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Mittwoch, 26. Juni 2013

Aktion Schwalbe 2013 offziell beendet-Analyse

Puh, also alleine war das stressig.

Aber meine Haare die mir deswegen ausgefallen sind wachsen gerade wieder nach.


Also was hat unsere Studie der diversen Nisthilfenformen denn nun ergeben?

Die Bauhilfe der diversen Naturschutzorganisationen ist...naja es geht gerade so.

Man viertelt eine 12 cm Styroporkugel und benutzt sie als Grundlage zum Nestbau.

http://darmstadt.bund.net/fileadmin/bundgruppen/bcmsovdarmstadt/service_und_beratung/voegel/4376_mehlschwalbennest.pdf



Die Teile sind winzig-als Nestgrundlage für Rauchschwalben geht das gerade so, aber selbst bei Rauchschwalben haben die kleinen Nester 15cm Innenlänge.

Das Nest hier rechts, das so klein wirkt ist mit einer 15cm Styroporkugel gemacht worden


Nestgröße 22 und 23 sind  eher unsere Standardnester die wir jetzt weiterhin bauen werden. Echt klein im Vergleich dazu das Winznest rechts, oder? Und dabei ist es noch größer als das was man mit der Bauanleitung basteln kann.

So eine Schwalbe ist zwar klein, aber sie mögen es geräumig.
Diese Mininisthilfen sind ungefähr so gut wie Kokosnüsse für Wellensittiche.

Früher dachte man leere Kokosnüsse wären prima Nistkästen für Wellensittiche.
Die Tiere nahmen diese Minihöhlen halt an weil sie nichts anderes bekamen.

In größeren Nisthilfen fühlten sie sich wohler und es gab mehr Nachwuchs, selbes bei den Schwalben.

Also wenn ihr dem Bauplan mit Stuckgips folgen wollt, nehmt keine 12 cm Kugel sondern eine 15 cm Kugel, viertelt die und umwickelt sie mehrmals mit Frischhaltefolie.
So lässt es sich gut auslösen.


15cm Styroporkugeln geviertelt ergeben ein recht gutes Rauchschwalbennest auf das sie aufbauen.
Ja das geht recht gut.




Doch auch Rauchschwalben lieben größere Nester.

Nester mit 15cm Länge, 8cm Höhe und 10 cm Tiefe sind bei beiden Schwalbenarten sehr beliebt.

Vergleicht man sie mit den Naturnestern sind sie riesig, doch die Schwalben sind begeistert.

Schwalben lieben es geräumig. Und wenn man sieht wie die Tiere in Italien bauen an den schön gebogenen Dachziegeln, dann versteht man das auch.

Die gebogenen  Ziegel bieten einfach mehr Halt, also wird größer gebaut.

pic by Heinz-Josef Lücking



Auch in Deutschland waren die Nester mal viel größer.

Die heutige kleine  Bauweise entspringt größtenteils der Not an gutem Baumaterial und unseren glatten Dächern und Wänden.
Große Nester halten einfach nicht mehr...und das ist schade.

http://egeeulen.de/inhalt/projekte/schwalben.php

Denn große Nester würden auch verhindern das der Kot an der Wand landet. Durch die lange Bauweise landet der Schiss am Boden, nicht an der Wand.


Schwalben lieben es übrigens noch an ihren Nestern bauen zu können.
Nester die fix und fertig sind, bzw die mit recht schmalem Eingang werden skeptisch beäugt.
Bei Schweglernestern kam es öfter vor das der Eingang aufgefeilt werden musste da er zu schmal für die Schwalben war.

Nester mit sehr breitem Eingang waren sehr beliebt. Schwalben wollen ein wenig mörteln, das liegt ihnen im Blut. Wenn es nichts zu mörteln gibt langweilen sie sich.

Ein ganzes Nest zu bauen ist stressig, aber ein klein wenig am Eigenheim herumzubauen ist ihnen eine Freude.

Un manchmal kommen dabei schräge Sachen raus.

Wie hier, ein Nest das völlig zugekleistert scheint, aber im Gegenteil...wenn man genau hinsieht dann reicht das Brett nicht ganz über das Nest.




Der Vogel hat also den kompletten vorderen Eingang zugemörtelt und schlüpf durch den oberen Spalt ins Nest.

Nun stehen zwei ideale Nestformen fest. Ein etwas längeres das nicht so hoch ist und ein recht tiefes das dafür kürzer ist.
Beide Nestformen werden gleich gut angenommen, die Vorliebe was man haben will hängt also mehr am Mensch und an dem was damit bezweckt wird.

Hat man nichts dagegen das der Kot am Boden landet, hauptsache von der Wand weg, kann man die lange Nestform nehmen.

Möchte man den Kot weg von der Wand haben und mit einem Kotbrett abfangen weil der Boden darunter sauber bleiben soll, wäre das kürzere Nest anzuraten was den Vögeln aber ähnlich viel Komfort bietet.


Dort wo schon Schwalben  leben bzw gebaut haben, wurden die Nester ohne zögern in Beschlag genommen.

Ob das Nest nun ein großes Einflugloch hatte das zugemörtelt werden konnte oder ein 2-3 cm weiter Spalt da war der rundum zugekleistert wurde war den Mehlschwalben egal.

Der Vorteil bei einem Spalt ist halt dass das Tier selber festlegen kann wo genau es den Eingang haben will.

Rauchschwalben mögen den vielen Platz, sie polstern ihre Nester dick aus.
Der Vorteil bei einm geräumigen Nest ist, das sich die Jungen besser in eine sichere Ecke ducken können wenn Nesträuber versuchen an die Brut zu kommen.

