Um ein breiteres Puplikum zu bekommen und besser mit dem Tierschutzhof Oberpfalz interagieren zu können, findet man uns jetzt auch auf facebook.
Tierschutzhof Oberpfalz
Und hier findet Ihr uns: Wildbirds and Bees
Wir suchen immer noch nach Sponsoren welche für das Nisthilfenprojekt spenden.
Diese Spenden werden direkt an den Tierschutzhof überwiesen mit dem Betreff Nisthilfe/Nest oder etwas in der Art. Spenden an den Tierschutzhof sind steuerlich absetzbar.
60 Nester sind schon fast fertig(der Feinschliff fehlt halt noch), größtenteils durch Spenden von Holzbrettern und ähnlichem Material dass wir für die Nisthilfen benötigen.
Doch wir brauchen nicht nur Nisthilfen für Vögel.
Auch die Igel brauchen unsere Hilfe da die meisten Menschen keine größeren Laub-Reisighaufen in ihren Gärten dulden und die Städte mit ihren Flurverunstaltungsmaßnahmen sogar während der Jungenaufzucht oder der Überwinterung die Unterschlüpfe der streng geschützten Igel vernichten und die Igel so dringend sichere Unterschlüpfe brauchen die nicht mit 'Abfall' verwechselt werden.
Hierfür wollen wir aus Holzbeton wetterfeste, widerstandsfähige Igelhöhlen bauen und diese aufstellen.
Aufgrund ihrer Größe kostet deren Herstellung natürlich mehr, aber wir hoffen mit den 3 Euro pro Nisthilfe und den Materialspenden trotzdem genug zusammenzubekommen um einige Igelhöhlen fertigen können.
Ausserdem wäre es toll einige helfende Hände zu haben die etwa Mitte März beim anbringen der Nisthilfen mit dabei sind.
Man unterschätzt leicht was das für eine Arbeit ist, aber auch für die Feinarbeit wäre Hilfe willkommen.
Mit Kegel- und Kugelschleifer müssten die Nisthilfen innen noch glatt gemacht werden und einen Anstrich kriegen diese auch noch..bei 60 Nestern fallen 2 Personen irgendwann die Arme ab.
Wann genau das stattfindet wird noch abgesprochen und dann bekannt gegeben.
Für die, die es interessiert wird dann dieses Jahr auch noch irgendwann ein Workshop stattfinden in welchem ihr eure eigenen Nisthilfen fertigen könnt.
Der Unkostenbeitrag variiert je nachdem ob Ihr eine Fledermaushöhle, eine Vogelnisthilfe oder eine Igelhöhle bauen wollt.
Zusätzlich zum Unkostenbeitrag wird ein kleiner Betrag aufgeschlagen der dann dem Tierschutzhof zugute kommt da der Workshop wohl auch auf deren Gelände stattfinden wird.
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Dienstag, 12. Februar 2013
Sonntag, 14. Oktober 2012
Lauter kleine Igelkinder, wo steckt Mamma?
Es kommt selten vor dass man das Glück hat einigermaßen gesunde Babyigel zu finden die nicht aufwendig gepflegt werden müssen.
Die meisten Igelkinder die man finden kann sind von wilden Tieren, Haushunden oder Geräten wie Mähern verletzt worden.
Manchmal, tragischerweise ist die Mutter getötet worden und die hungernden Babies laufen suchend umher, wenn man Glück hat findet man sie schnell.
Selten geht eine Geschichte so glücklich aus wie hier Igelbabies
Schaut doch einfach mal rein.
Und falls ihr selber einen Igel findet mit dem was nicht stimmt oder der bei Frost und Schnee umherirrt, hier gibts Infos was man am Besten macht.
Pro Igel
Die meisten Igelkinder die man finden kann sind von wilden Tieren, Haushunden oder Geräten wie Mähern verletzt worden.
Manchmal, tragischerweise ist die Mutter getötet worden und die hungernden Babies laufen suchend umher, wenn man Glück hat findet man sie schnell.
Selten geht eine Geschichte so glücklich aus wie hier Igelbabies
Schaut doch einfach mal rein.
Und falls ihr selber einen Igel findet mit dem was nicht stimmt oder der bei Frost und Schnee umherirrt, hier gibts Infos was man am Besten macht.
