Mittwoch, 13. März 2013

Offener Brief an Focus-Teil 2

Am meisten stört mich ja Ihr Punkt 7

Den Tieren ging es früher schlechter

Dabei führen Sie die Kettenhaltung der Rinder auf sowie das Hühner Tiere sind die sich auf baumlosen Flächen nicht wohlfühlen sowie das Schweine mehr Platz hätten als früher.

Nun, dann lassen Sie mich dieses total Verdrehen von Tatsachen einmal ausführen.

Mit früher kann man auch letztes Jahr meinen, oder  vor 10, 20, 30 Jahren.

Tatsache ist doch dass niemand! diese Umstände der Kettenhaltung die auch heute noch gang und gäbe ist als besser ansehen würde.
Also entweder halten Sie ihr Puplikum für dumm, welche denken das Kettenhaltung paradiesisch ist, oder Sie täuschen hier bewusst, weil die meisten Leute sich unter früher die Kühe auf der Weide und der Alm vorstellen, keine miefige Kettenhaltung.

Kettenhaltung war vor der Industrialisierung der Landwirtschaft sehr arbeitsintensiv, schon alleine weil man mit der Hand mähen musste.
Deswegen gab es früher auch einen Dorfhirten und eine Dorfweide auf der dann alles was Gras fraß, getrieben wurde.

Mit der Industrialisierung wurde es praktischer die Kühe im Stall anzubinden und mit der Maschine die Wiese zu mähen.

Nur wenige kleine Bauern die sich etwa nur eine Ziege hielten, banden diese an wenn sie es sich nicht leisten konnten die Weidepacht zu zahlen und schickten die Kinder raus um am Wegesrand frisches Grün zu holen.


Witzig finde ich ja dass Sie anführen dass man die armen Schweine in Koben steckte in denen Sie sich nicht mal umdrehen konnten.
Was denken Sie denn ist Kastenhaltung? Eine moderne, kostensparende Haltungsform in einem Eisengestänge wo das Schwein sich gerade mal hinlegen und wieder aufstehen kann.

Wenn Sie mit 'früher' vor 15 Jahren meinen, meinetwegen.

Für schwangere Sauen, vor wenigen Jahren auch noch legal für Mastschweine und wird immer noch illegalerweise oft genug gemacht, also reden Sie bitte nicht so als wäre das was aus dem finsteren Mittelalter.

..

Denn da wurden die Schweine, genauso wie anderes Großvieh, noch auf die Weide beziehungsweise in den Wald getrieben um sich an Eicheln, Bucheckern und anderen Pflanzen zu mästen.

Und dann reden Sie im Zusammenhang von Massentierhaltung von Herdengrößen und das es den Tieren egal sei wenn auf demselben Betrieb noch andere Herden gehalten würden.

Sie wollen dem Leser also wirklich weiss machen dass es ok ist zwischen 20-28 Tiere auf einem Quadratmeter zu halten solange die Tiere was haben, Sitzstangen, einen Strohballen zum dran rum zupfen und erklettern?

Wirklich?

Und das eine Herde mehrere tausend Hühner beträgt und das für die Tiere völlig schnuppe ist?


Da mag einem der Gedanke kommen dass die Autoren selbst so einen Agrarindustriebetrieb besitzen und ihn sich schönreden wollen.

Sie können doch nicht ernsthaft glauben dass die moderne Hühnerhaltung mit 20 Tieren auf einem Quadratmeter und tausenden Tieren pro Stall eine natürliche Herdengröße wäre?

Hühner können sich etwa 20-30 Tiere in einer Hackordnung merken, sind es mehr kommt es bei den Tieren zu Stress da sie keine Rangordnung festlegen können was zum tothacken beziehungsweise Kannibalismus der jeweils schwächsten Hühner kommt und die Tiere sich gegenseitig ständig attakieren im fruchtlosen Versuch eine Rangordnung festzulegen.

Wollen Sie dem Leser ernsthaft sagen dass die bäuerliche Haltung wie man sie sich vorstellt, mit Hühnern bis zu 20,30 Tieren die frei auf dem Gelände herumspazieren wirklich schlechter ist als die moderne Tausenderhaltung?

Sie führen hier die Leute in die irre wenn sie von dem Irrglauben Massentierhaltung sprechen und gleichzeitig schreiben dass sich die Tiere in überschaubaren Herden wohl fühlen.

Für Hühner sind dies 20-30 Tiere, nicht 2- bis 3000.


Und dann kommen Sie mit dem Argument für Massentierhaltung das weite Flächen bei den Hühnern Angst auslösen.

Natürlich tut es das!
Das Huhn ist ein Bewohner lichter Wälder mit genug Deckung, dass die moderne Freilandhaltung hier versagt und weite Wiesen als Auslauf nimmt ist nicht Schuld oder Problem der Tiere und durch Massentierhaltung in Ställen zu lösen.

Einige Betriebe haben es mittlerweile begriffen und bepflanzen den Auslauf mit Büschen, dann nutzen die Hühner auch sehr gerne den kompletten Auslauf.

Und zu den Schweinen, 1 qm für ein 100 Kilo schweres Tier wobei das Tier schon selber einen Meter lang ist, ist das wirklich besser als Kastenhaltung? Kaum merklich...

Da bleibt kein Platz zum Schlammbaden oder zum Anlegen für Kloecken auf denen die reinlichen Tiere gehen um ihr Geschäft zu verrichten.