Selbes bei Mehlschwalben wo die Räuber das Nest nicht, wie bei Lehmbauten, aufbrechen können und der Eingang fest zugemauert ist. Dadurch das die Wandung so dick ist, bauen die Schwalben auch dick Lehm auf was  wesentlich bruchsicherer ist als eine dünne Lehmwand eines Naturnestes.

Die Jungen verschwinden ganz nach hinten und selbst wenn es ein Sperber oder eine Elster..oder ein Specht..schaffe würden den Lehm wegzubrechen, kämen sie trotzdem nicht weit genug nach hinten.


Muss man alte Nester ersetzen weil diese gefährlich geworden, oder sie runtergebröckelt sind, nehmen die Schwalben die Ersatznester fast sofort(innerhalb von 2-3 Tagen) an wenn die neuen Nester in der Nähe sind wo vorher ihr altes Nest war.

Schwalben sind standorttreu. Und sobald sie merken dass das neue Nest bequem ist, hält und keine Gefahr besteht sitzen sie drin.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Wie erkennt man gute Nisthilfen..

Jetzt im Winter über Nisthilfen schreiben?

Klar, warum nicht? Nisthilfen kann man das ganze Jahr über aufhängen, denn z.B. Zaunkönige überdauern eiskalte Winternächte in Nistkästen als dichte Traube. Fünf und mehr Vögel, oft die Eltern mit ihren erwachsenen Kindern, drängen sich dicht an dicht um sich Wärme zu spenden.

Daher hat auch der winterlich aufgehängte Nistkasten eine wichtige Überlebensfunktion für allerlei Tiere, nicht nur Vögel, es fehlt halt massiv an natürlichen Baumhöhlen und Nischen nachdem Mensch die Natur in seinem Sinne 'aufgeräumt' hat.


Doch wie erkennt man jetzt einen guten Nistkasten?
Die gibt es ja wie Sand am Meer in allen Preisklassen, bunt oder einfarbig...

Am besten ist es wenn sie sicher verschraubt sind, Nägel rutschen oft aus ihren Löchern wenn der Nistkasten dem Wetter ausgesetzt ist und das Holz arbeitet.


Holz

Fichte, Lärche, Birke...Hartholz ist natürlich haltbarer als Weichholz.

Doch auch Nistkästen aus Kiefernholz sind gut haltbar wenn man sie mit Leinölfirnis oder einer guten Lasur behandelt. Alles was atmungsaktiv, ungiftig ist.

Zwei Zentimeter sollte das Holz schon dick sein, sonst ist das Kleinklima im Kasten nicht stabil genug, erhitzt sich bei Sonneneinstrahlung fatal schnell und kühlt ebenso gefährlich ab wenn es kalt wird weil die zu dünnen Wände keine Wärme halten können.

Nistkästen werden zur brutzelnden Gefahr wenn man sie an exponierten Stellen aufhängt wo sie stundenlang der Sonne ausgesetzt sind.

Viele Bruten sind so scheinbar grundlos schon verlassen worden oder umgekommen.

Höhlenbrüter brauchen ein einigermaßen stabiles Kleinklima wie sie es auch in Baumhöhlen vorfinden würden..gut isoliert und stabil.

Manchmal hat man im Garten einfach keine so gut geeignete Stelle, eventuell kann man den Nistkasten beschatten.


Ansonsten sollte das Holz mindestens drei Zentimeter dick sein, das schützt schon recht gut vor zu starker Erwärmung. Aber bei dauerhafter Sonneneinstrahlung wäre auch das nicht gut genug.

Wie man Nistkästen vor tödlicher Erwärmung schützt und was man machen kann wenn sich der Vogel nicht dafür interessiert, dafür gibt es hier ein paar recht schöne Ideen.

http://www.mauersegler.klausroggel.de/mauersegler/nistkasten.htm

Auch eine Idee wäre die Kästen aussen rum mit einer nicht zu dicken Schicht Styropor zu verkleiden welche den Kasten gut isoliert.
Manche Vögel haben dann allerdings ihren Spaß daran dieses zu zerpflücken.

Spanplatten

Besser nicht, oft genug sind es Produkte aus Billigländern und man hat nicht wirklich eine Garantie ob diese nicht vielleicht giftig Ausdünsten.


Ausserdem ist das Material noch dazu meist viel zu dünn, es zieht schnell Feuchtigkeit, verwirft dann oder ist nicht mal odentlich genagelt sondern nur getackert.

Wenn man sicher ist dass es lösungsmittelfrei ist, nicht ausdünstet, dick genug ist und wetterfest gestrichen ist(aussen und innen), kann man Nistkästen aus Spanplatten regengeschützt anbringen, nicht an Bäumen sondern eher unter Vordächern.


Plastik

Nein und nochmals nein.
Plastik ist zu glatt, zu kalt, zu dünnwandig, Feuchtigkeit staut sich bzw Hitze und es kann kein gesundes Kleinklima entstehen.

Plastiknistkästen sind nur Dekorationsmaterial. Freibrüter könnten einen Plastikkorb mit weiten Maschen, in denen sich kein Regen staut, noch als Nestunterlage nehmen, aber ein geschlossener Plastiknistkasten eignet sich weder für Vögel, Insekten, noch Eichhörnchen oder Igel.



Beton

Ja auch die gibt es.

Sie sind recht schwer, dickwandig und daher gut isoliert aber leider kann sich hier kein gutes Kleinklima einstellen.

Eigentlich wären sie ja recht gut, z.B. als Einbauziegel beim Hausbau um dauerhafte, jahrzehntelang haltende Nistplätze fast ungesehen am Haus zu schaffen.

Wenn sie halt ein besseres Kleinklima böten.

