenn die Vögel im Winter verhungern weil der Mensch ihnen die natürlichen Nahrungsquellen flurbereinigt hat.



Ein sehr guter Bericht über den Rückgang der Artenvielfalt über die letzten Jahrzehnte findet sich hier:

Damals und Heute


Vielleicht postet Ihr, liebe Leser, ja auch ein Kommentar was sich so an eurem Vogelbuffet findet. Und wenn die ein oder andere ungewohnte Art vorkommt, könnte dies ja vielleicht mehr Leute überzeugen dass die richtig durchgeführte Fütterung eine Hilfe für mehr als nur Kohl- und Blaumeise ist.


Ein ungewöhnlicher Kellergast hat sich eingestellt


Ein Laubfrosch wahrscheinlich und zwar ein riesiger. Ein richtig schönes, ausgewachsenes Exemplar dass sich wohl dachte dass es hier überwintern könnte..nur wäre dann im Frühjahr kein Herauskommen mehr gewesen.

Besonders hübsch war die rot gepunktete, weissliche Bauchseite, die war aber nicht zu fotografieren da der Frosch sich heftig gegen das 'Retten' wehrte.


Ein kleinerer Gast war diese Erdkröte....



Und wesentlich geduldsamer was das ablichten anging..wahrscheinlich weil es schön warm war.



Sonntag, 28. Oktober 2012

Gutes Vogelfutter

Da gerade Weichfresser wie Amseln und Stare schnell bei Frost verhungern da sie Körner und Nussbruch nicht verdauen können, hier mal ein paar einfache, schnell um Supermarkt zu kaufende Nahrungsmittel die auch diesen zugute kommen.

Feine Haferflocken

Dadurch das sie mit Dampf fein ausgewalzt sind, können auch Weichfutterfresser diese verdauen.
Die grob gewalzten Getreideflocken in Fettfuttermischungen sind für sie unverdaulich, der Grund warum sie diese trotzdem essen ist Hunger und das bischen Fett daran dass ihnen dann Energie liefert.

Macht Raps bzw Sonennblumenöl in der Pfanne heiss und schmeisst die Haferflocken hinein so dass sie sich mit Fett vollsaugen.


Finden Vögel nicht am Morgen nach einer kalten Winternacht etwas zu essen, verhungern sie sehr schnell da das Warmhalten ihre Fettreserven aufgebraucht hat.

Diese Haferflocken sind ein guter Fettlieferant und auch wenn es etwas auf die Haferflocken schneit, bleiben diese gut da dass Fett verhindert dass sie sich voll Wasser saugen und schlecht werden.


Rosinen:

Weichfutterfresser nehmen normalerweise Beeren auf, die an einheimischen Sträuchern auch im Winter hängen würden...wenn diese denn gepflanzt sind und nicht flurbereinigt oder gegen buntere, grüne Gehölze ausgetauscht wurden die halt keine Früchte tragen.

Z.B. Thujenhecken, Nadelbaumhecken, immergrüner Buchs oder Heckenbuche

Rosinen sollten ungeschwefelt sein, die gibt es zur Zeit oft sehr billig. Lustigerweise sind oft die Backrosinen billiger als die großen Beutel Vogelfutterrosinen.

Äpfel:

Äpfel liefern den Weichfressern Wasser und Fruchtzucker.
In halb geschnitten legt man diese ins Futterhaus oder auch unter Hecken und Bäume wo es schneefrei ist.


Leider müssen die Vögel erst lernen wo es Nahrung gibt, viele gesunde Exemplare verhungern wenn nicht erfahrene Vögel des letzten Jahres da sind die ihnen zeigen wo es Nahrung gibt.

Deswegen ist es so wichtig schon im Herbst kleine Mengen Nahrung auszulegen so dass die Vögel lernen wo es etwas gibt.

Wer sich wundert dass das Vogelhaus noch nicht besucht wird, die Vögel wissen es meist einfach nicht dass das komische Holzteil auf einmal Nahrung enthält, denn bei mir sind ums ganze Jahr herum Vögel am Futterhaus wenn ich Lockfutter gebe.
Dass sie draussen noch genug fänden ist nicht er Grund warum sich am Futterhaus bei Schneefall keine Vögel einfinden.


Nüsse:

Auch Nüsse(und Sonnenblumenkerne) können für Weichfresser verdaulich sein wenn man diese mit der Küchenmaschine zu Mehl zermahlt.
Diese feinen Nüsse können sie verdauen. Weichfressern fehlt nämlich der starke Muskelmagen der Körnerfresser um ganze Körner oder Nussbrocken fein zu zermahlen damit sie diese verdauen könnten.