Schweine sind extrem reinliche Tiere die bei genügend Platz im Auslauf eine Ecke als Toilette nutzen.
Für die Schweine ist es Quälerei auf Spaltboden zu leben und den eigenen Kot 'hindurchtreten' zu müssen wo sie normalerweise jeglichen Kontakt mit ihren Fäkalien vermeiden.

Wühlen ist für diese Tiere essentiell so wie für Hühner das Sandbaden, nicht mal Stroh muss es geben.
Dies ist teuer., arbeitsaufwendig und wird daher meist vermieden.

Ketten und Holzstangen zum Spielen verlieren schnell ihren Reiz.

Und Sie denken dass diese Haltung besser sei als die Weideschweinhaltung die es 'früher' regulär gab, wo die Tiere sich auf den Wiesen und im Wald ihre Leckerbissen selber suchen konnten?

Mich würde es doch recht interessieren ob die Schreiber selbst, oder in deren familiären Umfeld jemand eine industrialisierte Hühner-/Kuh- oder Schweinehaltung besitzt und dies deswegen so tierfreundlich dargestellt wird.

Und leider wir Ihr Report mit den weiteren Punkten nicht besser...

Punkt 8 : Sogenannte gesunde Ernährung ist oft ungesund


Sie führen hierbei  auf das Körner Vogelnahrung sind und nicht für den Mensch geeignet.
Weshalb alle Kulturen mehr oder weniger Weissmehl produziert haben.

Wieder mal eine Irreführung durch Missverständnisse.

Ja, Körner sind im Prinzip Vogelnahrung da hierbei die Körner im Kropf durch Wärme und Feuchtigkeit besser verdaulich gemacht werden.
So werden Enzyminhibitoren, die beim Mensch Bauchschmerzen machen, ausser Kraft gesetzt.

Deswegen hat der Mensch schon seit frühester Zeit kein Weissmehl hergestellt, sondern Sauerteiggärung gemacht, Weissmehl kam erst viel später, vornehmlich für die hohe Herrschaft.

Sauerteiggärung macht das gleiche wie der Vogelkropf, das Korn beziehungsweise Mehl, wird durch Wärme und Feuchtigkeit dazu angeregt die Enzymhemmer abzubauen.

Diese sorgen normalerweise dafür das die Grassamen unversehrt durch den Verdauungstrakt kommen, um aber selber wachsen zu können baut das Korn diese Enzymhemmer ab,sonst könnte es selber nicht an seine Reserven und wachsen.

Das Bauchschmerzproblem kam mit der Industrialisierung des Bäckerwesens und der Öko-Welle auf ohne richtig zu verstehen warum man Vollkornbrote mit einer Sauerteiggärung 24 Stunden gehen lässt.

Durch die moderne Bäckerei wurden Vollkornmehle innerhalb weniger Stunden  verbacken wobei die Enzymhemmer weiter bestehen blieben und zu Bauchweh führten.

So kam dann Vollkornbrot in Verruf, seither ist aber die traditionelle Sauerteigführung wieder im Kommen und das Problem hat sich selbst gelöst.

Ein höherer Ballaststoffanteil der Nahrung kann beim Menschen und einem Verdauungstrakt der dieses nicht gewöhnt ist, ebenfalls zu kurzfristigen Beschwerden führen.

So wie ein Couchhocker halt auch Muskelkater kriegt wenn er auf einmal beim Marathon mitlaufen soll.
Ja, auch der Verdauungstrakt braucht angepasstes Training und eine allmähliche Steigerung des Ballaststoffanteils.

Dass Sie davon schreiben das Vollkorn zu einer Mangelernährung führt ist größtenteils falsch.
Nicht umsonst haben Menschen schon immer Körner eingeweicht, mit Hefen und Bakterien vergoren und anderweitig behandelt um das volle Nährstoffpotential nutzen zu können.

Mais etwa führte in Irland während der Jahre der Kartoffelfäule zu Mangelernährung weil man nicht wusste das Mais erst einer Behandlung mit Holzaschenlauge unterzogen werden muss um das unnutzbare B-Vitamin in seine wirksame Form zu überführen.

Etwas was den südamerikanischen Maisbauern bekannt war, den Europäern nicht.

Wahrscheinlich hätten Sie zu der damaligen Zeit auch den Mais verteufelt, gar als giftig angesehen.

Und ein paar Jahrhunderte früher hätten Sie sicher auch gegen die Kartoffel gewettert, als Teufelszeug, Gift, was auch immer.
Aber so ist es halt, ein wenig verständlich sogar weil sich solche reisserischen Nachrichten durch Missverständnisse und Fehlinformationen immer am besten verkaufen.

Und dann Kopfsalat.

Was hat Kopfsalat bei der ungesunden-gesunden Ernährung zu suchen?
Sicher ist Kopfsalat nicht der Gipfel an Nährstoffgehalt, aber das macht ihn nicht ungesund.

Und es nervt mich dass man Kopfsalat mit Pappe oder einem Papiertaschentuch vergleicht.
Essen Sie doch mal einen Taschentuchsalat, schmeckt das?

Klar wäre ein Salat aus Endivien, Rucola und Feldsalat weitaus nährstoffreicher, aber auch Kopfsalat hat seine guten Seiten.

