Donnerstag, 9. August 2012

Aktion Schwalbe 2013

Pictures by wikipedia

Für ein Ansiedlungsexperiment werden interessierte Personen gesucht.

Verschiedene Nisthilfen werden gegen die Paketkosten und eine symbolische Spende von zwei
Euro pro Nest versandt.

Gesucht werden hierbei Orte die folgenden Anforderungen gerecht werden:

-In einem Umkreis von 10 Kilometer gibt es Mehlschwalben/Felsschwalben/Rauchschwalben/Rötelschwalben
-Sie besitzen ein Haus, eine Doppelhaushälfte, eine Wohnung mit Balkon, eine Scheune oder
ein ähnliches Gebäude an dem Sie die Nester anbringen können/dürfen.
-Das Gebäude hat die richtige Lage und einen freien Anflug für Mehlschwalben
-In einem Kilometer Umkreis gibt es Gewässer und Wiesen welche die Schwalben zur Nahrungssuche nutzen können bzw Parks und Flußufer für Stadtschwalben.
-Sie wohnen entweder etwas abgelegen oder haben aufgeklärte, verständnisvolle Nachbarn welche die Ansiedlung nicht behindern.
-Sie können die Nester im Herbst abnehmen und reinigen sowie eventuell an einer nagersicheren Stelle über den Winter einlagern und vor der Brutsaison wieder anbringen.
-Sie können mindestens 3 Nester anbringen.

Eventuell haben/hatten Sie schon Mehlschwalben/Rauchschwalben/Felsschwalben/Rötelschwalben am Haus und würden nun gerne Nisthilfen anbringen da die Naturnester durch schlechte Lehmqualität, Erschütterungen durch Verkehr und Bauarbeiten oder ähnliche Probleme abbrechen.
-oder Sie würden gerne mehr (Mehl-)Schwalben ansiedeln und mit künstlichen Nestern nachhelfen.
-Der Ort liegt in Deutschland, bzw Sie sind bereit die höheren Paketkosten zu zahlen die für das Ausland anfallen.

Anforderungen an den Nistplatz:

-Das Gebäude hat ein genügend großes Vordach so dass das Nest darunter vor starken Winden,
direkter Sonneneinstrahlung und Regen sicher ist.
-Der Platz sollte bevorzugt in einer süd-östlichen Richtung liegenfür aussen brütende Schwalben.
Bei genügend großem Vordach und Wohnungsknappheit werden allerdings auch andere Lagen angenommen
-Die Mindesthöhe zum Anbringen der Nester beträgt 3 Meter, besser wären 5 Meter um
anderweitige Störungen zu verhindern.
-Die Fläche ist frei von Kletterpflanzen und anderem was Nesträubern das Erreichen des
Nestes erleichtern würde.(Kabelverläufe unter der Decke z.b. in Scheunen)
-Sie können die Nistilfen bei Notfällen gut erreichen.


Was Sie sonst noch tun müssten:

-Sie führen ein Kontrolltagebuch was folgende Daten enthält:

Erste Ankunft(Datum) der Schwalben-d.h. kreisende Tiere in der Nähe.
Erste Besiedlung und welche Nester besiedelt wurden um herauszufinden welche Lage und Nester
bevorzugt werden.
Eventueller Fund von Eierschalen am Boden um sehen zu können ab wann der Schlupf stattfindet
Auftreten der ersten Nestgeräusche (Piepsen der Jungen)

Unfälle wie etwa Nesträuber, aufgegebene Nester, aus dem Nest gefallene
Jungtiere(Fotodokument zwecks Zustand und Alter) und bei welchem Nest es vermutlich passiert
ist sowie Fensterschlag, Verhängen an ungünstigen Stellen(Dachrinne etc)

Eventueller Zubau von Naturnestern und ob noch Nester frei gewesen sind oder alles belegt war.