Vollkornmehl:


Vollkornmehl ist fein genug um verdaut zu werden, dieses röstet man wie die Haferflocken mit Fett an...da diese Mischung klumpt ist Vollkornmehl besser in selbstgemachten Meisenknödeln aufgehoben statt im Futterhaus.


Energiekuchen und Meisenknödel für Weichfutterfresser


Hierzu braucht man Förmchen, Fett, Öl, gemahlene Nüsse, Rosinen, feine Haferflocken und Vollkornmehl.


Man nimmt etwa 50% Nüsse etc zu 50% Fett. Das Fett sollte zu 80% festes Fett sein und man mischt 20% Öl drunter.

Wichtig ist ungehärtetes Pflanzenfett, Fett das also von Natur aus fest ist. Z.B. Palmin(Kokosfett) oder das Blockfett von Penny(Palmfett).

Zuerst röstet(kein wirkliches anrösten wie bei gerösteten Semmelbröseln oder angeröstetem Gemüse) man Haferflocken/Vollkornmehl in Öl an. Wenn alle Haferflocken gut gemischt und vollgesogen sind, gibt man das prozentuale Öl dazu dass den Fettkuchen dann bei frostigen Temperaturen abhält steinhart zu werden.


Das feste Fett lässt man über Nacht weich werden  indem man es bei Zimmertemperatur stehen lässt(in einer Schale) und gibt dann die noch heissen Haferflocken dazu.
Das kühlt die heissen Haferflocken auch schnell ab wenn sie mit der größeren Menge warmen, aber nicht weiter erwärmten Fett gemischt werden.

Man mischt es dann erstmal so gut wie möglich mit Besteck durch, wenn es nur noch warm ist dann mit den Händen(gutes Peeling gegen rauhe Winterhände)

Wenn alle Haferflocken gleichmässig dunkel sind, ist das Fett gut verteilt


Geröstete Haferflocken und geröstetes Nussmehl mit extra Rapsöl zugefügt.
Der Fehler liegt hier wohl an der bayrischen Großmutter, geröstete Haferflocken sind nicht das selbe wie angeröstetes, braungebratenes Gemüse/Semmelbrösel etc.
Geröstet kommt wahrscheinlich daher dass die Haferflocken in heisses Fett kommen und sich so vollsaugen und dabei durch das Fett dunkler werden.
Gebraten werden die Zutaten nicht! Nur im heissen Fett durchgemischt um sich vollzusagen so dass das Fett nicht nur oberflächlich dranklebt.

Haferflocken und Nussmehl gemischt, etwas abgekühlt.


 Sobald die Mischung aussieht wie Haferbrei und abgekühlt ist, damit das Fett wieder fester wird, kann man es nochmal durchmischen, in Förmchen füllen und kalt stellen.

Wenn man Naturschnur einarbeitet, kann man es in die Bäume hängen.
Ansonsten kann man die Fettkuchen im Futterhaus, auf dem Fensterbrett, unter Büschen, Bäumen verteilen so dass sich Vögel die ihre Nahrung am Boden suchen, daran bedienen können.

Viele Vögel sammeln nämlich ihre Nahrung lieber am Boden auf und suchen kein Futterhaus aus.(Manchmal kommen diese aber ans Fensterbrett weil dort kein Dach über ihrem Kopf ist und sie sich nicht gefangen fühlen)

Man kann natürlich auch Klopapierrollen als Förmchen nehmen, Schnur bzw Schaschlikspieße einarbeiten und nach dem festwerden die Pappe wegschälen.


Schnur um Schaschlikspieß geknotet, der untere Schaschlikspieß der bleibt, festgesteckt.
Hierzu schneidet man mit einem Messer die Papprolle mittig an so dass man die Papprolle ordentlich hinstellen kann.


Damit die Schnur gut hält oben nochmal um einen Schaschlickspieß knoten und die weiche Masse in die Papprolle stopfen und die Schnur am Ende nochmal etwas korrigieren.
Bzw wie an der gezeigten Rolle mehrere Schaschlikspieße durchstechen.
Solche Spießchen kann man gut in dichte Büsche(vor allem Dornenbüsche) hängen ohne knoten zu müssen.
Die dichten Äste halten den Fettkuchen an Ort und Stelle.