Vor allem Kopfsalat aus dem eigenem Garten oder aus Bioanbau enthält 2-3 mal mehr Nährstoffe und vor allem bioaktive sekundäre Pflanzenstoffe die kein Papiertaschentuch hat und deren Wirkung für die Gesundheit 10,20, 30 mal stärker sind als Vitamin C

100g Kopfsalat decken etwa den gesamten Tagesbedarf an Vitamin K und die Hälfte des Vitamin A Bedarfs, bei nur 15 kcal.

Das kann kein Papiertaschentuch, und das frische Pflanzen durch ihre sekundären Pflanzennährstoffe dem Körper weit mehr geben als wir mit einer Vitamintablette können, weiss mittlerweile sogar die Boulevardpresse.

Rein spasseshalber vergleichen wir doch mal ein Steak und Kopfsalat anhand ihrer Kalorien, nicht anhand ihrer Portionsgröße, dann sieht es schon lachhaft anders aus. Sicherlich utopisch, aber gönnen wir uns den Spaß.

150kcal Kopfsalat

Eiweiss:                             13,6g
Kohlenhydrate:                   28,7g
Fett:                                   1,5g
Vitamine:(alle Angaben in%)
B1:                                   64%
B2                                    73
B3                                     27
B5                                     27
B6                                     69
Folate                                95
Vitamin A                        528%
Vitamin C                       123  %   
Vitamin K                      1400%


Mineralien:

Kalzium                         36
Kupfer                          32
Eisen                             48
Magnesium                    42
Kalium                          41
Mangan                        139
Phosphor                      41
Selen                            11
Zink                               21


 Deckung des allgemeinen Tagesbedarf an Nährstoffen:   36%

150kcal sehr mageres Steak

Eiweiss:                               21,9g
Kohlenhydrate:                   -
Fett:                                     6,4
Vitamine:

B1:                                   6%
B2                                    10
B3                                    53
B5                                     13
B6                                     46
Folate                                3
Vitamin A                          0
Vitamin C                          0
Vitamin K                         1%




Mineralien:Alle Angaben in %

Kalzium                         3
Kupfer                          8
Eisen                            9
Magnesium                    7
Kalium                          7
Mangan                        1
Phosphor                     29
Selen                            47
Zink                             52


 Deckung des allgemeinen Tagesbedarf an Nährstoffen:  27%


Kalorienmässig gesehen ist Kopfsalat besser als ein Steak, da Steak nun  wirklich fast gar kein Vitamin C enthält, empfehlen Sie hier auch lieber ein Glas Wasser zu trinken?
Das Papiertaschentuch kann man hier getrost weglassen, Ballaststoffe hat ein Steak ja keine.

Sie sehen also, so kann man auch Schlagzeilen machen indem man Tatsachen ein wenig verquer sieht.




Teil 3 kommt spätestens morgen.












Offener Brief an das Magazin Focus Teil 1

Sehr geehrte Damen und Herren,

eigentlich halte ich ja Ihr Magazin für einen Quell des Wissens in der 'Bilderwüste'.
Aber jedem darf wohl mal ein Patzer passieren.

Ich beziehe mich hiermit auf die Ausgabe 10/2013, den Artikel auf Seite 53 der besagten Ausgabe mit dem Titel '10 bittere Wahrheiten über das Essen'.

Erlauben  Sie mir diesen ein wenig aufzudröseln.

Punkt 1:

Schön geschrieben, ja das meiste an dem Artikel ist stimmig.

Einmal möchte ich jedoch eine Anmerkung machen und einmal etwas korrigieren.

Sie schrieben das statt Lab aus Kälbermägen, mikrobielles genutzt wird und in dem Kontext des Artikels klingt das so als wäre es etwas schlechtes, ist dann Insulin aus bakterieller Produktion auch etwas Schlechtes?
Bakterielle Produzenten haben den Vorteil das man schnell und sicher ein gut dosierbares Produkt bekommt.
Ausserdem, genau wie es damals beim Insulin garnicht genug tierische Bauchspeicheldrüsen gab um den Bedarf zu decken, kann man garnicht genug neugeborene Kälber töten um den Bedarf an Labmagen und dem daraus extraierten Lab, zu stillen.

Nicht einmal in Zeiten der Herodesprämie konnte genug natürliches Lab gewonnen werden.

Die Herodesprämie erhielt ihren beschreibenden Namen übrigens daher dass die Landwirte eine Prämie bekamen wenn sie männliche, neugeborene(bis zu 3Wochen alte) Kälber an den Schlachthof lieferten.

Dies diente dem Versuch der Stabilisierung des Rindfleischpreises, vor allem auch da bei der Milchrasse gerade die mänlichen Kälber nutzlos sind.Also entsorgte man sich ihrer wie damals König Herodes.

Warum man so junge Tiere tötet aus denen man nicht mal Kalbfleischdelikatessen machen kann?
Sind die Tiere älter als 3 Wochen nimmt der Gehalt an Enzymen im Labmagen zu sehr ab, es lohnt sich also nicht mehr sie zu töten, als männliche Milchkälber sind sie aber größenteils 'Abfall'.

Nachzulesen unter anderem hier:
http://www.welt.de/print-welt/article651948/Qualvoller-Tiertransport-fuer-Herodes-Praemie.html

Das Vokabular das hierbei benutzt wurde mutet wie das der Müllbeseitigung an, war es auch, nur halt biologischer Abfall.


Kommen wir zu den Kühen welche das Melken durch Melkroboter lieben.