Falls möglich, eventuelle Anzahl der Jungen pro Nest was man durch die Beobachtung der
Fütterungen kurz vor dem Ausfliegen(die Jungen drängen sich am Nistloch) und danach
feststellen kann da die Jungen in der Nacht oft noch ins Nest zurückkehren.

Erfolgende Zweit- und eventuelle Drittbruten. Zweitbruten sind die Norm, Drittbruten in guten Gegenden möglich.


Sonstige Dinge die Ihnen auffallen, z.B. ungewöhnlich gefärbte Tiere die auf eine andere
Schwalbenart(Felsschwalbe) in der Kolonie oder Mischlinge hindeuten sowie Besiedlung der Nester durch
andere Tierarten(Spatzen, Stare, Fledermäuse, Insekten etc-Bitte die Fremdbesiedlung nicht verhindern!)


Fotos sind willkommen und hilfreich.


-Sie reinigen die Nisthilfen nach Abflug der Schwalben im Herbst, ausbürsten genügt meist.

Dabei notieren Sie bitte eventuelle Totfunde, Eifunde und Fremdbesiedelungen die Sie noch vorfinden, wie etwa verlassene Insektennester die vorher nicht ersichtlich waren.

Sie bringen die Nisthilfen im Herbst wieder an(was eine Fremdbesiedelung im Frühjahr erhöht) oder lagern die Nisthilfen an einem nagersicheren Ort und bringen sie im Frühjahr vor derAnkunft der Schwalben wieder an (weniger Zeit für andere Tiere diese Nisthilfen für sich zu beanspruchen)

-Sie sind bereit die Dokumentation für zwei Jahre gewissenhaft durchzuführen.




Dokumentation heisst nicht das Sie tagtäglich für Stunden am Fernglas kleben müssen.
Wichtige Punkte wie etwa wann eine Besiedelung erfolgte, ob es eine Zweitbrut gab und dergleichen sollten aber aufgeschrieben werden.

Das heisst wenn Sie tagsüber arbeiten und am Abend bemerken dass ein Nest besiedelt wurde, dokumentieren Sie dass im Laufe des Tages besiedelt wurde, genaue Uhrzeiten sind nicht nötig und eine Abweichen von ein paar Tagen macht auch nichts falls Ihnen vorher nichts aufgefallen ist.



Bitte beachten Sie:

Dass Sie sich für diese Aktion melden heisst nicht dass Sie auch automatisch genommen werden.
Ebensowenig haben Sie ein Anrecht auf Nisthilfen.


Zuerst muss festgestellt werden ob sich Ihre Lage eignet für die Ansiedlung von Mehlschwalben und wieviele Nester angebracht werden können.

Um Schindluder und Betrug zu verhindern wird Kontakt mit einer örtlichen Naturschutzgruppe hergestellt.
Leider gibt es Personen welche dann die bereitgestellten Nester weiterverkaufen würden und eine Dokumentation fälschen um sich bereichern zu können.

Daher ist es leider nötig dass eine Kontrolle erfolgt um zu bestätigen dass die Nester auch wirklich an dem genannten Gebäude angebracht werden.

Das Versenden der Nisthilfen erfolgt zwischen März und April.
Bitte bedenken Sie dass es sich um eine Aktion im kleinem Rahmen mit wenigen freiwilligen Helfern handelt, daher kann nur eine begrenzte Anzahl an Nisthilfen pro Platz versendet werden und nicht jeder Einsender kann auch teilnehmen.
Um einen gewissen Erfolg zu haben müssen wir uns die erfolgversprechensten Einsender aussuchen.

Nisthilfen werden für Rauchschwalben, Mehlschwalben und Felsschwalben angeboten.
Nisthilfen für Mehlschwalben können eventuell für Rötelschwalben modifiziert werden.
Sollten Sie Vorkommen von Uferschwalben beobachten können Sie uns das mitteilen oder der nächsten Naturschutzorganisation.
Dies ist deswegen wichtig da Uferschwalben oft an den Abbruchkanten von Kies- und Sandgruben bzw Flußufern brüten und diese Nistplätze beim Abbau bzw sichern der Bruchkanten zerstört werden.

