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Freitag, 30. November 2012

Was Neues-Eichhörnchen und Tierschutzhof



Stabile Eichhörnchenkobel, der Nestraum 30 cm breit, 40 lang und 30 cm tief circa. Also genug Platz für eine Eichhörnchenfamilie bzw zum überwintern mit einem tiefen Eingang und einem Fluchtloch an der Rückseite.




Der Kobel wird unter dem Dachvorsprung eines Hauses/Scheune angebracht und die Füße bieten Abstand zur Wand aber sicheren Halt. So gibt es  einen Zwischenraum der den Eichhörnchen Flucht vor Fressfeinden ermöglicht ohne das unerfahrene Jungtiere in die Tiefe stürzen.

Die Füße verhindern dass von oben ein Fressfeind über das Dach zum Hörnchen kann und der untere Fuß ermöglicht den jungen Hörnchen sich zu orientieren bevor sie weiterspringen ohne dass der Fressfeind gleich an sie herankommt.


Eichhörnchen können zwar bis zu 5 Meter tief fallen ohne sich weh zu tun, allerdings nur bei federndem Naturboden und  wenn sie Erfahrung haben.
Der Schlupfwinkel an der Rückseite bietet so extra Sicherheit.

Der Kasten kann allerdings mit dem Einschlupf nach oben und versiegelter Rückseite auch als Nistkasten für größere Vogelarten(Turteltaube/Schellente/Dohle/Käuzchen) verwendet werden.

Der Kasten ist 3-fach wetterfest gestrichen, ist aber für die Anbringung am Haus und nicht an Bäumen gedacht. Ohne Dachüberstand sollte man ein paar Bretter als abgeschrägtes Dach auf den Kasten schrauben/nageln damit das Wasser abläuft und nicht auf dem Kasten stehen bleibt.

Sieben Kästen gibt es insgesamt..wer also einen will sollte zum Weihnachtsmarkt des Tierschutzhofs kommen.

Fettkuchen mit Rohstoffen in Lebensmittelqualität gibt es ebenso.


Ähnlich Abbildung

In den Sorten Kürbiskerne, Erdnuss, Walnuss, Mohn, Müsli(Mehrkorn mit Rosinen und Früchten), Weizenkeime mit geschälten Sonnenblumenkernen und Hanf.

Durch die größtenteils feingemahlenen Zutaten auch für Weichfresser geeignet.

Den Tierschutzhof findet ihr auch auf Facebook.

http://de-de.facebook.com/pages/Tierschutzhof-Oberpfalz-eV/134410533253066

http://de-de.facebook.com/events/385224931497821/

Montag, 15. Oktober 2012

Große Tierschutzaktion

Nun ist es also soweit, die erste Phase unseres gemeinsamen Tierschutzprojekts läuft an.

Hauptsächlich geht es hierbei um den Tierschutzhof Oberpfalz der durch eine Spendenaktion  für einheimische Wildtiere deren Lebensraum verbessern will.

Das Gelände des Tierschutzhofs ist weiträumig und naturbelassen, keine 'Flurbereinigung', kein Einsatz von Giften aber dafür viel Einsatz für Mensch und Tier.

Werft einfach mal einen Blick auf deren Webseite: Tierschutzhof

Da es dort immer sehr viel Arbeit, und trotz viel Engagment praktisch nie freie Zeit gibt, ist es nicht immer auf dem neuesten Stand, dafür könnt ihr euch dann hier und auf Facebook informieren.

Auf dem Tierschutzhof gibt es viel Potential um durch kleinere Umbaumaßnahmen und künstliche Nisthilfen einer großen Anzahl von bedrohten Arten einen sicheren Zufluchtsort zu schaffen.

pics unter creative commons license, wikipedia

Das Plakat zu der Aktion  wie ihr sehen könnt.
Dieses Plakat dürft ihr verbreiten  sowie die nachfolgenden Flugblätter auch(die kommen in einem späteren Post).

Da viele Arten wandern bzw ganz unterschiedliche Nisthilfen nutzen, können wir nicht bei allen Arten sicher sein ob und wo bzw wann sie sich ansiedeln, wenn die Nisthilfen da sind werden sie auch genutzt.
Vielleicht nicht immer von der beabsichtigten Tierart, dafür sind aber alle willkommen und benötigen Schutz.