Die Kühe stehen aus einem ganz einfachen Grund Schlange, nicht weil sie den Melkroboter so toll finden, sondern weil man sie von ihren Kälbern direkt nach der Geburt getrennt hat und daher niemand sonst da ist der das Euter entleert.

Da das Kalb normalerweise alle paar Stunden nuckelt, in der industriellen Melkanlage dies aber nur ca. alle 12 Stunden geschieht, schmerzt den Kühen das Euter.

Die Frauen Ihrer Redaktion welche gestillt haben mögen dies wahrscheinlich besser verstehen.
Die Herren unter Ihnen können das Gefühl nachahmen indem sie 2 Liter Kaffee trinken und danach 12 Stunden nicht auf die Toilette gehen.

Da würden Sie auch ungeduldig vor der Toilette Schlange stehen, so wie die Kühe vor dem Melkroboter.

Neben Klauenverletzungen ist übrigens die dauerhafte Euterentzündung der Milchkühe mit der Hauptgrund warum in der heutigen Landwirtschaft die Kühe nicht länger als 3-4 Jahre gemolken werden.

Durch die unnatürlich hohe Milchleistung sowie den ungünstigen Melkzyklus leidet jede Milckuh mehrmals in ihrem künstlich kurzen Leben unter Euterentzündungen.

Wie Sie sicher wissen darf ja eine bestimmte Anzahl an Blutkörperchen und Eiterzellen in der Milch sein.
Eine kranke Kuh darf so also weiter gemolken und die Milch im Tank ausreichend verpanscht werden.

In einem Teelöffel sind so 2 Millionen Eiterzellen erlaubt, im Glas Milch dürfen so 135 Millionen Eiterzellen sein, aber vielleicht sind diese Messwerte ja auch nur aufgrund moderner Technik entstanden?

Früher fiel ja Eiter an sich durch bloßen Anblick nicht auf und Blut auch erst sobald die Milch rosa aus dem Euter kam.

Ja Sie merken das ist ein kleiner Seitenhieb zu Punkt 3 auf den ich auch noch kommen werde.

Ein kleiner Link hierzu:
http://www.meine-lebensfreude.de/60701/104401.html

Interessant hierbei wie auf das Nachlassen der Milchleistung als besorgniserregend hingewiesen wird und nicht der Eiterfund beziehungsweise die Schmerzen welche die Kuh dadurch hat.

Aber auch anmerkenswert dass eine Milchkuh oft weniger als 3 Melkzyklen/Schwangerschaften durchläuft da dann die Euterentzündungen oft chronisch und so ausgeprägt sind dass die Kuh mit ihrer Milch nicht mehr im Betrieb tragbar ist.



Zu Punkt zwei würde ich gerne anmerken:

Cystin wird auch aus Federn von Schlachtgeflügel gewonnen, rote natürliche Farbstoffe könnte man genauso gut aus roten Früchten und Gemüsen gewinnen, warum gerade zerdrückte Läuse so beliebt sind kann ich mir auch nicht erklären.
Vor allem da es bei diesem natürlichen Farbstoff öfter zu allergischen Reaktionen kommt, ganz unbedenklich sind sie also nicht.
In Brot sind aber auch noch viele andere fragwürdige Dinge. Zahlreiche Chemikalien um schnell aus Mehl gleichförmige, luftreiche Brötchen zu machen.

Ihr Hinweis auf die giftige Chemikalie die ganz undeklariert bei Schorlen eingesetzt werden darf finde ich hingegen bemerkenswert, dies war nicht mal mir bekannt, ich werde mich damit genauer befassen.


3) Labortechnik wird für Skandale missbraucht

Daran besteht erstmal kein Zweifel, dass Sie aber abwiegeln wollen dass hierbei etwa nur Spuren von Pferdefleisch gefunden wurden finde ich aber ein wenig fragwürdig.

Gut, wenn man sieht das in England etwa nur 10.000 Rennpferde jedes Jahr geschlachtet werden scheint das im Vergleich mit Rindern recht niedrig.
Genauso werden im Rest Europas größtenteils Rennpferde beziehungsweise Ferienhoffohlen die nicht mehr niedlich genug sind zum Schlachter gekarrt.

Links hierzu:

Rennpferde:
http://www.horseracingkills.com/5_2.html
http://www.forbes.com/sites/vickeryeckhoff/2011/11/29/racing-industry-silent-about-slaughtered-thoroughbreds/

Freizeitbauernhoffohlen:
http://www.4planet.de/magazin/natur/181-eu-subventioniert-fohlenschlachtung

Da man aber garnicht soviel Pferdefleischgourmets findet wie man Tiere entsorgen muss,dürfte doch hier weit mehr als nur Spuren zusammenkommen.

Da Pferdefleisch, einmal zu Hack geworden und gewürzt, in einer Lasagne oder Nudel nicht mehr zu identifizieren ist, nicht mal wenn es 100% Pferd wäre, würde ich gerne wissen wer denn Ihre Quelle zu den 'Pferdespuren' war.

Es ist nun mal leider Tatsache dass sobald ein Tier durch den Wolf gedreht wurde, nicht mal mehr Mensch von Schwein zu unterscheiden ist, mit der entsprechenden Würzung kann man auch Hund in die Wurst drehen.