Um dies zu verhindern müssen diese Nistplätze bekannt gemacht werden, helfen Sie mit.


Interessenten können sich per Mail melden.

-Gibt es bei Ihnen Schwalben und welche Art?
Falls Sie es nicht wissen, Fotos helfen. Laden Sie die Fotos hoch und verlinken Sie diese bitte um die Mails kleiner zu halten.
-Wo würden die Nester angebracht, wieviele haben Sie im Sinn(Foto der Stelle)?
-Ihr ungefährer Standort(z.B. Nähe Berlin im Umkreis von 50km, kleines Dorf, viel Landwirtschaft und Seen in der Nähe,Doppelhaushälfte/Einfamilienhaus/Einzelgehöft/Wohnung)

Wir brauchen nur die wichtigsten Daten um zu entscheiden ob Ihr Standort geeignet ist, keine genaue Adresse.
Eignet dieser sich so werden wir für März 2013 Ihre Adresse brauchen um Ihnen  die Nisthilfen zu schicken.
Kontakt mit einer Naturschutzgruppe in Ihrer Nähe wird hergestellt sobald alles Weitere geklärt ist damit besser geplant werden kann.

Wollen Sie eher anonym bleiben verläuft der Kontakt über die Naturschutzgruppe wenn Sie das wünschen.

Fotos von dem Ort wo Sie die Nester gerne hätten müssen nicht das ganze Haus zeigen.

Wie die Fotos hierzu aussehn können sehen Sie hier:
http://www.oagkreisunna.de/2010/07/17/8454/

http://www.sternwarte-kohlhau.de/NABU/Berichte/Schwalben/Schwalben.htm


http://members.gaponline.de/lbvgap/LBV_Information/PM_090405_Mehlschwalben/index.htm

http://www.fnp.de/hk/region/lokales/frankfurt-sued/so-werden-aus-mehlschwalben-bessere-mitbewohner_rmn01.c.9068257.de.html

Hierzu  bitte Angaben wie die Höhe in welcher die Nester angebracht werden und um mehrere Nester nebeneinander anzubringen auch die Abstände zwischen hervorstehenden Balken und dergleichen.

Hier sehen Sie wie z.B. ein Foto von einem Stall/Scheune aussehen kann wenn Sie dort Schwalben ansiedeln wollen

http://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&id=26270







Freitag, 6. Juli 2012

Keine Bakterien-der Pilz ists!

Vögel sind extrem anfällig für Schimmelpilze in der Lunge was leider oft  von den Tierärzten, selbst vogelkundlichen, übersehen wird.

Je mehr ein Vogel fliegt, umso leichter hat es der Pilz wenn der Vogel nicht fliegt.

Die Flugmuskulatur ist dafür verantwortlich dass die Lunge ordentlich durchlüftet wird.

Gerade beim Mauersegler kann man sich denken dass eine Pilzinfektion dann besonders schlimm ist.

Schnell wird dann mal ein Antibiotikum gegeben weil der Tierarzt denkt, ja das sind Bakterien.

Aber Schimmelpilzinfekte sieht man halt leider nicht so einfach, da sieht man keine Entzündung im Rachen oder im Hals, das sitzt tief in der Lunge.

Im ersten Moment  nach der Spritze wirkt der Vogel noch munterer, eine bakterielle sekundäre Infektion ist bei Pilzinfektionen üblich und muss das Immunsystem nicht mehr die Bakterien bekämpfen, dann wirkt der Vogel die ersten Stunden wieder besser.

Doch dann geht es wieder bergab, durch das Antibiotikum haben die Pilze es noch leichter und der Vogel stirbt dann  halt...weil es halt so ist, warum weiss man nicht.

Weil man halt nicht nachsieht. Wieviele dieser zuerst gedeihenden Tiere  die dann innerhalb von Tagen dahinsterben sind in Wirklichkeit Schimmelopfer?