Wie könnt ihr noch helfen?

Natürlich indem ihr die Aktion verbreitet, die Flugblätter ausdruckt und auslegt(Tierarzt/Arztpraxen/verschiedene Geschäfte/Schulen)  aber auch durch Materialspenden.

Welche Materialien brauchen wir?

Holz!

Zwei Zentimeter dicke Holzbretter und Leisten, unbehandelt.
Unbehandelt deshalb weil wir natürlich nicht sicher wissen können ob es für die Tiere schädlich ist wenn auf den Brettern Farbe ist oder diese Druckimprägniert sind.

Für Innenbereiche(Stall und Scheune) nehmen wir auch Spanplatten wenn es sicher ist dass diese Schadstofffrei sind, ebenso Multiplexplatten.

Wir nehmen auch gerne dickere und dünnere Bretter und Platten wenn ihr davon eine größere Menge habt.

Da sich dass meist schlecht in einem Paket schicken lässt trifft das wohl hauptsächlich auf die Umgebung von Wörth an der Donau zu.
Auch Cham, Regensburg und Straubing wäre eventuell möglich falls ihr Material bringt.

Zwecks Abholung muss geplant werden da jeder hier eingespannt ist, also ist es kurzfristig schlecht möglich.

Schrauben:

Hauptsächlich 30-40mm Spanplattenschrauben mit Senkkopf.


Maschendraht-Kückendraht-Hasendraht:

Ihr wisst wahrscheinlich was gemeint ist, den brauchen wir zum stabilisieren des Holzbetons, aber falls es klappt wird damit eine Auswilderungsvoliere gebaut für aufgepäppelte Wildtiere.

Für den Holzbeton nehmen wir auch Reste, Abschnitte von Maschendraht, breitere Streifen mit mindestens 3 Maschen in der Breite. Ganze Rollen sind natürlich auch herzlich willkommen.


Holzleim, ganz schlicht und einfach Holzleim aus dem Baumarkt. Nichts mit irgendwelchen  komischen Zusätzen.

Zement...immer her mit den Säcken, auch gerne Reste die ihr noch über habt und nicht wisst wohin damit, sofern der Zement sich nicht in einen einzigen, harten Steinklumpen verwandelt hat der sich nicht mehr zerkleinern lässt.


Plastikrohre:

Ja genau Plastikrohre. Von 2,5cm Durchmesser bis Regenfallrohre, Dachrinnen und sonstige Rohre bis 60 cm Durchmesser

Ansonsten noch Plastikwannen, Plastikkübel, Betonmischwannen und dergleichen.



Sägemehl:

Ja richtig, Sägemehl,feines Sägemehl von unbehandeltem Holz. Fragt vielleicht auch einfach mal bei einer Schreinerei/Sägewerk in eurer Umgebung nach.

Ungefähr so sollte es sein damit der Holzbeton auch stabil wird.


pic by Fledermäuschen, frei zur nichtgewerblichen Nutzung
Schaut ruhig mal rein, dort gibt es auch eine Bauanleitung für eine Fledermaushöhle aus  Holzbeton.




Und jetzt mag es euch komisch vorkommen was wir noch sammeln:

Stoffreste, Gardinen, Vorhänge, alte Kleidungsstücke(keine Unterwäsche), Bettwäsche die nicht mehr für die Altkleidersammlung taugt aber nicht mit undefinierbarem Zeugs beschmutzt ist.

Sofern es die Größe einer Handfläche hat(und natürlich größer), her damit..egal ob Jeansstoff oder ein Baumwollshirt.
Nur bitte kein Leder oder Kunstleder  oder Zeltstoff(sollte es aber Baumwollstoff sein nehmen wir den).

Wir nehmen auch Vorhangstangen aus Holz und Vorhang/Gardinenringe der stabileren Art aus Metall(aber auch Plastik).


Diese Sachen haben nicht unbedingt direkt etwas mit den Nisthilfen zu tun...was damit gemacht wird, erfahrt ihr später.

Und falls ihr eure Knopfsammlung auflösen wollt oder von Schränken und anderen Möbeln Knopfgriffe übrig habt..

Stabile Tische, Regale und Kommoden finden auch eine Nutzung.