Wer scheueren Vögeln helfen will verteilt die Fettkuchen im Gebüsch,  da die Zutaten vom Fett umschlossen sind, halten sie sich und sind für die Vögel auch bei viel Schnee gut zu finden.
Also nicht an Äste knoten, sondern auf den Boden legen.

Eichhörnchen, Spechte, Kleiber, Baumläufer,Goldhähnchen, Zaunkönig und verschieden, seltenere Meisenarten  profitieren von der noch weichen Futtermischung wenn man sie an die rauhe Rinde von Bäumen streicht.

Das Fett wird schnell durch die Kälte fest und die Arten die ungern bzw nicht ans Futterhaus kommen, picken sich das Essen von der Baumrinde.

Körnerfresser


Dass sind Arten die ganze Körner und Nussbruch verzehren können.


Kernbeisser, Eichelhäher, Spechte, Seidenschwänze, Sperlinge und die bekannten Meisenarten sowie Dompfaffen kommen damit zurecht.

Das Gute daran ist dass man die Körner billig im Landhandel kaufen kann.
Das Kilo Weizen für 40 cent statt 1 Euro und mehr für eine Futtermischung zu zahlen ist wirtschaftlicher.

Von links nach rechts
Naturreis, Sonnenblumenkerne, Nussbruch, Hirse und  Rosinen.
Das alles sind gut, haltbare Nahrungsmittel die man an exponierten aber sicheren Stellen wie Fensterbrettern verteilen kann.
In höheren Stockwerken haben so Katzen keine Chance und die Vögel können sicher speisen. Auch wenn Schnee auf der Nahrung liegt scharren Vögel diese frei und die Nahrung verdirbt nicht.

Aufgrund der Gefahr des Vogelschlags sollte vor dem Fensterglas Fliegengitter gespannt sein was das Hindernis ersichtlich macht.
Andere Maßnahmen wären Fenster mit verzerrtem Glas wie man es bei Badezimmern verwendet, Birdpen oder Vogelsilhouetten aussen! an der Scheibe oder aufgeklebte Papiersterne.

Metallfensterbretter haben den Vorteil dass man sie gut abkratzen, abwaschen und desinfizieren kann was bei Holzfutterhäuschen kaum der Fall ist.
Desinfiziert kann man sie gleich wieder mit Nahrung belegen.

Abkratzen reicht meist, nur bei toten Vögeln in der Nähe und der Gefahr von Krankheiten desinfiziert man die Futterstellen mit 70%igem Spiritus.


Ganze Körner und Nussbruch halten auch wenn sie nass werden. Man kann sie also unbesorgt ins Futterhäuschen tun und muss sich keine Gedanken machen wenn man mal wegfährt.


Man kann sie natürlich auch mit Fett mischen und als Fettkuchen oder Baumanstrich verwenden.


Wenn man Weichfresser- und Körnerfressernahrung mischt kann es sein dass die Weichfresser die Sachen die sie nicht verdauen können aus dem Vogelhäuschen werfen, daher ist man besser beraten und spart Nahrung indem man für beide Arten getrennte Futterstellen einrichtet.


Und noch ein paar Bilder von den Fettkuchen




Zum auskühlen aufs Fensterbrett, jemand hatte wohl Hunger...
Der Übeltäter war wohl ein Kohlmeisenmännchen.

Kohlmeisen klopfen in der Natur nämlich auch Rindenstückchen ab um darunter nach Insektenlarven zu suchen. Karton fühlt und hört sich wohl auch so an wie morsche Rinde und wird herzhaft zerfetzt.

Besagtes Kohlmeisenmännchen wurde nämlich dabei beobachtete wie es eine Kartonage auf dem Balkon durchlöcherte und zerriss, nur war darunter nichts schmackhaftes zu finden.

Die Papprolle lässt sich gut abschälen, drückt man die Masse gut fest gibt es eine glatte Struktur. 
Vergisst man es sieht es eher bröckelig aus, hält aber.

Geschenkband kann man nehmen, Naturschnur wäre besser.

Und da hängen sie, vorerst.





Samstag, 27. Oktober 2012

Katzenfell als Spielzeug und Dekoration

Es mag als schlechter Scherz scheinen, doch auch wenn der Handel mit Hunde- und Katzenfell mittlerweile verboten ist,  wird es als Kunst-bzw Kaninchenfell deklariert immer noch verkauft.