Pro Igel
Freitag, 12. Oktober 2012
Was macht ihr denn so?
Ja, stimmt..darüber steht hier eigentlich noch nicht viel.
Also..wir, als freiwillige Helfer bauen Nisthilfen vom Vogel, zum Siebenschläfer bis zum Igel.
Aus Holz kennen dass ja die Meisten.
Machen wir auch welche, das Hauptaugenmerk liegt aber auf Holzbeton.
Was genau ist das?
Eine Mischung aus Zement und feinem Sägemehl das klimaausgleichend wirkt, atmungsaktiv ist, leichter als Beton aber stabiler als Holz.
Wenn also der Zahn der Zeit bzw der Schnabel des Spechts daran arbeitet, hält das ein Jahrzehnt länger als Holz..durchschnittlich.
Spechte brechen hin und wieder normale Holzkästen und Naturnester auf um sich einen Snack zu holen, bei Holzbeton nicht, das tut am Schnabel weh.
Holzbeton, da braucht man eine Form.
Für kleine Dinge reicht was zum draufformen wo man den Brei draufklatscht.
Für große Dinge wie eine Igelhöhle braucht man eine Innen- und eine Außenform, sonst fällt es zusammen wie ein Souffle.
Wenn das dann mal fest geworden ist kann man ausschalen und voila...auf die Igelhöhle kann man sich sogar draufstellen, oder setzen, oder als Gartentisch benutzen.
Aber jetzt erstmal die Bilder.
Dass da war der erste erfolgreiche Durchlauf, mit Leinölfarbe wetterfest gestrichen.
Leinölfarbe ist neben Kalkfarbe das einfachste und umweltfreundlichste was man tun kann.
Und sehr haltbar.
Leinöl hat den Vorteil sehr tief zwischen die Holzfasern dringen zu können, verharzt dann und bildet eine wetterfeste Schicht über die man ohne große Vorbereitungen immer wieder drüberstreichen kann.
Ein Teil Leinölfirnis, 3 Teile Pigmentpulver.
Klümpchenfrei verrühren und streichen..fertig.
Bei dem Verhältnis von Leinöl(firnis) und Pigment deckt das auch beim ersten Anstrich.
Igelhöhle:
Der Vorteil von Holzbeton ist dass der Igel einen wirklich sicheren Unterschlupf hat.
Sucht er sich diesen im Laub oder unter Sträuchern kommt es schon mal zu tragischen Unfällen mit Rasenmähern, Heckenschneidern und anderem Gerät.
Ausserdem kann man sie beliebig anmalen, Blumentöpfe drauf stellen zur Deko und wenn man im Frühjahr den Laubhaufen wieder weg haben will ist der Igel trotzdem geschützt.
Einfach Holzwolle, Kokosfaser oder Stroh und Laub hineinfüllen, schon ist es fertig.
Da kann Frau Igel im Sommer ihre Jungen aufziehen und den Winter verschlafen.
Im Winter würden wir rein zur Sicherheit empfehlen das Fallaub drüber zu häufeln und mit Astschnitt sicher zu beschweren.
Trägt über 100 Kilo Last.
Ah die neue Charge Nisthilfen...
Ausgeschaalt aber noch nicht fertig bearbeitet.
Da wir mit Materialspenden arbeiten sind keine zwei Nisthilfen gleich. Manchmal ist es auch frustrierend da man dadurch langsamer vorankommt oder z.b. bei Spezialnistkästen eventuell keine geeigneten Bretter hat oder viele schmale nehmen muss.
So einen Frustfall seht ihr hier, den Mauerseglerkasten
Das schöne knallgelb ist übrigens Leinölfarbe mit Erdpigment.
Der Nistkasten wird direkt unter dem Dach in die Schräge eingepasst, vier Nistkästen für den Koloniebrüter Mauersegler.
Das hier der Einschlupf schon wegen der Schräge sehr niedrig liegt, ist ideal für den Mauersegler.
Hinter diesem Vogel muss man nicht hinterherputzen, die räumen selber auf.
Unter dem Kasten seht ihr übrigens die Teile auf welche die Holzbetonnester für Schwalben aufgeformt werden.