Falls ihr jemand kennt der unbehandelte Holzpaletten los werden will...gerne

Blechreste, Dachpappe, stabiler Draht(den richtig dicken den man mit viel Kraftaufwand biegen muss-den brauchen wir zum aufhängen der Nisthilfen)

Ihr seht also..es gibt viel was man brauchen kann. Auch diese Holzchips die man als Gartendeko verwendet oder Holzwolle werden für gewisse Vögel wie Eulen als Nistmaterial gebraucht.

Manche Vögel bauen nämlich kein Nest sondern nehmen das verrottete Holzmaterial das schon in den Baumhöhlen drin ist.

Oder halt die Holzspäne die z.b. der Specht noch in seiner gehämmerten Höhle hat.
Spechte nutzen ihre Bruthöhlen nämlich nur ein Jahr.
Im nächsten Jahr können andere Vögel diese nutzen.
Da aber die alten Bäume in deren morschen Holz sowas gehämmert werden kann sehr selten geworden sind, sind auch Nisthöhlen in Bäumen sehr selten.

Obwohl sehr, sehr viele Vogelarten diese bräuchten.

Für die Vögel die also selber kein Nistmaterial eintragen brauchen wir auch Kokosfaser, Holzwolle, Holzchips oder groben Rindenmulch. Ungedüngte Kokoserde findet bei spezielleren Arten auch ihre Verwendung.

Ungedüngte Kokoserde braucht man aber ebenso als Einstreu für die geplante Auswilderungsvoliere, darin kann man dann auch Insekten und Larven verstecken um den Tieren  ihr natürliches Verhalten zu ermöglichen wenn es ums Nahrungssuchen geht.


Puh...das war ne ganze Menge.

Wenn ihr noch Fragen habt schickt eine mail an die Adresse in unserem Profil  oder stellt sie hier.






Donnerstag, 20. September 2012

Nisthilfen anbringen, warum jetzt?

Die Brutsaison ist für  dieses Jahr vorbei, viele Zugvögel sind schon weg.

Also warum sollte man jetzt noch Nisthilfen anbringen?



http://www.wildvogelhilfe.org/nisthilfen/nisthilfen.html


Vögel und Kleinsäuger(Eichhörnchen, Siebenschläfer, Haselmaus..)  schauen sich jetzt nach Wohnungen um.

Die Vögel suchen Behausungen für nächstes Jahr, aber genauso wie der Siebnschläfer suchen sie sichere Wohnungen um darin bitterkalte Winternächte zu verbringen.

Kleinsäuger tragen jetzt noch fleissig Nistmaterial in die Vogelkästen die sie sich ausgesucht haben.

Vögel erkunden ihre Umgebung um zu wissen wo sie während eines heftigen Schneetreibens und kalten Nächtern Unterschlupf finden.

Wer schon mal im Schneetreiben fror, wird wissen das auch ein klappriges Bushäuschen es einem gleich weniger schwer macht.

Genauso bei Wildtieren. Kalter Wind kühlt extrem aus und ein geschlossenes Vogelhäuschen bietet nicht nur Windschutz sondern ein kleineres Volumen lässt sich auch durch die Körperwärme aufheizen.


Das spart Energie und hilft den Tieren.


Früher gab es viele Baumhöhlen die zu diesem Zweck benutzt wurden, durch den Mensch fehlen diese aber meist, also ist es kein verfälschen der natürlichen Auslese wenn man den Tieren die durch den Mensch zerstörten Schutzmöglichkeiten mit selbst gebauten ersetzt.


Und an einem größeren Baum kann man auch ruhig mehr als eine Nisthilfe anbringen.
Die meisten Kleinvögel sind gesellig oder stören sich an anderen artfremden Kollegen nicht.

 Es muss nicht so aussehen(aber kann):


http://de.123rf.com/photo_14254025_nistkasten-in-einem-baum.html

Aber so darf es schon sein




https://nuernberg.de/internet/umweltamt/inhalte_ziele.html


Unterschiedliche Bauweisen und verschieden Große Schlupflöcher sorgen dafür dass viele Arten nebeneinander ein Heim finden ohne sich revier- und nahrungstechnisch allzusehr ins Gehege zu kommen