Doch das gibt es...

Holzbeton/Faserbeton

Damit ist Beton gemeint der zu einem Großteil aus Holz- bzw Pflanzenfaser besteht, Feuchtigkeit aufnimmt bzw abgibt, gut isoliert und jahrzehntelang nutzbar ist.


Holzbetonnistkästen gibt es sowohl zum Einbau wenn man gerade baut/renoviert, zum anbringen unter dem Dach, im Gewölbe für Fledermäuse,an der Hauswand oder für Baum und Garten.

Holzbeton kostet locker das dreifache eines normalen Nistkastens, dafür halten dieser aber nicht nur dreimal so lange sondern bieten meist das bessere Kleinklima und sind weit sicherer als Holznistkästen.

Bei Holzbeton tun sich Räuber schwer einzudringen, Spechte klopfen sich durch Holz, Holzbeton ist hingegen meist eine sichere Sache.

Wer sich also gerne etwas kaufen will das länger hält, wäre mit Holzbeton gut beraten.


Ton


Es gibt wirklich sehr schöne, gut gearbeitete Nisthilfen aus Ton, sei es für Vögel, Hummeln oder auch Igelkuppeln.

Das einzige Problem hier ist dass sie etwas schwer sind und zerbrechlich..weitaus empfindlicher als Holzbeton.

Holzbeton ist auch recht schwer, aber einen Fall vom Tisch hält dieser aus, leider gehen viele Tonartikel dabei schon kaputt.

Ton macht, wenn dickwandig genug, ein sehr gutes Kleinklima.

Tonartikel sollten also recht sicher vor Wind und gewissen Störenfrieden menschlicher und tierischer Natur angebracht werden.

Schwingt eine Nisthilfe im Geäst hin und her und prallt gegen einen dicken Ast oder Baumstamm war es das eventuell schon.

Dünne Tonprodukte erhitzen sich auch zu schnell, aber auch dickwandigere Produkte sollten sicherheitshalber immer schattig gehängt werden.

Bast

Nisthilfen aus Bast und ähnlicher Naturfaser gibt es als entzückende Minikörbchen oft in Zoohandlungen.
Diese sind z.b. für Zebrafinken gedacht.

Im Käfig, fernab des Wetters.

Denn leider ziehen sie schnell Wasser, schimmeln oder faulen gar wenn sie dem Wetter ausgesetzt sind.
Ausserdem sind sie sehr dünn und für viele Arten viel zu klein.
Durch das natürliche Aussehen denken auch viele Vögel dass es ein altes Nest einer anderen Art ist und Vögel benutzen solche meist nicht und bauen sich ein neues.

Weidengeflecht

Ist auch ein natürlicher Stoff und weit besser geeignet als Bast.
Weidengeflecht mit Rinde, eventuell sogar noch lasiert ist ziemlich lange haltbar.

Nistkörbe für Störche, Eulen und Greifvögel werden erfolgreich aus Weide geflochten und eingesetzt.

Man muss allerdings beachten dass Billigprodukte oft aus frischer Weide geflochten werden und daher schlecht haltbar sind.

http://www.weidenauge.de/

http://www.korbwerkstatt.de/html/materialkunde.html

Gute Weidenprodukte werden aus trockener Weide geflochten. Die muss erstmal ein Jahr lagern und dann mehrere Wochen einweichen damit sie flechtfähig wird..das erklärt den Preis, oder?

Im Gegensatz zu frischer Weide ist diese weit starrer und muss  erstmal geschmeidig gemacht werden was mehr Arbeit bedeutet und daher das Produkt teurer ist.

Dadurch dass die frische Weide dann als fertiges Produkt trocknet, wird das Geflecht locker und kann am Ende sogar wieder auseinander fallen.

Trockene Weide schrumpft nicht mehr. Am besten ist hier ungeschälte Weide.

Sie sieht gut aus und die Rinde bietet mehr Schutz als wie wenn das Holz geschält wurde.

Es gibt auch sehr hübsche geschlossene Nistkörbe aus Weide, für Höhlenbrüter sind diese meist zu hell da Höhlenbrüter es dunkel mögen.

Für Halbhöhlen oder Nischenbrüter sind solche Nisthilfen aber oft geeignet wenn man sie richtig anbringt.

Durch die offene Struktur sollte man sie so anbringen dass sie nicht frei im Regen  stehen.
Und vor allem auch vor den Augen von Feinden verborgen sind.

In Pergolas angebracht sind sie relativ gut versteckt, unter Dachvorsprüngen fällt das Geflecht oft auf und ein Räuber mag leicht darauf aufmerksam werden.


Wer sich so eine Weidenkugel zulegen will, sollte darauf achten dass sie mindestens circa 15 Zentimeter Durchmesser haben.
Viele Kleinvögel wie Sperlinge, Meisen und der Zaunkönig könnten diese dann annehmen.

Große Kugeln von 30 Zentimeter Innendurchmesser sind gut für Eichhörnchen(für Eichhörnchen einen Einschlupf oben, einen unten im Boden), eventuell auch für einige größere Vogelarten.

Kugeln gibt es selten zu kaufen, eventuell kann man sie ja selber zu flechten lernen oder sich an einen Korbflechter wenden.

Nistkörbe gibt es schon eher zu kaufen. Z.B. bei Schwegler oder den wildtierfreunden.

http://wildtierfreund.eshop.t-online.de/epages/Shop41784.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/Shop41784/Categories/Nistkasten_Hohlen_fur_bedrohte_Arten

Und zuletzt noch, die Farbe

Persönlich glaube ich dass es die meisten Arten nicht kümmert wie bunt oder einfarbig ihre Nisthilfe ist.