Bis wir die richtige Mischung und Bauweise fertig hatten vergingen etliche frustrierende Monate und auch jetzt sind wir noch am rumprobieren wie man es verbessern kann.
Und hier nochmal die erste Charge ganz am Anfang, nach dem Ausschalen aber noch nicht bearbeitet.
Mit allem drum und dran, vom Formen bis zum letzten Anstrich und Abschleifen hat man dann für jedes einzelne Nest etwa eine Arbeitsstunde eingesetzt.
Das macht den Preis von etwa 20 Euro pro professionellem Nest (Firma Schwegler) verständlich.
Also..wir, als freiwillige Helfer bauen Nisthilfen vom Vogel, zum Siebenschläfer bis zum Igel.
Aus Holz kennen dass ja die Meisten.
Machen wir auch welche, das Hauptaugenmerk liegt aber auf Holzbeton.
Was genau ist das?
Eine Mischung aus Zement und feinem Sägemehl das klimaausgleichend wirkt, atmungsaktiv ist, leichter als Beton aber stabiler als Holz.
Wenn also der Zahn der Zeit bzw der Schnabel des Spechts daran arbeitet, hält das ein Jahrzehnt länger als Holz..durchschnittlich.
Spechte brechen hin und wieder normale Holzkästen und Naturnester auf um sich einen Snack zu holen, bei Holzbeton nicht, das tut am Schnabel weh.
Holzbeton, da braucht man eine Form.
Für kleine Dinge reicht was zum draufformen wo man den Brei draufklatscht.
Für große Dinge wie eine Igelhöhle braucht man eine Innen- und eine Außenform, sonst fällt es zusammen wie ein Souffle.
Wenn das dann mal fest geworden ist kann man ausschalen und voila...auf die Igelhöhle kann man sich sogar draufstellen, oder setzen, oder als Gartentisch benutzen.
Aber jetzt erstmal die Bilder.
Dass da war der erste erfolgreiche Durchlauf, mit Leinölfarbe wetterfest gestrichen.
Leinölfarbe ist neben Kalkfarbe das einfachste und umweltfreundlichste was man tun kann.
Und sehr haltbar.
Leinöl hat den Vorteil sehr tief zwischen die Holzfasern dringen zu können, verharzt dann und bildet eine wetterfeste Schicht über die man ohne große Vorbereitungen immer wieder drüberstreichen kann.
Ein Teil Leinölfirnis, 3 Teile Pigmentpulver.
Klümpchenfrei verrühren und streichen..fertig.
Bei dem Verhältnis von Leinöl(firnis) und Pigment deckt das auch beim ersten Anstrich.
Rauchschwalbennisthilfe, bzw auch geeignet für Spatzen, Haus- und Gartenrotschwanz, Zaunkönig und Amseln
Igelhöhle:
Der Vorteil von Holzbeton ist dass der Igel einen wirklich sicheren Unterschlupf hat.
Sucht er sich diesen im Laub oder unter Sträuchern kommt es schon mal zu tragischen Unfällen mit Rasenmähern, Heckenschneidern und anderem Gerät.
Ausserdem kann man sie beliebig anmalen, Blumentöpfe drauf stellen zur Deko und wenn man im Frühjahr den Laubhaufen wieder weg haben will ist der Igel trotzdem geschützt.
Einfach Holzwolle, Kokosfaser oder Stroh und Laub hineinfüllen, schon ist es fertig.
Da kann Frau Igel im Sommer ihre Jungen aufziehen und den Winter verschlafen.
Im Winter würden wir rein zur Sicherheit empfehlen das Fallaub drüber zu häufeln und mit Astschnitt sicher zu beschweren.
Trägt über 100 Kilo Last.
Ah die neue Charge Nisthilfen...
Ausgeschaalt aber noch nicht fertig bearbeitet.
Da wir mit Materialspenden arbeiten sind keine zwei Nisthilfen gleich. Manchmal ist es auch frustrierend da man dadurch langsamer vorankommt oder z.b. bei Spezialnistkästen eventuell keine geeigneten Bretter hat oder viele schmale nehmen muss.
So einen Frustfall seht ihr hier, den Mauerseglerkasten
Das schöne knallgelb ist übrigens Leinölfarbe mit Erdpigment.