Und Schimmel gibt es überall, bei Geflügelzüchtern sind das olle Kamellen, bei Wildvogelstationen  scheinbar Neuland?

Kranke, fehlernährte, nicht fliegende, flügellahme oder verletzte Papageien sind besonders anfällig für Pilzinfekte.

Und genauso Wildvögel, logisch aber leider oft nicht bedacht.

Papageienhaltern wird vom Facharzt oft eine prophylaktische Kur gegen Pilze 2-3 mal jährlich empfohlen, oder zusammen mit Antibiotika werden dann Antimykotika gegeben.

Bei Wildvögeln scheinbar unbekannt?

Da die Wildvögel die man findet und päppelt eh schon angeschlagen und schwach sind auch wenn man es ihnen nicht so wirklich ansieht, wer dann entwurmt, sollte auch auf Pilze achten.

Das ist keines der hysterischen 'Igitt Keime-schnell her mit der Chemiekeule' Gefasel wo dann der Hygienespüler für die Wäsche, Hände und Fußböden empfohlen wird.

Hier handelt es sich eher um den Immunsystem unterdrückten Patienten der dass wirklich braucht, nicht die überbesorgte Hausfrau mit dem Sauerkeitstick wie gerne suggeriert.

Bedenkt man dass die Vögel nur einen winzigen Bruchteil des Luftdurchstroms haben wenn sie sitzen, statt wenn sie fliegen und man weiss das schlecht durchlüftete, feucht-warme Räume wunderbare Brutstätten für Schimmel sind, das ist dann die Vogellunge.

Eie Prophylaxe ist einfach, eine Pilzinfektion der Lunge zu kurieren ist schwierig, langwierig und manchmal chronisch.

Bei Katzenbissen soll vorsorglich Antibiotika gegeben werden. Nicht zu vergessen eine entwurmung, denn die Würmer gedeihen wunderbar wenn der Körper geschwächt ist, aber Pilze tun das auch.

Bei Vögeln deren Lunge nicht richtig durchlüftet wird durch die Haltung in einer Wohnung und  die fehlende Bewegung der Lunge durch die Muskulatur sollte eine Vorsorge gegen Schimmel wohl auch drin sein.



Infektionen mit Schimmelpilzen können wie Vitamin B Mangel aussehen, wie eine bakterielle Infektion der Lunge, wie eine Kropfentzündung aber ohne eine offensichtliche Entzündung oder Bakterienwachstum.
Da verkrampft der Vogel,zuckt, keucht oder wird aphatisch, Futter wird ausgewürgt weil es die Atmung erschwert, der Hals wird gestreckt um mehr Luft zu kriegen  oder die Toxine der Pilze führen zu epileptisch anmutenden Krämpfen und Schreien.




Leider wird viel zu selten bei Wildvögeln an so etwas gedacht.


Aber jeder verletzte Vogel der länger als einige Tage in menschlicher Obhut ist, ist in Gefahr sich solch eine Infektion einzufangen.

Nicht jeder Vogel tut es, die meisten können es sogar abschütteln und wirken nur wenige Tage etwas krank.
Und dann sind da die verletzten, fehlernährten, anderweitig beeinträchtigen Vögel die anfangs gedeihen und dann zusammenklappen.

Im Gegensatz zu einer chronischen Infektion kann eine akute Infektion sehr schnell verlaufen, mit anderen Symptomen, drastisch,solche die gerne für etwas anderes gehalten werden...weil eben diese anderen Gründe weitaus öfter vorkommen als Pilzinfekte.

Manchmal ist etwas das wie ein Pferd aussieht, rennt und klingt halt doch ein Zebra...

http://www.vogelasyl.de/aspergilliose.htm

http://www.tierklinik-frankfurt.de/wissenswertes/themen-der-tiermedizin/wissenswertes-zu-vogelkrankheiten/

http://www.huehner-info.de/infos/krankh_aspergillose.htm



Ein Luftreiniger mit Hepafilter und einem Uv-Licht das den Luftstrom von Sporen und Bakterien reinigt aber von aussen nicht sichtbar ist, ist eine gute Hilfe wenn man das Risiko und die Sporenbelastung für kranke Tiere minimieren will.