Eigentlich soll Rot ja eine Warnfarbe sein, trotzdem brütet bei uns jedes Jahr ein Starenpaar in einem knallrotem Nistkasten.

Bei anderen Arten mag es ein Faktor sein wenn der Nistkasten nicht angenommen wird.

Wichtig finde ich, dass menschliche Störenfriede dann gerade die auffälligen, bunten Nistkästen klauen oder aus Lust an der Freunde, kaputt machen.

Ein Punkt dafür den Nistkasten dann in einem neutralem-braun-grau zu halten.

Doch auch wichtig ist, wieviel Wärme eine Farbe produziert.
Je dunkler die Farbe, umso mehr Sonnenenergie wird als Wärme ans Innere abgegeben.

In Bäumen, je dichter sie sind, umso dunkler dürfte auch der Nistkasten sein.

Gerade direkt mitten im Fichtenwald sind dunkle Nistkästen vom Vorteil da hier wenig Sonne vordringt und etwas mehr Wärme vom Vorteil ist.

Im lichten Obstbaum sollte man eher eine helle Farbe wählen, eventuell auch im Camouflageton mit hellen Braun- und Grüntönen.

Direkt an der Hauswand angebracht, wäre sogar weiss anzuraten.

Sonstige Fragen könnt Ihr gerne in den Kommentaren stellen.



Montag, 15. Oktober 2012

Große Tierschutzaktion

Nun ist es also soweit, die erste Phase unseres gemeinsamen Tierschutzprojekts läuft an.

Hauptsächlich geht es hierbei um den Tierschutzhof Oberpfalz der durch eine Spendenaktion  für einheimische Wildtiere deren Lebensraum verbessern will.

Das Gelände des Tierschutzhofs ist weiträumig und naturbelassen, keine 'Flurbereinigung', kein Einsatz von Giften aber dafür viel Einsatz für Mensch und Tier.

Werft einfach mal einen Blick auf deren Webseite: Tierschutzhof

Da es dort immer sehr viel Arbeit, und trotz viel Engagment praktisch nie freie Zeit gibt, ist es nicht immer auf dem neuesten Stand, dafür könnt ihr euch dann hier und auf Facebook informieren.

Auf dem Tierschutzhof gibt es viel Potential um durch kleinere Umbaumaßnahmen und künstliche Nisthilfen einer großen Anzahl von bedrohten Arten einen sicheren Zufluchtsort zu schaffen.

pics unter creative commons license, wikipedia

Das Plakat zu der Aktion  wie ihr sehen könnt.
Dieses Plakat dürft ihr verbreiten  sowie die nachfolgenden Flugblätter auch(die kommen in einem späteren Post).

Da viele Arten wandern bzw ganz unterschiedliche Nisthilfen nutzen, können wir nicht bei allen Arten sicher sein ob und wo bzw wann sie sich ansiedeln, wenn die Nisthilfen da sind werden sie auch genutzt.
Vielleicht nicht immer von der beabsichtigten Tierart, dafür sind aber alle willkommen und benötigen Schutz.




Wie könnt ihr noch helfen?

Natürlich indem ihr die Aktion verbreitet, die Flugblätter ausdruckt und auslegt(Tierarzt/Arztpraxen/verschiedene Geschäfte/Schulen)  aber auch durch Materialspenden.

Welche Materialien brauchen wir?

Holz!

Zwei Zentimeter dicke Holzbretter und Leisten, unbehandelt.
Unbehandelt deshalb weil wir natürlich nicht sicher wissen können ob es für die Tiere schädlich ist wenn auf den Brettern Farbe ist oder diese Druckimprägniert sind.

Für Innenbereiche(Stall und Scheune) nehmen wir auch Spanplatten wenn es sicher ist dass diese Schadstofffrei sind, ebenso Multiplexplatten.

Wir nehmen auch gerne dickere und dünnere Bretter und Platten wenn ihr davon eine größere Menge habt.

Da sich dass meist schlecht in einem Paket schicken lässt trifft das wohl hauptsächlich auf die Umgebung von Wörth an der Donau zu.
Auch Cham, Regensburg und Straubing wäre eventuell möglich falls ihr Material bringt.

Zwecks Abholung muss geplant werden da jeder hier eingespannt ist, also ist es kurzfristig schlecht möglich.

Schrauben:

Hauptsächlich 30-40mm Spanplattenschrauben mit Senkkopf.


Maschendraht-Kückendraht-Hasendraht:

Ihr wisst wahrscheinlich was gemeint ist, den brauchen wir zum stabilisieren des Holzbetons, aber falls es klappt wird damit eine Auswilderungsvoliere gebaut für aufgepäppelte Wildtiere.

Für den Holzbeton nehmen wir auch Reste, Abschnitte von Maschendraht, breitere Streifen mit mindestens 3 Maschen in der Breite. Ganze Rollen sind natürlich auch herzlich willkommen.


Holzleim, ganz schlicht und einfach Holzleim aus dem Baumarkt. Nichts mit irgendwelchen  komischen Zusätzen.

Zement...immer her mit den Säcken, auch gerne Reste die ihr noch über habt und nicht wisst wohin damit, sofern der Zement sich nicht in einen einzigen, harten Steinklumpen verwandelt hat der sich nicht mehr zerkleinern lässt.


Plastikrohre:

Ja genau Plastikrohre. Von 2,5cm Durchmesser bis Regenfallrohre, Dachrinnen und sonstige Rohre bis 60 cm Durchmesser

Ansonsten noch Plastikwannen, Plastikkübel, Betonmischwannen und dergleichen.