Wir reden hier nicht nur vom Echt-Kunstpelz an Mänteln, Handschuhen, Schuhen und Handtaschen sondern dem Echtpelz an Dekogegenständen oder...ironischerweise Katzenspielzeug.

Ja, das Katzenspielzeug dass man z.b. bei Fressnapf kaufen kann, die Dekokätzchen, Dekohäschen und anderer Krimskrams diverser Versandhäuser ist oft Katzenfell.


http://www.tierschutzverein-biberach.de/html/dekokatzen.html

Aber auch schrill gefärbter, künstlich wirkender Pelz ist oft echt..Bastelpelz oder schrillbunter Pelz an Kleidung.












Interessanterweise bieten die, die vorher unter der googlebildersuche unter Katzenfell zu finden waren, nun auf ebay 'Kaninchenfelle' an...seltsam?

http://www.ebay.de/sch/sis.html?_nkw=modischer+Pelzmantel+&_itemId=270580778014

http://www.ebay.de/sch/sis.html?_nkw=Katzenfell+Fell+Pelz+Jagd+Basteln+&_itemId=300071270583





Nach dem Aussehen her sind etliche gezeigte Felle wohl Kaninchen, ob nicht vielleicht nebenbei noch Katze verkauft wird, kann man nicht sagen.

Das sind übrigens die in Verruf geratenen Dekotiere aus echtem Fell, die feine Fellvariante hat sich durch Nachforschungen als Katze herausgestellt, die gröberen oft als Hundefell.


Ob diese hier angebotenen Pelztierchen jetzt 'nur' Kaninchen oder Nerz oder Marderhund sind und keine Katze, kann man nicht sagen, die Gefahr ist aber hier groß das es Katzenfell ist.



Billig in China gewonnen wird es entsprechend deklariert, eventuell nach Polen, Rumänien, Russland oder Länder wie Griechenland verschifft, dort weiterverarbeitet und zu uns verkauft.

http://afww.de/hp/index.php?option=com_content&view=article&catid=44%3Atierschutz&id=319%3Aauch-katzen-und-hunde-sind-opfer-der-pelzindustrie&Itemid=119

Gerade in der Schuhindustrie sind Katzen- und Hundefelle für die Herstellung von Winterschuhen sehr beliebt. 1997 wurde gar eine 4,7 Tonnen (!) schwere Ladung mit Hundefellen entdeckt, die zur Herstellung von Wintersportschuhen in Europa bestimmt waren

Wenn man denkt sowas kommt aus China...leider kommt sowas auch aus anderen Ländern...Katzenfell ist zwar nicht so teuer wie andere Pelztiere, aber ein paar Euro sind es wert dafür sogar in der europäischen Union und sogar Deutschland selbst Katzen zu töten, abzuziehen und die Felle zu verkaufen.

Nur per DNA-Analyse kann man sicher feststellen ob die Kaninchen/Bastelfelle auf ebay nicht vielleicht doch von einer Katze stammen.
Jäger in Deutschland dürfen z.B. legal Katzen töten die weiter als 200-600 Meter vom letzten Wohnhaus entfernt sind.

So ein paar Euro lassen sich mit dem abgezogenem Fell immer noch verdienen, Jäger schießen etwa 400.000 Haustiere pro Jahr, die Dunkelziffer liegt weit höher.


Der britischen Tageszeitung 'The Guardian' vom 09.05.2003 ist zu entnehmen, dass durch undercover Videoaufzeichnungen von Mitgliedern der 'Human Society' festgestellt wurde, dass in Belgien Katzen und Hunde zur Pelzgewinnung gezüchtet und umgebracht werden. Aus ihren Fellen werden Mäntel, Handschuhe und Rheumadecken hergestellt. 

 http://www.jagdfreie-natur.de/index.php?option=com_content&task=view&id=34&Itemid=26

NamhafteTierschutzorganisationen gehen davon aus, dass zwischen 250.000 und 300.000 Katzen und 20.00 bis 30.000 Hunde in Deutschland pro Jahr von Jägern erschossen oder durch Fallen brutal verstümmelt und getötet werden
http://www.umweltjournal.de/AfA_sonstiges/18426.php


Jäger in Deutschland töten Jahr für Jahr über 400.000 Katzen. Grundlage dafür ist die Jagdgesetzgebung, welche den Abschuss seit etwa 60 Jahren weitgehend unverändert ermöglicht.


http://www.peta.de/haustierabschuss




 Katzenfelle werden gefärbt und auch kürzer bzw 'modisch' geschnitten um zu vertuschen um was es sich handelt. Da die vielen modischen Bezeichnung der Hauskatzenfelle als Ganotte, Wildcat, Syrian Cat und dergleichen schon bekannt sind, wird Katzenfell meist als Kaninchenfell oder einfach als Echtpelz deklariert.