Ein Luftreiniger ersetzt nicht die Therapie, aber dadurch das die Luft von schädlichen Substanzen gereinigt wird, ist die Lunge des Vogels weniger Stress ausgesetzt was der Genesung zugute kommt.

Schließlich  wird auch der Mensch eine Lungenentzündung eher los wenn er frische Luft statt Zigarettenmief  einatmet.

Und Vögel sind hier weitaus empfindlicher als Menschen.

Überlegungen zu Vitamin B Mangelsymptomen bei Schwalben und Seglern

Bei Mauerseglern aber auch Schwalben treten scheinbar in den letzten Jahren verehrt Vitamin B Mangelsymptome trotz oraler Supplementation auf.

Dazu gibt es die folgenden Überlegungen(bzw die ich mir gemacht habe)

Streß

Es ist beim Menschen und seinen liebsten Haustieren bekannt das Streß den Bedarf an B-Vitaminen erhöht.

Und was ist stressiger als aus einer sicheren Umgebung ins Ungewisse zu geraten, womöglich noch verletzt, getrennt von der Familie?

Dummerweise beeinflusst Stress auch die Fähigkeit B-Vitamine zu verdauen.
B12 wird nur oral verdaut wenn der Intrinsic Faktor im Magen produziert wird.

Es hat sich gezeigt dass Stress die Zellen, welche das Transportprotein für B12 produzieren, in ihrer Arbeit beeinträchtigt.

Und das bringt uns zu unserem nächsten Problem

Infektionen


Infektionen beeinflussen ebenso den Bedarf an B-Vitaminen als auch die Fähigkeit  es aufzunehmen.

Vor allem Infektionen des Magens, Störungen im Magen wie ungeeignete Nahrung und Hungerperioden sowie zu kalte Nahrung können dazu führen das B-Vitamine nicht richtig aufgenommen werden.

Eine Infektion mit gewissen Keimen die ansonsten keine Probleme machen, keine Krankheitssymptome im Vogel hervorrufen, könnten dann zu Problemen mit  der Aufnahme der B-Vitamine führen.

Ganz besonders wichtig allerdings

Schimmelpilze


Schimmelpilze wie Aspergillus niger/flavus und ähnliche Arten und eventuell auch die sogenannten Megabakterien die eigentlich Hefen sind, produzieren Pilzgifte.



Pilzgifte sind bekannt dafür ähnliche Symptome hervorzurufen wie ein Mangel an B-Vitaminen.


Pilzgifte sind Nerven- und Organgifte die je nach Tierart auch zu einer Verkrampfung der Muskeln führen mit einer seltsamen Körperhaltung.


Da Vitamin B-Mangel Nervensymptome hervorruft und Schimmelpilzgifte ebenso, sollte man auf beides achten.


Dummerweise ist eine Infektion mit Schimmelpilzen, die Aspergillose (Nach dem Aspergillus benannt), eine Krankheit die Vögel sehr leicht befällt und vor allem unter Geflügelzüchtern und Haltern von exotischen Ziervögeln gefürchtet ist.


Da Vögel durch Krankheiten, Streß und Mangelernährung  besonders anfällig für Pilzsporen sind, sollte eine Pilzinfektion immer in Betracht gezogen werden.


Eine vorbeugende Behandlung mit Antipilzmitteln ist einfacher als eine Infektion mit Pilzen auszukurieren.
Wer vorbeugend entwurmt sollte  sich überlegen ob bei geschwächten, kranken Findlingen nicht auch eine Pilzprophylaxe angebracht ist.


Leider etwas das  noch immer viel zu leicht übersehen wird,, selbst vom Fachpersonal und dann eine Bronchitis in Wirklichkeit eine von Pilzen durchsetzte Lunge war.