Sägemehl:

Ja richtig, Sägemehl,feines Sägemehl von unbehandeltem Holz. Fragt vielleicht auch einfach mal bei einer Schreinerei/Sägewerk in eurer Umgebung nach.

Ungefähr so sollte es sein damit der Holzbeton auch stabil wird.


pic by Fledermäuschen, frei zur nichtgewerblichen Nutzung
Schaut ruhig mal rein, dort gibt es auch eine Bauanleitung für eine Fledermaushöhle aus  Holzbeton.




Und jetzt mag es euch komisch vorkommen was wir noch sammeln:

Stoffreste, Gardinen, Vorhänge, alte Kleidungsstücke(keine Unterwäsche), Bettwäsche die nicht mehr für die Altkleidersammlung taugt aber nicht mit undefinierbarem Zeugs beschmutzt ist.

Sofern es die Größe einer Handfläche hat(und natürlich größer), her damit..egal ob Jeansstoff oder ein Baumwollshirt.
Nur bitte kein Leder oder Kunstleder  oder Zeltstoff(sollte es aber Baumwollstoff sein nehmen wir den).

Wir nehmen auch Vorhangstangen aus Holz und Vorhang/Gardinenringe der stabileren Art aus Metall(aber auch Plastik).


Diese Sachen haben nicht unbedingt direkt etwas mit den Nisthilfen zu tun...was damit gemacht wird, erfahrt ihr später.

Und falls ihr eure Knopfsammlung auflösen wollt oder von Schränken und anderen Möbeln Knopfgriffe übrig habt..

Stabile Tische, Regale und Kommoden finden auch eine Nutzung.

Falls ihr jemand kennt der unbehandelte Holzpaletten los werden will...gerne

Blechreste, Dachpappe, stabiler Draht(den richtig dicken den man mit viel Kraftaufwand biegen muss-den brauchen wir zum aufhängen der Nisthilfen)

Ihr seht also..es gibt viel was man brauchen kann. Auch diese Holzchips die man als Gartendeko verwendet oder Holzwolle werden für gewisse Vögel wie Eulen als Nistmaterial gebraucht.

Manche Vögel bauen nämlich kein Nest sondern nehmen das verrottete Holzmaterial das schon in den Baumhöhlen drin ist.

Oder halt die Holzspäne die z.b. der Specht noch in seiner gehämmerten Höhle hat.
Spechte nutzen ihre Bruthöhlen nämlich nur ein Jahr.
Im nächsten Jahr können andere Vögel diese nutzen.
Da aber die alten Bäume in deren morschen Holz sowas gehämmert werden kann sehr selten geworden sind, sind auch Nisthöhlen in Bäumen sehr selten.

Obwohl sehr, sehr viele Vogelarten diese bräuchten.

Für die Vögel die also selber kein Nistmaterial eintragen brauchen wir auch Kokosfaser, Holzwolle, Holzchips oder groben Rindenmulch. Ungedüngte Kokoserde findet bei spezielleren Arten auch ihre Verwendung.

Ungedüngte Kokoserde braucht man aber ebenso als Einstreu für die geplante Auswilderungsvoliere, darin kann man dann auch Insekten und Larven verstecken um den Tieren  ihr natürliches Verhalten zu ermöglichen wenn es ums Nahrungssuchen geht.


Puh...das war ne ganze Menge.

Wenn ihr noch Fragen habt schickt eine mail an die Adresse in unserem Profil  oder stellt sie hier.






Freitag, 12. Oktober 2012

Was macht ihr denn so?

Ja, stimmt..darüber steht hier eigentlich noch nicht viel.

Also..wir, als freiwillige Helfer bauen Nisthilfen vom Vogel, zum Siebenschläfer bis zum Igel.

Aus Holz kennen dass ja die Meisten.
Machen wir auch welche, das Hauptaugenmerk liegt aber auf Holzbeton.


Was genau ist das?

Eine Mischung aus Zement und feinem Sägemehl das klimaausgleichend wirkt, atmungsaktiv ist, leichter als Beton aber stabiler als Holz.

Wenn also der Zahn der Zeit bzw der Schnabel des Spechts daran arbeitet, hält das ein Jahrzehnt länger als Holz..durchschnittlich.

Spechte brechen hin und wieder normale Holzkästen und Naturnester auf um sich einen Snack zu holen, bei Holzbeton nicht, das tut am Schnabel weh.

Holzbeton, da braucht man eine Form.
Für kleine Dinge reicht was zum draufformen wo man den Brei draufklatscht.

Für große Dinge wie eine Igelhöhle  braucht man eine Innen- und eine Außenform, sonst fällt es zusammen wie  ein Souffle.

Wenn das dann mal fest geworden ist kann man ausschalen und voila...auf die Igelhöhle kann man sich sogar draufstellen, oder setzen, oder als Gartentisch benutzen.


Aber jetzt erstmal die Bilder.


Dass da war der erste erfolgreiche Durchlauf, mit Leinölfarbe wetterfest gestrichen.

Leinölfarbe ist neben Kalkfarbe das einfachste und umweltfreundlichste was man tun kann.
Und sehr haltbar.
Leinöl hat den Vorteil sehr tief zwischen die Holzfasern dringen zu können, verharzt dann und bildet eine wetterfeste Schicht über die man ohne große Vorbereitungen immer wieder drüberstreichen kann.

Ein Teil Leinölfirnis, 3 Teile Pigmentpulver.
Klümpchenfrei verrühren und streichen..fertig.
Bei dem Verhältnis von Leinöl(firnis) und Pigment deckt das auch beim ersten Anstrich.