Der Nistkasten wird direkt unter dem Dach in die Schräge eingepasst, vier Nistkästen für den Koloniebrüter Mauersegler.
Das hier der Einschlupf schon wegen der Schräge sehr niedrig liegt, ist ideal für den Mauersegler.
Hinter diesem Vogel muss man nicht hinterherputzen, die räumen selber auf.
Unter dem Kasten seht ihr übrigens die Teile auf welche die Holzbetonnester für Schwalben aufgeformt werden.
Bis wir die richtige Mischung und Bauweise fertig hatten vergingen etliche frustrierende Monate und auch jetzt sind wir noch am rumprobieren wie man es verbessern kann.
Und hier nochmal die erste Charge ganz am Anfang, nach dem Ausschalen aber noch nicht bearbeitet.
Mit allem drum und dran, vom Formen bis zum letzten Anstrich und Abschleifen hat man dann für jedes einzelne Nest etwa eine Arbeitsstunde eingesetzt.
Das macht den Preis von etwa 20 Euro pro professionellem Nest (Firma Schwegler) verständlich.
Donnerstag, 20. September 2012
Ein Wetter zum einigeln...
Langsam wird es ungemütlich.
Nicht einfach 'verregneter Sommer' ungemütlich sondern 'Nix zu essen, keine Wohnung und so kalt dass sich einem die Stacheln aufstellen'-kalt.
Was vielen Leuten nicht bekannt ist, es gibt zwei Igelarten in Deutschland.
Der Weissbrustigel ist vom Aussterben bedroht, manche sagen er sei es schon.
Wie der Name schon sagt kann man ihn an der hellen Unterseite erkennen.
Wenn es um die Igelfütterung geht mögen viele Leute sagen..
"Ach das sind doch Wildtiere, wenn wir eingreifen und sie füttern findet keine natürliche Auslese statt"
Oder auch:
"Warum sollte ich geschwächte Tiere/Jungtiere oder imWinter herumlaufende Igel einfangen und pflegen= Natürliche Auslese!"
Leider so nicht zu sagen.
Das trifft nur zu wenn es sich um eine intakte Umwelt handelt.
Aber wann habt Ihr das letzte Mal einen Garten mit wilder Wiese, Fallobstbäumen, wildem Gestrüpp voller Beeren und Nüsse und jeder Menge Reisig gesehen?
So in etwa wie hier:
http://www.das-wilde-gartenblog.de/
und
http://www.siggi0001.de/html/biotop_im_garten_bild_27.html
Hier hingegen findet der Igel(und andere Wildtiere) eher nichts
Auch genannt..moderner Garten.
http://www.frischer-windt.de/moderner-garten.htm
http://foto.mein-schoener-garten.de/Moderner-Garten-neu-foto-617-15.html
Diese Gärten mögen ihren Charme haben, für Wildtiere könnte hier aber auch genauso eine Betonwüste sein.
Aber auch der eher bekannte Familiengarten mit kurzem Rasen, gestutzten Rosen und Rabatten bietet ziemlich wenig.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/ratgeber/der-familiengarten-1.2198467
Vor allem wenn noch kräftig Gift drauf gekippt wird. Dass Round up und Co nicht so harmlos sind wie von Monsanto gesagt, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein.
Eigentlich ja logisch dass etwas das ein Lebewesen umbringt, auch allen anderen schaden könnte.
Aber bei DDT und anderen Spritzmitteln wurde auch immer gesagt sie seien harmlos bis sich die Erkrankungen, Todesfälle und Umweltschäden nicht mehr unter den Rasen kehren ließen.
Genau das ist das Problem.
Gärten und selbst Felder und Wiesen sind kahl, ausgeräumt...nutzlos für Wildtiere.
http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Ein-absurdes-System-article421756.html
Feldhecken werden'bereinigt' Schutz und Nahrung verschwinden damit.
Sogar Feldränder werden mit Gift getränkt damit ja nichts anderes wächst ausser Gras.
Felder werden wie mit dem Staubsauger abgeerntet...innerhalb weniger Minuten ist alles weg und nur Erde bleibt zurück.
Früher fiel hierbei noch einiges an Getreide ab dass den Verlust der natürlichen Nahrung etwas wett machte.
Heute nicht mehr.