Etwas worauf man in England vielleicht mal testen sollte da die Hundesportindustrie hier jährlich ebenfalls tausende an Tieren entsorgen muss.
Meistens werden diese Tiere ja erschlagen oder erschossen, aber auch der Export nach Asien scheint vorzukommen.

Artikel hierzu auf englisch:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-396015/The-killing-fieldsof-10-000-greyhounds-old-race.html

Genauso wie die Rennpferde, sind Rennhunde schon nach wenigen Jahren verbraucht und werden getötet.
Pferde mit circa 5 Jahren, Hunde mit 3-4.

Tja, und warum perfekt gutes Pferdefleisch an Hund und Katz verfüttern wenn man mehr dran verdient wenn man es als Rindfleisch verpanscht?
Farbe und Struktur sind sich schon recht ähnlich, als Hack nicht mehr zu sagen was es mal war.


Punkt vier gebe ich Ihnen vollkommen recht.
Es ist ein Skandal wie undurchsichtig die Verordnungen und Gesetze teilweise sind, aber das ist nicht nur im Lebensmittelbereich so.
Und vor allem gerade die kleinen Betriebe leiden darunter, man kann als normaler Bürger ja fast keine eigene Existenzgründung mehr machen da die Gesetze alle für große Betriebe ausgelegt sind was ein kleiner Unternehmer garnicht mehr erfüllen kann und sich Ausnahmeregelungen suchen muss, oder zumachen.

Die EU-Hygieneverordnung etwa führte zu einer umweltrechtlichen Katastrophe.

Da diese Verordnung so undurchsichtig ist, haben viele Landwirte die streng geschützten und harmlosen Schwalben aus den Ställen verbannt.
Die Hygieneverordnung bezog sich  darauf das Nutzgeflügel und Schweine wegen der Schweine-/Geflügelpest/Salmonellen  nicht im selben Stall sein dürfen, sowie dass Ungeziefer wie Ratten und Schadinsekten bekämpft werden müssen.

Dummerweise bezogen viele Landwirte das Salmonellen- und Pestproblem auch auf die Schwalben welche weder Salmonellen noch Geflügelviren auf Nutztiere übertragen.
Da die Schwalben eh schon bedroht sind war diese Verordnung natürlich eine Katastrophe und selbst nachdem dies offiziell belegt wurde das Schwalben harmlos sind und geduldet werden müssen, geht dieser Unsinn immer noch um.

Bei Punkt 5 ...Begriff natürlich/unnatürlich ...

Eine Banane ist natürlich, egal ob Wildbanane oder gelbe Zuchtbanane.


Unnatürlich wird es dann wenn Lachsgene in Tomaten oder Bakteriengene in Mais eingesetzt werden.
Und auch das Orange der Karotte ist natürlich.
Wäre das entsprechende Farbgen nicht in der Karotte gewesen, hätte man es nicht herauszüchten können.
Die Niederländer haben hier nichts reingebastelt, Gentechnik gab es damals noch nicht.

Klar sind viele unserer Lebensmittel fernab der Urform, normale Züchtung führt aber nicht zu unnatürlichen Resultaten.
Ein Zuchtapfelbaum kann in der Wildnis genauso ohne Menschenhilfe wachsen wie ein Wildapfel.
Ein Zuchtschaf kann auch ohne Mensch in der Wildnis überleben.

Unnatürlich  wäre etwa die forcierte Milchleistung der Kühe die in der Wildnis nie tragbar oder machbar wäre und nur mit unnatürlichen Maßnahmen zu schaffen ist, in Amerika unter anderem auch mit dauerhaftem Hormoneinsatz.

Unnatürlich ist auch die Wolleistung der Schafe, oder die Legeleitung der Hühner was in freier Natur nie passieren könnte.
Hält man Legehühner normal und würde nicht durch Licht- und Temperaturbeeinflussung und die Wegnahme der Eier die Henne im Legemodus halten, würde auch eine Legehenne weit weniger Eier als die geforderten 300 legen.

Auch eine Milchkuh oder Legehenne kehrt unter natürlichen Umständen zu einem normalen Verhalten bzw Leistung zurück.

Der Mensch mag z.B. bittere Pflanzen nicht, auch wenn man sehr viele Wildformen problemlos essen kann.
Also hat er die am wenigsten bittere genommen und damit weiter gezüchtet, selektiert.
Daran ist so gesehen nichts unnatürliches.

Auch in der Natur kommt ohne den Mensch so etwas vor.

Die Zirbelkiefer etwa hat sehr dicke, schwere und nährstoffreiche Samen ausgebildet wohingegen andere Nadelbäume leichte, flugfäige Samen haben.

Hier hat kein Mensch die fettreichen, schweren Samen gezüchtet, sondern die Symbiose von Tannenhäher und Zirbelkiefer hat dafür gesorgt.
Diese hat sich über viele hunderttausende Jahre entwickelt und beide Arten sind aufeinander angewiesen.

Die Zirbelkiefer gab ihre leichten, selbstverbreitenden Samen auf weil der Tannenhäher die Samen sammelt und vergräbt an Orten mit feuchtem, erdigen Boden in Brachen wo die Chance groß ist das neue Bäume wachsen.
So brauchte der Baum keine Flugsamen mehr.
Der Tannenhäher hingegen benötigt genauso die Zirbelkiefer da diese wesentlich energiereicher als etwa Erdnüsse sind und er so den Winter übersteht.

Ohne den jeweils anderen, sind beide Arten aufgeschmissen.