Rauchschwalbennisthilfe, bzw auch geeignet für Spatzen, Haus- und Gartenrotschwanz, Zaunkönig und Amseln


Igelhöhle:

Der Vorteil von Holzbeton ist dass der Igel einen wirklich sicheren Unterschlupf hat.
Sucht er sich diesen im Laub oder unter Sträuchern kommt es schon mal zu tragischen Unfällen mit Rasenmähern, Heckenschneidern und anderem Gerät.

Ausserdem kann man sie beliebig anmalen, Blumentöpfe drauf stellen zur Deko und  wenn man im Frühjahr den Laubhaufen wieder weg haben will ist der Igel trotzdem geschützt.

Einfach Holzwolle, Kokosfaser oder Stroh und Laub hineinfüllen, schon ist es fertig.
Da kann Frau Igel im Sommer ihre Jungen aufziehen und den Winter verschlafen.
Im Winter würden wir rein zur Sicherheit empfehlen das Fallaub drüber zu häufeln und mit Astschnitt sicher zu beschweren.

Trägt über 100 Kilo Last.



Ah die neue Charge Nisthilfen...



Ausgeschaalt aber noch nicht fertig bearbeitet.


Da wir mit Materialspenden arbeiten sind keine zwei Nisthilfen gleich. Manchmal ist es auch frustrierend da man dadurch langsamer vorankommt oder z.b. bei Spezialnistkästen eventuell keine geeigneten Bretter hat oder viele schmale nehmen muss.

So einen Frustfall seht ihr hier, den Mauerseglerkasten

Das schöne knallgelb ist übrigens Leinölfarbe mit Erdpigment.

Der Nistkasten wird direkt unter dem Dach in die Schräge eingepasst, vier Nistkästen für den Koloniebrüter Mauersegler.
Das hier der Einschlupf schon wegen der Schräge sehr niedrig liegt, ist ideal für den Mauersegler.

Hinter diesem Vogel muss man nicht hinterherputzen, die räumen selber auf.

Unter dem Kasten seht ihr übrigens die Teile auf welche die Holzbetonnester für Schwalben aufgeformt werden.

Bis wir die richtige Mischung und Bauweise fertig hatten vergingen etliche frustrierende Monate und auch jetzt sind wir noch am rumprobieren wie man es verbessern kann.

Und hier nochmal die erste Charge ganz am Anfang, nach dem Ausschalen aber noch nicht bearbeitet.


Mit allem drum und dran, vom Formen bis zum letzten Anstrich und Abschleifen hat man dann für jedes einzelne Nest etwa eine Arbeitsstunde eingesetzt.

Das macht den Preis von etwa 20 Euro pro professionellem Nest (Firma Schwegler) verständlich.














Freitag, 21. September 2012

Wollen Sie helfen?

Kennen Sie einen Gnadenhof, eine Naturschutzgruppe oder einen Verein der gerne Nisthilfen für Vögel und Kleinsäuger hätte, sich aber unsicher ist wegen der Sponsoren und wegen der Kosten das vorhandene Potential nicht ausschöpfen kann?


Oder hätten Sie gerne für einen Kindergarten, eine Kindergruppe oder eine Schule in ihrer Nähe  Nisthilfen um den Garten  als ein Biotop zu gestalten, Sie wissen aber nicht  welche Nisthilfen geeignet wären?


Vielleicht wollen Sie aber auch einfach Naturschutzgruppen und Tierschutzvereinen helfen trotz der knappen Geldmittel möglichst viel zu erreichen?


Am Ende spricht Sie es einfach an, Sie wollen etwas tun und kommen auf die Idee sich vielleicht mit einer Gruppe in Ihrer Umgebung in Verbindung zu setzen und zu sehn ob diese Aktion etwas für den Verein wäre?

 Oder möchten Sie gar Ihre Gemeinde/Dorf/Stadt/Schrebergarten überreden etwas Gutes zu tun, wissen aber nicht wie oder  wurde etwas ähnliches schon einmal abgelehnt wegen der Kosten und suchen Sie jetzt Hilfe wie so etwas einfach und billig doch noch gemacht werden kann?

Um was genau handelt es sich jetzt hier?

-Sie bzw die Gruppe der Sie helfen wollen, wird beraten welche Nisthilfen am besten geeignet wären.


-Planungshilfe wo, wieviel und wann besagte Nisthilfen angebracht werden können.

-Sie wollen die Nisthilfen selber bauen, als Gemeinschaftsaktion eines Vereines oder um Kinder mit einzubinden?



Dann sind Sie hier genau richtig. Pläne, Materialaufstellungen und praktische Hilfe(wenn möglich) wird angeboten.

Warum Holz, Spanplatten sind doch billiger und einfacher zu verarbeiten?

Spanplatten sind vor allem für kleine Kinderhände einfach zu verarbeiten da sie leichter zu sägen sind und Nägel wenig Kraft brauchen um in die Spanplatte geschlagen zu werden.


Das Problem ist dass (dünne)Spanplatten nicht nur schlecht isolieren und die Brut auskühlen und sterben kann, sie sind auch schlecht wetterfest. Selbst mit Anstrich ist ihre Haltbarkeit gering sobald sie dem Wetter ausgesetzt sind.
Schaut man dazu nicht darauf dass die  Spanplatten nicht schadstofffrei  sind, sind sie erst recht nicht geeignet.

Holz hält bei etwas Pflege sehr lange, bessert man den Anstrich alle paar Jahre aus erhöht sich die Lebensdauer.

Dadurch rechnet sich Holz.
Statt alle paar Jahre neu bauen zu müssen, können Sie mit einem Holzhaus für 10 Jahre etwas haben, sogar länger.