Achtung-Pilzinfektionen und B-Vitaminmangelsymptome sind sich sehr ähnlich oder sogar gleich sofern sie nicht die Lunge betreffen.


Organsystemisch bzw die Nerven betreffend sind sich beide sehr ähnlich.


Aflatoxine-Nervengifte der Schimmelpilze
B-Vitaminmangel-Nervensymptome







Der letzte Punkt



Bestrahlung der Futterinsekten



Es ist bekannt das längeres Einfrieren der Futterinsekten die B-Vitamine zerstört.


Was aber weniger bekannt ist, ist dass das Bestrahlen der Insekten um sie unfruchtbar zu machen, auch Vitamine im Körper der Tiere zerstört.


Man bestrahlt die Tiere vornehmlich damit der Privatmann damit nicht züchten kann, entkommene Insekten sich nicht vermehren und  keine Krankheitskeime an den Tieren sind.


Wie aber von bestrahlten Lebensmitteln  bekannt, wird aber hierdurch der Vitamingehalt  der Nahrung je nach Vitamin von 60- nahezu 100% gemindert.


Werden jetzt die Futterinsekten direkt nach der Bestellung getötet und eingefroren kann es hierbei logischerweise sein dass man vitamintechnisch wertlose Ware hat wenn die Tiere nicht nach der Bestrahlung
 mit vitaminreicher Kost wieder angereichert werden.


Es kann dann natürlich sein dass selbst bei Vitamingabe diese Menge dann nicht ausreicht.


Spekuliert wird auch dass Radikale die bei der Bestrahlung entstehen, auch Oxidantien genannt, weitere Vitamine oxidieren und unwirksam machen auf die sie treffen.


Das ist dann Vorzustellen wie bei Rost, das Eisen wird vom Rost 'angesteckt' und rostet ebenfalls, eine Kettenreaktion wie bei der Kernspaltung, auch bekannt bei gehärteten Fetten wie diese sich dann ungünstig verändern und dann zum Omega3 Fettsäureräuber werden und diese gute Fettsäure oxidieren.




Dies könnte nun ebenso bei Vitaminen zutreffen da es ja bekannt ist das Vitamine Radikalfänger sind, wer sagt denn das B-Vitamine davon ausgenommen sind?




Dies könnte auch das plötzliche Sterben der Futterinsekten nach Tagen bis Wochen erklären das keine Altersschwäche ist.


Insekten sind sehr widerstandsfähig, ein Vitamin B Mangel, vielleicht sogar ein zerstören der Fähigkeit B-Vitamine aufzunehmen, führt dann bei Insekten wesentlich später zum Tod, denn Symptome lassen sich ja schlecht bei so einem Lebewesen von dieser Größe und ohne eine uns bekannte Mimik und Gestik, feststellen.


Niemand kann die Grille fragen wie sie sich fühlt, da liegt sie dann halt eines Tages tot da.


Leider ist mir nichts bekannt ob jemand hierzu schon Forschungen angestellt hat inwieweit die Bestrahlung  die weitere Aufnahme von B-Vitaminen im Futtertier, und später im 'Tier das futtert', beeinflusst.



Die Bildung von Radikalen sowie das Zerstören von Vitaminen ist bekannt, die Risken die bestrahlten Futtertiere dann zu verfüttern...nun da sie sich wohl seit den letzten Jahren häufen und wohl auch die 'Lebensmittelbestrahlung'  immer weiter verbreitet wird, sollte hier vielleicht mal jemand mit der Forschung ansetzen.




Werden die Futtertiere dann mit Vitamin B reicher Nahrung gefüttert wird ein Teil dieser Vitamine von den Radikalen im Tierkörper zerstört, ein Teil wird für Körpervorgänge gebraucht und ein kleiner Teil bleibt dann somit dem Tier, dass die Beute bekommt.


Durch die vitaminisierte Nahrung für die Futtertiere wird deren Ableben hinausgezögert dasie gerade genug Vitamine bekommen um weiter zu existieren.