Derselbe Grund warum Bäume und Sträucher leuchtende, süße Beeren und Früchte produzieren.
Eigentlich unpraktisch da die Pflanze damit viel Energie verbraucht und die Samen nicht mit dem Wind verteilt werden.

Dafür tun Tiere das.

Man könnte also sagen dass dicke, saftige Äpfel eine Belohung der Pflanze für uns sind damit wie sie weiter verbreiten..und in der Hinsicht hat da ja prima geklappt.
Das diese Äpfel größer und weniger sauer beziehungsweise gerbstoffreich sind ist immer noch natürlich.

Auch die Paprika wollte gegessen werden damit sich ihre Samen verbreiten, normalerweise durch Vögel, daher schmecken diese auch bei der Urform die höllische Schärfe nicht.
Säugetierdärme wären hingegen für die Samen hinderlich gewesen, deswegen der scharfe Geschmack.

Auch hier wurden keine Gene ausgeknockt sondern durch natürliche Zuchtauslese Formen mit weniger Schärfe gezüchtet, süß war die Paprika damals schon, Mensch schmeckte es nur nicht über die Schärfe.

Vielleicht hätte sich das auch ohne Zuchteingriff entwickelt, in weit größeren Zeiträumen so wie bei der Zirbelkiefer,möglich wäre es gewesen.

Unnatürlich wäre alles was einem Organismus das Überleben schwer macht, wie etwa wenn man Fell und Federn wegzüchtet und dem Organismus in freier Natur das Überleben unmöglich wäre.
Oder Hähnchen die so schwer sind das sie durch ihr eigenes Gewicht Schaden nehmen, Knochen brechen und Organe versagen wenn diese noch nicht einmal ausgewachsen sind.


Punkt sechs: Unsere Großteltern ernährten sich nicht besser

Ja,das stimmt größtenteils, schließlich war dies die Zeit der Industrialisierung und der Weltkriege.

Was hiermit oft etwas ungeschickt versucht wird, ist zu sagen dass eine Ernährung ohne moderne Snacks und Fertiggerichte beziehungsweise selbstgekocht mit frischen Zutaten einfach gesünder ist was Sie ja auch ansprechen.

Das es damals schon Panscherei und Skandale gab ist auch klar, Geldgier beschränkt sich auf kein Zeitalter.

Was man aber heute noch sehen kann bei den Völkern die ausreichend Nahrungund Krankenversorgung  haben und sich wie unsere Vorfahren ernähren, sie sind weitaus gesünder als unsere tierlastige, chemiegeschönte, moderne Zivilisation.

Nicht umsonst könnte man viele Beschwerden mit einer mehr 'ursprünglicheren' Ernährung bessern oder gar kurieren.
Interessanterweise sind sowohl reiche Altägypter, Römer und mittelalterliche Adlige von denselben 'modernen' Krankheiten befallen wie wir heutzutage.

Diese aßen große Mengen tierische Produkte, Weissmehl und Süßspeisen, so wie etwa wir heutzutage.
Mumien beziehungsweise Körperfunde/Skelette zeigen uns dass unsere modernen Beschwerden garnicht so modern sind.

Viele Bauern haben sich so eigentlich besser ernährt als das reiche Volk, da es aber Hungersnöte, Erntekatastrophen, Kriege und dergleichen gab, mangelte es oft an Nahrung, selbst sauberem Wasser.
Hätte das niedere Volk aber ausreichend Nahrung gehabt und wäre nicht den Unwillen der Natur und Herren unterworfen gewesen, wären diese wohl gesünder alt geworden als die hohen Herrschaften.



Da es jetzt etwas lang wird, folgt der zweite Teil alsbald.

















Donnerstag, 21. Februar 2013

Kommerzieller Pferdesport in Deutschland/England liefert von Pferdefleisch

Nein, es sind keine eingeschläferten Tiere wie die Nachrichten berichteten.

Eingeschäferte Tiere bluten nicht mehr aus, das Fleisch ist nicht genießbar.
Ausserdem werden zum einschläfern hochgiftige Substanzen benutzt, wie sonst soll denn das Pferd da 'einschlafen'?

Nein, es sind Sportpferde aus dem Renn-, Spring- und Dressursport.
Größtenteils sehr junge Pferde die in den ersten Jahren ausgemustert werden weil sie nicht den Erwartungen entsprechen.

Es werden jedes Jahr tausende von Pferden für die einzelnen Sportarten gezüchtet, aber nur ein paar Prozent erfüllen die Erwartungen.
Der Privatpferdemarkt kann garnicht den ganzen Überschuss aufnehmen, diese Pferde aus Deutschland, England, Frankreich etc landen dann auf dem Schlachthof.

Die Schmerz- und Muskelentspannungsmittel brauchen mehrere Monate bis sie aus dem Körper der Profipferde ausgeschieden sind.
Aber soviel Zeit haben die Händler nicht, die Pferde werden verkauft und sind in spätestens einer Woche zu Fleisch gemacht worden.

Und genau wegen diesem Schmerz- und  Muskelentspannungsmittel wurde das Pferdefleisch als unsicher eingestuft...ein Mittel welches sich polnische Bauern garnicht für ihre Tiere leisten können oder wollen.

Nein, keine armen, geschundenen Bauernhofpferde machen den Großteil des Pferdefleisches aus, sondern Sportpferde.