Ironischerweise bilden die Sträucher und Bäume an der Autobahn oft die meiste Nahrung und Schutz für Wildtiere...
Und die natürliche Auslese trifft nicht mehr zu, leider.
Es gibt oft gerade soviel Nahrung dass die Igel ihre Jungen groß kriegen, zum Winterspeck anfuttern fehlt es dann.
Wiesen kurz gemäht, Felder abgeerntet, Hecken geschnitten, Gärten ordentlich leer.
Kräftige, gesunde Tiere verhungern so im Winter oder sterben im Winterschlaf weil keine Reserven zum aufheizen da sind, deswegen ist es wichtig jeden! Igel dem man helfen kann auch zu helfen.
Zu kleine, leichte oder im Spätherbst, Winter und frühem Frühling herumirrende Igel brauchen Hilfe.
Es sind keine genetisch schwachen Tiere sondern meistens Opfer unserer ausgeräumten Un-Kulturlandschaft.
Es ist auch kein großes Problem Igel selber zu überwintern wenn man keine Wildtierstation in der Nähe hat.
Auch das ist gut machbar ..wenn man ein Gartenhaus, einen sehr kühlen Keller oder einfach einen Balkon hat.
Igel die man so gesund gepflegt und die sich Winterspeck anfuttern konnten, können so in die Winterruhe verfallen und sobald es wärmer wird setzt man sie wieder ins Freie oder wenn sie in einem Gartenhaus waren, lässt man sie raus falls sie kein Schlupfloch zum entkommen haben.
Eine gute Seite mit vielen Infos zum Thema Igel findet man hier:
Igel, Igel und nochmals Igel
Wichtig ist halt dass der Igel möglichst kühl aber geschützt gegen zu niedrige Temperaturen überwintern kann.
Eine extra Lage Laub oder Stroh über dem Igelhaus schadet nicht, zuwenig kann hingegen tödliche Folgen haben.
Als Wildtiere werden Igel übrigens vom Tierarzt kostenlos behandelt.
Es gibt also keinen Grund sich blind zu stellen.
Am besten nimmt man die stacheligen Gesellen mit einem dicken Handtuch auf und setzt sie in einen Karton zum transportieren.
Wenn dem Igel soweit nichts fehlt und er ein Wurmmittel sowie etwas gegen äusserliche Parasiten bekommen hat, kann man genügend schwere Igel wieder in der Nähe des Fundortes frei lassen.
Für genauere Infos einfach dem oberen Link folgen...katzensichere Igelhäuser zum füttern und überwintern kann man gut selber bauen.
Ansonsten kann man eine Schale Nahrung unter eine Palette stellen.
Diese ist zu niedrig für Katzen um bequem zu essen, Igel haben das Problem nicht.
Nicht einfach 'verregneter Sommer' ungemütlich sondern 'Nix zu essen, keine Wohnung und so kalt dass sich einem die Stacheln aufstellen'-kalt.
Was vielen Leuten nicht bekannt ist, es gibt zwei Igelarten in Deutschland.
Der Weissbrustigel ist vom Aussterben bedroht, manche sagen er sei es schon.
Wie der Name schon sagt kann man ihn an der hellen Unterseite erkennen.
Wenn es um die Igelfütterung geht mögen viele Leute sagen..
"Ach das sind doch Wildtiere, wenn wir eingreifen und sie füttern findet keine natürliche Auslese statt"
Oder auch:
"Warum sollte ich geschwächte Tiere/Jungtiere oder imWinter herumlaufende Igel einfangen und pflegen= Natürliche Auslese!"
Leider so nicht zu sagen.
Das trifft nur zu wenn es sich um eine intakte Umwelt handelt.
Aber wann habt Ihr das letzte Mal einen Garten mit wilder Wiese, Fallobstbäumen, wildem Gestrüpp voller Beeren und Nüsse und jeder Menge Reisig gesehen?
So in etwa wie hier:
http://www.das-wilde-gartenblog.de/
und
http://www.siggi0001.de/html/biotop_im_garten_bild_27.html
Hier hingegen findet der Igel(und andere Wildtiere) eher nichts
Auch genannt..moderner Garten.
http://www.frischer-windt.de/moderner-garten.htm
http://foto.mein-schoener-garten.de/Moderner-Garten-neu-foto-617-15.html
Diese Gärten mögen ihren Charme haben, für Wildtiere könnte hier aber auch genauso eine Betonwüste sein.