Echtpelz zu kaufen sollte für jeden normalen, tierfreundlichen Menschen eh ein Ding der Unmögichkeit sein, dass man oft bei Pelzbesatz an Kleidung, Schuhen oder Dekogegenständen nicht daran denkt dass es echter Pelz sein könnte, macht sich die Industrie zunutze.


http://de.wikipedia.org/wiki/Pelzarten#Hauskatze



Wie erkennt man Echtpelz?


-echter Pelz hat eine Hautseite, das Leder-daher wird oft Stoff auf die Lederseite genäht.

-echter Pelz kann gefärbt sein, das ist kein Kennzeichen. Lasst euch von schrillen Farben und Mustern nicht täuschen.
-echter Pelz lässt Haare, man kann sie unter Umständen auszupfen, das muss nicht sein, wäre aber ein Indiz.


-schneidet oder zupft man einige Haare ab und sengt sie mit einem Feuerzeug an, dann entwickelt sich der typische Geruch nach verbrannten Haaren.



Hier seht ihr Echtpelz-Katzenspielzeuge, erkennbar an der Lederseite. Katzenfell fühlt sich sehr seidig, weich an...so wie Kaninchen auch.
Die untere Fellmaus könnte Kaninchen sein, vielleicht auch aus Chinchilla- Nerz- oder Marderhundfellresten geschnitten die in China dann zu Spielzeug verarbeitet werde.
Gewisse Fellstellen werden abgeschnitten da sie dünnhaarig sind bzw die Haut zu dünn ist um einen guten Fellmantel daraus zu machen. Daher finden sich auch teurere Felle wie Chinchilla dann als Katzenspielzeug wieder.

Hundefell kann je nach Hund entweder weich oder aber auch grob und starr sein. Durch chemische Behandlung kann auch ein rauh-oder stockhaariger Hund 'verfeinert' werden.

http://www.chemie.de/lexikon/Pelzarten.html#Hauskatze


Katzenfelle werden auch teilweise noch immer illegalerweise als Hilfsmittel gegen Rheuma verkauft..als einzelnes Fell aber auch ganze Decken und Mäntel bzw von gewissen Internetseiten als Hilfsmittel gegen Rheuma empfohlen.

http://pronatur24.eu/2012/trotz-verbot-katzenfelldecken-gegen-rheuma

http://www.sanitaetshaus-liebe.de/HTML/a1004/a1004.htm

http://www.tiere-in-not.at/news/index/tag/Katzenfelldecken

http://katzencontent.com/2008/03/katzenfell-in-der-online-apotheke/

http://www.dooyoo.de/medizinisch-technische-hilfsmittel/katzenfell-extra-gross-1-st/



Oder als Lehrmittel:


http://urhammer.de/de/Katzenfell-A


Englische Links/english links

Cat and dog fur used in clothing


http://abcnews.go.com/International/story?id=1533368#.UIwa8WJAeKE

http://www.hsicanada.ca/companion_animals/cat_dog_fur/









Allerhöchste Eisenbahn-5 vor 12

Idealerweise hätte man schon Mitte September angefangen  kleine Mengen Vogelfutter   auszuteilen damit sich die Wildvögel und andere Tiere wie Eichhörnchen, diese Stellen merken können und in Zeiten der Not wissen wo sie noch etwas finden.

Jetzt fängt es schon an zu schneien, wartet man bis der Schnee den Boden knöcheltief bedeckt und der Frost den Boden hart werden lässt, ist es für viele Tiere schon zu spät.

In den kommenden Tagen haben die Tiere noch genug Zeit Nahrungsquellen zu finden bevor es ernst wird und der Winter ihnen die natürliche Nahrung verwehrt.

Gibt es rundum ungemähte Wiesen die reichlich Grassamen tragen, wilde Büsche deren Äste durch Beeren tief herabhängen, müsste man nicht füttern.

Doch wo gibt es diese wilde Natur noch?

Normalerweise sollten landwirtschaftlich genutzte Regionen genug Nahrung bieten möchte man denken, doch die Wiesen werden gemäht bevor die Pflanzen dort Samen tragen, auf den Feldern bleibt nach der Ernte kaum ein Korn und die Büsche die früher die Felder und Wege säumten, sind flurbereinigt worden.