Und warum kommt das nicht in den Nachrichten?
Weil es dem professionellem Pferdesport schaden könnte wenn publik wird dass 98% der Pferde die dafür gezüchtet werden das Auswahlverfahren bzw die ersten paar Sportjahre nicht überstehen.

So wie es auch in England mit dem Hundesport passiert ist.

Dort wurde bekannt dass über 90% der Greyhounds nach den ersten paar Rennjahren erschlagen, erschossen oder gar lebendig verscharrt wurden da sie dann nicht mehr schnell genug waren und die Besitzer keine weiteren Kosten haben wollten.

Der Hunderennsport in England hat nach dieser Enthüllung einigen Schaden genommen.
Und wenn endlich mal richtig publik gemacht würde dass die so bewunderten, beliebten Sportpferde auch nur ausgenutzt und entsorgt würden...

Sogar berühmte Rennpferde landen dann z.B. auf dem Teller.


Selbst ein sehr bekannter Zuchthengst endete schließlich als Fleisch.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_(horse)

Mit 5 Jahren werden die meisten Rennpferde aussortiert, die welche nicht hochprämiert werden und damit zur Zucht taugen, landen auf dem Schlachthof..und hochprämiert sind eben nur wenige.

http://www.forbes.com/sites/vickeryeckhoff/2011/11/29/racing-industry-silent-about-slaughtered-thoroughbreds/

5 Jahre alt und reif für Schlachthaus weil sie nicht mehr schnell genug sind und durch das zu frühe brutale Training der Körper nicht mehr mitmacht...

Das ist der wahre Pferdefleischskandal.

http://www.faniq.com/blog/Race-Horses-Slaughtered-Blog-24940


Jährlinge die nicht perfekt sind landen ebenso beim Schlachter, die dann allerdings eher erstmal beim Mäster in Frankreich und werden als Edelfleisch serviert.

http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/06/racehorse-slaughter-animal-welfare

http://www.guardian.co.uk/uk/2006/oct/01/horseracing.sport

http://www.horsefund.org/horse-racing-through-the-slaughter-pipeline-part4.php





Mittwoch, 20. Februar 2013

Jungvogel gefunden, hilflos oder keine Hilfe nötig?

Manchmal herrscht ja Uneinigkeit ob man einem Jungvogel helfen muss oder ob dieser schon groß genug ist und versorgt wird.

Jungvögel als Nesthocker die größtenteils unbefieder sind werden ausserhalb des Nestes nicht! versorgt.

Da rein evolutionär ein Vogel der nicht vor einem Feind wegfliegen oder z.b. wie ein Entenküken ins Wasser flüchten kann, eine leichte Beute ist...

..werden die Eltern keine Nahrung an ein Jungtier verschwenden dass nicht fliehen kann und lassen es daher ausserhalb des Nestes verhungern.

 Doch auch befiederte Jungtiere könnten noch etwas zu jung sein um von den Eltern ausserhalb des Nestes versorgt zu werden, Merkmale bzw Hilfen dazu seht ihr auf dem Merkblättern.



Die oberen vier Tierchen sind hilfsbedürftig, die beiden unteren sind flügge bzw stehen kurz davor.

Der Mauersegler hingegen ist ein Sonderfall..warum das lest ihr auf dem Merkblatt.


Ihr könnt diese auch gerne teilen um anderen Leuten ebenfalls zu helfen.

Dienstag, 19. Februar 2013

Crowbuster-oder wie sich die Jägerschaft selber ins Bein schießt



http://www.nabu.de/nabu/nh/2012/2/14780.html

''Obwohl die Tiere gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützt sind, setzen sich die meisten Bundesländer durch Ausnahmeregelungen und Verordnungen auf Druck der Jagdlobby über die Regelung hinweg und erlassen Jagdzeiten, die teils bis in die Brutzeiten hineinreichen.

In Niedersachsen schlagen beispielsweise immer mehr Landkreise diesen Weg ein und werden vom Landwirtschaftsministerium sogar noch unterstützt.''



Na wo bleibt denn da die zitierte Liebe zur Natur, der Natur- Umwelt- und Tierschutz?

''Die Bestände der Raben- und Nebelkrähen sind demzufolge bundesweit seit zwei Jahrzehnten konstant, mit nur geringen regionalen Schwankungen. ''

Trotzdem argumentieren die Jagdverbände für ihre Massentötungen damit, dass es zuviele Krähen gäbe.
Genauso wie halt die Mär vom bösen Wolf..den kann man ja nicht mehr als Feindbild hernehmen und zur 'Regulierung' blasen, also muss was Neues her an dem sich pubertär anmutende Hooligans mit ihrer Flinte auslassen können.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83679165.html

http://www.wildtierschutz-deutschland.de/2011/10/der-jagd-ein-gesicht-geben-rabenvogel.html

Und solange die Jagdverbände so etwas durchdrücken mit fadenscheinigen Begründungen welche nicht mal halbherzig die Lust am Töten als einzig wahren Grund übertünchen, muss keiner die Jagdverbände schlecht machen.

Das tun sie ganz gut selber.

Anbei ein kleiner Google-Bildersuche Screenshot was man so findet wenn man Crowbuster eingibt.

Will die Jägerschaft ihr schlechtes Image loswerden sollten sie solche Aktionen und die Personen die dahinter stehen tunlichst vermeiden.