Aber auch der eher bekannte Familiengarten mit kurzem Rasen, gestutzten Rosen und Rabatten bietet ziemlich wenig.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/ratgeber/der-familiengarten-1.2198467
Vor allem wenn noch kräftig Gift drauf gekippt wird. Dass Round up und Co nicht so harmlos sind wie von Monsanto gesagt, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein.
Eigentlich ja logisch dass etwas das ein Lebewesen umbringt, auch allen anderen schaden könnte.
Aber bei DDT und anderen Spritzmitteln wurde auch immer gesagt sie seien harmlos bis sich die Erkrankungen, Todesfälle und Umweltschäden nicht mehr unter den Rasen kehren ließen.
Genau das ist das Problem.
Gärten und selbst Felder und Wiesen sind kahl, ausgeräumt...nutzlos für Wildtiere.
Feldhecken werden'bereinigt' Schutz und Nahrung verschwinden damit.
Sogar Feldränder werden mit Gift getränkt damit ja nichts anderes wächst ausser Gras.
Felder werden wie mit dem Staubsauger abgeerntet...innerhalb weniger Minuten ist alles weg und nur Erde bleibt zurück.
Früher fiel hierbei noch einiges an Getreide ab dass den Verlust der natürlichen Nahrung etwas wett machte.
Heute nicht mehr.
Ironischerweise bilden die Sträucher und Bäume an der Autobahn oft die meiste Nahrung und Schutz für Wildtiere...
Und die natürliche Auslese trifft nicht mehr zu, leider.
Es gibt oft gerade soviel Nahrung dass die Igel ihre Jungen groß kriegen, zum Winterspeck anfuttern fehlt es dann.
Wiesen kurz gemäht, Felder abgeerntet, Hecken geschnitten, Gärten ordentlich leer.
Kräftige, gesunde Tiere verhungern so im Winter oder sterben im Winterschlaf weil keine Reserven zum aufheizen da sind, deswegen ist es wichtig jeden! Igel dem man helfen kann auch zu helfen.
Zu kleine, leichte oder im Spätherbst, Winter und frühem Frühling herumirrende Igel brauchen Hilfe.
Es sind keine genetisch schwachen Tiere sondern meistens Opfer unserer ausgeräumten Un-Kulturlandschaft.
Es ist auch kein großes Problem Igel selber zu überwintern wenn man keine Wildtierstation in der Nähe hat.
Auch das ist gut machbar ..wenn man ein Gartenhaus, einen sehr kühlen Keller oder einfach einen Balkon hat.
Igel die man so gesund gepflegt und die sich Winterspeck anfuttern konnten, können so in die Winterruhe verfallen und sobald es wärmer wird setzt man sie wieder ins Freie oder wenn sie in einem Gartenhaus waren, lässt man sie raus falls sie kein Schlupfloch zum entkommen haben.
Eine gute Seite mit vielen Infos zum Thema Igel findet man hier:
Igel, Igel und nochmals Igel
Wichtig ist halt dass der Igel möglichst kühl aber geschützt gegen zu niedrige Temperaturen überwintern kann.
Eine extra Lage Laub oder Stroh über dem Igelhaus schadet nicht, zuwenig kann hingegen tödliche Folgen haben.
Als Wildtiere werden Igel übrigens vom Tierarzt kostenlos behandelt.
Es gibt also keinen Grund sich blind zu stellen.
Am besten nimmt man die stacheligen Gesellen mit einem dicken Handtuch auf und setzt sie in einen Karton zum transportieren.
Wenn dem Igel soweit nichts fehlt und er ein Wurmmittel sowie etwas gegen äusserliche Parasiten bekommen hat, kann man genügend schwere Igel wieder in der Nähe des Fundortes frei lassen.
Für genauere Infos einfach dem oberen Link folgen...katzensichere Igelhäuser zum füttern und überwintern kann man gut selber bauen.
Ansonsten kann man eine Schale Nahrung unter eine Palette stellen.
Diese ist zu niedrig für Katzen um bequem zu essen, Igel haben das Problem nicht.
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