Für wilde Tiere gibt es kaum noch natürliche Nahrungsquellen und das Argument der natürlichen Auslese durch den Winter gilt nicht mehr.
Das würde nur in naturbelassenen Gebieten mit ungemähten Wiesen und reichlich beerentragenden Büschen gelten.

Streut man erst Nahrung wenn der Schnee schon hoch liegt und der Boden gefroren ist, sind viele gesunde Tiere schon durch die ausgeräumte Un-Kulturlanschaft verhungert.

Diese Nahrungsquellen dann zu finden, dauert auch seine Zeit und noch mehr Tiere sterben.


Um den Tieren zu helfen muss jetzt schon Futter gestreut werden damit die Tiere wissen wo es etwas zu finden gibt bevor es richtig gefährlich für sie wird.

Dass damit nur  häufigen, nicht bedrohten Arten geholfen wird, stimmt so nicht. In der Stadt sind sicherlich meistens die bekannten Vogelarten, doch auch am Stadtrand, in der Nähe von Wiesen und Parks kann man weniger bekannten Arten helfen.


Und die Häufigkeit einer Art ist ja auch kein Grund sie verhungern zu lassen, sonst könnte man das genauso auf Streunerkatzen zutreffen lassen, aber aus Gründen der Menschlichkeit kümmert man sich auch um diese.

Viele Organisationen argumentieren damit dass man häufige Arten nicht fördern soll da sie bedrohten Arten die Nistmöglichkeiten nehmen, stimmt nicht.

Viele Arten brauchen Höhlen, diese kann man oft nur noch mit Nistkästen bieten da der Mensch die natürlichen Baumhöhlen zerstört.

Arten die Feldhecken und Büsche bräuchten, gehen nicht wegen häufiger Arten zugrunde, sondern durch die landwirtschaftliche, falsche Nutzung der Flächen oder übereifrige Gartenbesitzer.

Das Argument der Nistplatzkonkurrenz um Tiere verhungern zu lassen, ist nicht nur grausam sondern auch hinfällig.
Noch dazu stehen die meisten bedrohten Arten in keinerlei Nistplatzkonkurrenz mit häufigen Arten, sie belegen verschiedene Lebensräume oder leben sogar nebeneinander her ohne sich zu beeinträchtigen.

Statt die Tiere also durch Verhungern zu dezimieren, kann man genauso gut mit Nahrung und Nisthilfen eingreifen.


Die effektivste und billigste Art um scheueren Vögeln zu helfen, ist zarte Haferflocken(ca 35 cent pro Packung) in Rapsöl anzurösten und dann mit ungehärtetem Pflanzenfett zu Knödeln zu formen die man dann per eingearbeiteter Schnur an Bäume und Büsche hängt.


Diese Nahrung können auch Weichfresser verdauen. Amseln und Stare können Erdnussbruch, Sonnenblumenkerne und die groben Getreideflocken aus Futtermischungen nicht verdauen.
Feine Haferflocken mit Fett vollgesogen hingegen schon.


Die herkömmlichen Futtermischungen,selbst die welche als 'Weichfutterfresser' Futtermischung angeboten werden, sind oft zu grob und helfen nur den Körnerfressern.


Statt über einen Euro pro Kilo Körnermischung auszugeben, kauft feine Haferflocken, röstet sie in reichlich Öl und füttert diese.

Diese kann man auch in Vogelhäusern, Futterautomaten und auf Futtertischen anbieten.

Sonnenblumenkerne kann man nebenbei immer noch füttern.

Wichtig ist auch Trinkwasser, entweder indem man öfter frisches anbietet, angeschnittene Äpfel austeilt oder sich selbst eine eisfreie Tränke baut.

Wie das geht?


Dazu braucht man nur eine glasierte Tonschale und ein Grablicht.

Die Tonschale platziert man mit Ziegeln, Holzklötzen oder Steinen als Füße, über dem Grablicht und stellt eine langbrennende Kerze in das Grablicht.

Die Kerzenflamme hält die Tränke eisfrei, vor allem wenn die Tränke auf freier, aber windgeschützter Fläche aufgestellt ist  und die Wärme so nicht verwehen kann.

Wer ein wenig geschickt im Basteln ist kann die Tränke mit Ziegelsteinen als Unterstand natürlich noch energieeffizienter gestalten statt die Steine nur als Eckfüße zu benutzen.