Den Personen den wirklich was am Fortbestand von Hase, Kibitz und Rebhuhn liegen sorgen dafür das Feuchtbiotiope, Hecken und natürliche Waldränder erhalten bleiben und nicht der Flurverunstaltung zum Opfer fallen.

Denn das ist es was diesen Tierarten wirklich das Leben schwer macht, dass ihnen Plätze fehlen wo sie Nahrung und Unterschlupf finden.


Montag, 18. Februar 2013

Die Pflanzzeit geht los...

Was haben Moorleichen mit Blumenerde gemeinsam?

Auch in Ihrer Blumenerde könnte ein kleingehäckseltes Stück Geschichte stecken.




Die Maschinen welche den Torf abbauen fräsen und häckseln sich durch die Erde, alles zermalmend was ihnen vor die Zähne kommt.

Früher musste Torf per Hand abgestochen werden und man konnte Torfleichen am Stück finden.

Heutzutage besteht dazu keine Chance mehr, deswegen entsorgen Mafiosi auch Leichen im Holzhäcksler, das ist in etwa das gleiche Konzept.


Fein zerkleinert merkt man weder was vom Pferd in der Lasagne, noch von der Moorleiche in der Blumenerde.

Ausserdem versumpft Blumenerde auf Torfbasis, kleine Insekten lieben es zum vermehren, sie sackt zusammen und wird zu feucht und wenn sie mal austocknet nimmt sie nur schwer Wasser auf.
Und sie schimmelt leicht..

Und natürlich zerstört der Abbau für Blumenerde die wertvollen Naturschätze aka Moore.

Gibt wie Sie sehen mehr als nur einen Grund um auf torffreie Blumenerde umzusteigen, gerade jetzt wo die Pflanzzeit wieder los geht.

Wie wäre es mit Kokoserde?

Sie ist staubarm, keimfrei, keine Schädlinge die drin eiern, schimmelfest, sie speichert Wasser ohne zu faulen, oder zusammenzusitzen und wenn sie mal ausgetrocknet ist nimmt sie bereitwillig wieder Wasser auf.

Kokoserde ist eigentlich pures Gold für schwierige Sämlinge, egal ob Palme, Tomate oder Kaktee.
Eine wirklich vielseitige, umweltschonende Erde und dazu wesentlich billiger als diverse Premium-Blumenerdemarken.

Schaun Sie doch einfach mal z.B. auf ebay...auch toll für Terrarien..

..und lassen Sie die Moorleichen dort wo sie hingehören...im Moor.

pic by commander pirx


Dienstag, 12. Februar 2013

Auf Facebook +60 Nester für den Tierschutzhof

Um ein breiteres Puplikum zu bekommen und besser mit dem Tierschutzhof Oberpfalz interagieren zu können, findet man uns jetzt auch auf facebook.

Tierschutzhof Oberpfalz

Und hier findet Ihr uns: Wildbirds and Bees

Wir suchen immer noch nach Sponsoren welche für das Nisthilfenprojekt spenden.

Diese Spenden werden direkt an den Tierschutzhof überwiesen mit dem Betreff Nisthilfe/Nest oder etwas in der Art. Spenden an den Tierschutzhof sind steuerlich absetzbar.

60 Nester sind schon fast fertig(der Feinschliff fehlt halt noch), größtenteils durch Spenden von Holzbrettern und ähnlichem Material dass wir für die Nisthilfen benötigen.

Doch wir brauchen nicht nur Nisthilfen für Vögel.

Auch die Igel brauchen unsere Hilfe da die meisten Menschen keine größeren Laub-Reisighaufen in ihren Gärten dulden und die Städte mit ihren Flurverunstaltungsmaßnahmen sogar während der Jungenaufzucht oder der Überwinterung die Unterschlüpfe der streng geschützten Igel  vernichten und die Igel so dringend sichere Unterschlüpfe brauchen die nicht mit 'Abfall' verwechselt werden.


Hierfür wollen wir aus Holzbeton wetterfeste, widerstandsfähige Igelhöhlen bauen und diese aufstellen.

Aufgrund ihrer Größe kostet deren Herstellung natürlich mehr, aber wir hoffen mit den 3 Euro pro Nisthilfe und den Materialspenden trotzdem genug zusammenzubekommen um einige Igelhöhlen fertigen können.


Ausserdem wäre es toll einige helfende Hände zu haben die etwa Mitte März beim anbringen der Nisthilfen mit dabei sind.


Man unterschätzt leicht was das für eine Arbeit ist, aber auch für die Feinarbeit wäre Hilfe willkommen.

Mit Kegel- und Kugelschleifer müssten die Nisthilfen innen noch glatt gemacht werden und einen Anstrich kriegen diese auch noch..bei 60 Nestern fallen 2 Personen irgendwann die Arme ab.

Wann genau das stattfindet wird noch abgesprochen und dann bekannt gegeben.

Für die, die es interessiert wird dann dieses Jahr auch noch irgendwann ein Workshop stattfinden in welchem ihr eure eigenen Nisthilfen fertigen könnt.

Der Unkostenbeitrag variiert je nachdem ob Ihr eine Fledermaushöhle, eine Vogelnisthilfe oder eine Igelhöhle bauen wollt.
Zusätzlich zum Unkostenbeitrag wird ein kleiner Betrag aufgeschlagen der dann dem Tierschutzhof zugute kommt da der Workshop wohl auch auf deren Gelände stattfinden wird.