Warum Schrauben? Mehr Kosten, mehr Technik...Nägel sind billiger

So teuer sind Schrauben auch nicht und sie haben gegenüber Nägeln den Vorteil dass sie nicht wie Nägel aus dem Holz rutschen wenn das Holz durch den Wettereinfluss arbeitet.


Für kleine Kinder sind die Maschinen wohl nichts, größere Kinder können aber die leichteren Akkuschrauber gut bedienen mit etwas Unterstützung.

Schrauben halten das Holz sicher zusammen, auch wenn man sie mehrmals herausdreht um den Kasten zu reinigen, lockert sich dadurch nichts im Gegensatz zu Nägeln.

So spart man auch an Scharnieren und Haken die man sonst anbringen würde um leichten Zugang zum Reinigen zu haben.


Holzbeton, was ist denn das?

Holzbeton ist eine Mischung aus Zement(ca. 30%vol) und Sägespänen(ca. 70%vol).


Er ist leichter als Beton, atmungsaktiv aber fester als Holz und bietet damit den Tieren mehr Schutz.
Dort wo kräftige Vögel oder vor allem Spechte die Nistkästen aufbrechen können, macht es der Holzbeton fast unmöglich sich eine Zwischenmahlzeit zu holen.

Holzbeton hält bei Pflege wesentlich länger als Holz, vielleicht wollen Sie es ja an ihre Kinder weitergeben?

Für Holzbeton braucht man zwar Formen, doch hat man diese, ist die Herstellung genauso einfach wie eine Nisthilfe aus Holz zu machen.Nur für (kleine)Kinder ist dies nichts da Zement ätzend wirkt.


Sind Sie neugierig geworden, kennen Sie Personen, einen Verein oder eine Einrichtung die an sowas interessiert wäre?

Melden Sie sich ruhig, die Beratung kostet nichts.

Wünschen Sie für ein größeres Projekt persönliche Hilfe beim Bau weil keine Erfahrung vorliegt und Sie Bedenken haben ob Sie das hinbekommen?

Neben den Materialkosten fällt nur ein kleiner Beitrag pro Person an und die Fahrtkosten.

Wieviel genau, variiert je nach Projekt, Anfahrtsweg und Anzahl der Teilnehmer.





Wichtig ist hierbei eine genügend lange Vorlaufphase, für zu kurzfristige Aktionen kann keine persönliche Mithilfe angeboten werden.



Donnerstag, 20. September 2012

Nisthilfen anbringen, warum jetzt?

Die Brutsaison ist für  dieses Jahr vorbei, viele Zugvögel sind schon weg.

Also warum sollte man jetzt noch Nisthilfen anbringen?



http://www.wildvogelhilfe.org/nisthilfen/nisthilfen.html


Vögel und Kleinsäuger(Eichhörnchen, Siebenschläfer, Haselmaus..)  schauen sich jetzt nach Wohnungen um.

Die Vögel suchen Behausungen für nächstes Jahr, aber genauso wie der Siebnschläfer suchen sie sichere Wohnungen um darin bitterkalte Winternächte zu verbringen.

Kleinsäuger tragen jetzt noch fleissig Nistmaterial in die Vogelkästen die sie sich ausgesucht haben.

Vögel erkunden ihre Umgebung um zu wissen wo sie während eines heftigen Schneetreibens und kalten Nächtern Unterschlupf finden.

Wer schon mal im Schneetreiben fror, wird wissen das auch ein klappriges Bushäuschen es einem gleich weniger schwer macht.

Genauso bei Wildtieren. Kalter Wind kühlt extrem aus und ein geschlossenes Vogelhäuschen bietet nicht nur Windschutz sondern ein kleineres Volumen lässt sich auch durch die Körperwärme aufheizen.


Das spart Energie und hilft den Tieren.


Früher gab es viele Baumhöhlen die zu diesem Zweck benutzt wurden, durch den Mensch fehlen diese aber meist, also ist es kein verfälschen der natürlichen Auslese wenn man den Tieren die durch den Mensch zerstörten Schutzmöglichkeiten mit selbst gebauten ersetzt.


Und an einem größeren Baum kann man auch ruhig mehr als eine Nisthilfe anbringen.
Die meisten Kleinvögel sind gesellig oder stören sich an anderen artfremden Kollegen nicht.

 Es muss nicht so aussehen(aber kann):


http://de.123rf.com/photo_14254025_nistkasten-in-einem-baum.html

Aber so darf es schon sein




https://nuernberg.de/internet/umweltamt/inhalte_ziele.html


Unterschiedliche Bauweisen und verschieden Große Schlupflöcher sorgen dafür dass viele Arten nebeneinander ein Heim finden ohne sich revier- und nahrungstechnisch allzusehr ins Gehege zu kommen






Mittwoch, 12. September 2012

Schwalbe ade

Sowohl Mehl- als auch Rauchschwalben scheinen entgültig am Montag ihre Nester verlassen zu haben.

Ich sah die Vögel noch kreisen bis gestern, d.h. Abends in die Umgebung des Nestes zurückkehrend aber tagsüber waren sie die Umgebung auskundschaftend und nicht wie sonst am Himmel in der Nähe ihrer Nester zu sehen.

Heute scheinen sie sich auf den Rückflug nach Afrika gemacht zu haben.

Leider gab es einige Drittbruten die kurz vor dem Ausfliegen waren aber verlassen wurden.

Diese Probleme treten bei Schwalbenfamilien auf die sich ihre Nester neu aufbauen müssen.
Normalerweise benutzen Schwalben ihre Nester jedes Jahr wieder und sparen sich so 2 Wochen des Neubaus und müssen nur Ausbesserungen vornehmen.

Die Tage welche die Schwalben also mit dem Neubau verbringen müssen, fehlen dann so gesagt am Ende und verdammen die letzte Brut von 3-4 Jungtieren zum Tod wenn man nicht gerade das Glück hat sie zu finden.


Deswegen ist es so wichtig Nester nicht! zu entfernen und wenn möglich Nisthilfen anzubringen.

Den Jungvögeln hätten maximal noch 5 Tage bis zum ausfliegen gefehlt, 5 Tage die wegen eines Nestneubaus gefehlt haben.


Das Abschlagen von Nestern  auch ausserhalb der Brutzeit und gerade während dieser, sowie das Verhindern des Baues und Verscheuchen der Vögel ist eine Straftat und keine Lapalie.

Schwalben sind extrem auf süd-östliche Hauswände bzw Ställe und Scheunen angewiesen.
Verschmutzungen kann man durch entsprechend angebrachte Kotbretter verhindern.

Tatsache ist nun einmal dass diese Vögel zum Aussterben verdammt sind da sie eben nur an Hauswänden bzw in Ställen brüten und nicht jede Hauswand nehmen können.

Rücksichtnahme und Naturverständnis ist gefragt und statt in haltlose Panik zu verfallen weil  'die Vögel einem das Haus zerstören'(weil ja die Wandfarbe ein integraler Bestandteil der Struktur ist und sonst alles zusammenkracht), könnte man ja stattdessen einfache und billige Vorsorge treffen um Ruhe vor dem bischen Dreck zu haben und die Tiere gleich noch in ein schönes Ambiente zu integrieren.

Schwalben übertragen keine Krankheiten auf den Mensch oder andere Haustiere weil sich ja einige Leute Sorgen wegen der Vogelgrippe machen.
Schwalbenkacke ist auch keine Lauge oder Säure und ätzt nichts vom Haus weg.

Künstliche Nisthilfen haben auch den Vorteil dass man sie abnehmen kann, keine Spuren zurückbleiben und durch die größere Form der Kunstnester  die Jungtiere bei ihrem Geschäft die Hauswand nicht beschmutzen.

Da die Naturnester schmaler sind landet hier öfter etwas an der Hauswand.

Das Geld was man dann für größtenteils erfolglose(und genau genommen oftmals illegale) Vertreibungs- und Abschreckungsmechanismen ausgibt, wäre wesentlich sinnvoller in künstliche Nisthilfen und Kotbretter investiert.

So kann man die Vögel an andere Stellen locken wo es sich besser brütet, das Haus sauber halten und kann sich an den Tieren ungestört erfreuen, hat pro Nest eine Millionen weniger Mücken und Fliegen am Haus und Garten und dazu auch noch hochwertigen Gartendünger-Guano.

Gestaltete Nisthilfen sind nicht nur unauffällig, sie können auch zum Charm eines Hauses beitragen, denn wer sagt dass man ein Kotbrett immer unsichtbar in der Farbe der Hauswand streichen muss und  tobt sich nicht einmal künstlerisch daran aus?


Und wenn Sie sich fragen, warum ausgerechnet ihr Haus, wieso sollten Sie denn die Vögel dulden, dass soll doch jemand anderes machen...

Tja es kommt auf jeden Einzelnen  an. Es gibt nun mal nur wenige Stellen an denen Schwalben brüten können und wenn jeder sagt, dass soll jemand anderes dulden, dann sind die schwarz-weissen Vögel bald in ähnlich prikärer Situation wie ein gewisser schwarz-weisser Bär.


Aber vielleicht muss der deutsche, fliegende Panda erstmal an den Rand der Ausrottung kommen bevor man ihn zu schätzen weiss und  sich die, die vorher zur bedrohlichen Situation beigetragen haben, sich auf einmal drum reissen sie als seltenes, bedrohtes Prestige-tier am Haus haben zu können...

Auch jetzt schon gehören die Schwalben zu den bedrohten Tierarten und sind inklusive ihrer Nester besonders geschützt und dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Wird hier auch noch das Tierschutzgesetz verletzt, wenn das Nesterabschlagen während der Brutzeit geschieht, können die Strafen nicht nur bis 50.000 Euro betragen sondern sogar mit Haftstrafen enden.


Erfreuen Sie sich lieber am deutschen Panda und dass Sie ihn noch zu Gesicht bekommen, statt ihn zu erschlagen weil er ihnen mal vor die Haustür kackt.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Schwalben, die verkannten Vögel


Schwalben werden ja meist als lästige Fassaden- und Gebäudebrüter gesehen welche  das traute Heim 'zerstören'.

Dafür zerstört der Mensch dann nicht nur das traute Heim, sondern oft die wachsende Familie wenn Eier und Jungvögel getötet werden.

Dabei kann man die Verschmutzung einfach verhindern.

Ein entfernen der Nester oder gar ein töten der Brut wird mit bis zu 50.000 Euro geahndet, oder bei der Zerstörung des Geleges kommt es sogar zu Gefängnisstrafen.

Nur wo kein Kläger, da kein Richter und die Christlichkeit der meisten Menschen verschwindet ganz und gar wenn ein Tier es wagt dort zu leben wo der Mensch es nicht mag.

Von 1000 flügge gewordenen Nestlingen, überleben nur 100 den ersten Zug. Ist das nicht Grund genug diese Vögel vor dem Aussterben zu bewahren und sie mit einem Kunstnest umzusiedeln und ein Kotbrett anzubringen das eine Verschmutzung verhindert?

Dass diese Vögel pro Brut  eine Millionen Schadinsekten vertilgen sollte eigentlich auch ein Pluspunkt sein.

Hier die Vorder- und Rückseite eines Infoblattes  das ich erstellt habe, fühlt euch frei es auszudrucken und zu verteilen.