Die sind bisher Vermutungen wie es zum weiterleben der Insekten kommt trotz Vitaminmangels im Tier.
Sie brauchen wahrscheinlich weit geringere Dosen des Vitamins und Mangelsymptome sind schwer ersichtlich.


Das plötzliche Sterben der Insekten könnte dann auf einen nicht mehr tragbaren Mangel hindeuten der selbst die zähen Insekten dahinrafft, es reicht ja schon eine kleine Infektion, Stress oder  mangelhafte Nahrung um dann die Population zusammenbrechen zu lassen.


Berichte von Reptilienhaltern die bestrahlte und nicht bestrahlte Insekten verfüttern wäre hier wünschenswert.




Aber auch eine Schimmelpilzbelastung der Futtertiere könnte wiederrum zu B Vitaminmangel-symptomen führen.


Werden die Futterinsekten nicht sauber gehalten werden sie zu Pilzbrutstätten. 


So leben auch größtenteils verschimmelte Fliegen noch tagelang weiter während ihr Hinterleib durchscheinend weiss wird bis sie dann plötzlich sterben, festgekrallt  irgendwo und  dann der Pilz zu sporen beginnt.




Insekten können  den Pilzen ein Nährboden sein, lange bevor sie Krankheitssymptome zeigen und sterben. Pilzgifte sammeln sich im Körper und werden dann an die Tiere verfüttert, die bekannten Symptome im empfindlicheren Vogel hervorrufend.




Es wäre schön zu sehn wenn sich jemand dieser Theorien annehmen würde und sie erforschen da viele dieser   Probleme(Schimmeltoxine und Vitaminzerstörung durch Bestrahlung) bekannt sind, aber scheinbar noch niemand in dem Zusammenhang  mit Futtertieren denken wollte und was es für die Pfleglinge heisst.












Dienstag, 3. Juli 2012

Winterfütterung-ab wann?-Nützt das oder schadet es?

Generell sollte man im Herbst anfangen zu füttern bevor Schnee liegt.

Das ermöglicht den Vögeln zu erkennen wo es Nahrung gibt und da es schon kalt ist und durch die moderne Landwirtschaft kaum noch Nahrung auf den Feldern zurückbleibt und die Wälder meist Wirtschaftswälder ohne fruchttragendes Geholz und Sträucher sind, herrscht im Herbst oft schon Nahrungsmangel.

Wenn man füttert bevor es schneit, bevor der Boden zufriert, können sich die Jungvögel noch etwas Reserven anfuttern da gerade die letzte Brut noch nicht genügend Zeit hatte sich Reserven anzulegen.

Durch die anfliegenden Tiere werden auch scheure Vogelarten angelockt und profitieren davon.

In Gegenden wo es viele natürliche Hecken, Grünstreifen und Streuobstwiesen gibt ist die Nahrungsnot geringer, aber wo gibt es dass denn noch?


Fütter man erst sobald Schnee liegt bzw der Boden zugefroren ist sind durch das fehlende, vom Menschen vernichtete wilde Nahrungsangebot schon unnatürlich viele Tiere geschwächt oder tot.


Studien haben festgestellt das frühe Fütterungen einen Verlust gesunder Tiere verhindern während kranke, schwache Tiere dennoch sterben.


In Gegenden wo die Fütterung dazu früher abgebrochen wurde, wurden durch die geschwächten Elterntiere und Frostperioden weniger Junge erfolgreich großgezogen.


In Bezirken wo hingegen die Fütterung erfolgte bevor es fror und bis Ende März durchgeführt wurde bzw bis der Boden nicht mehr tagsüber gefroren war, hatten die Elterntiere mehr Reserven, mehr gesunde Jungtiere konnten großgezogen werden und die Vogelpopulationen blieben stabil.


Es schadet also nicht etwas früher mit der Fütterung zu beginnen bzw sie etwas länger fortzuführen.


Gerade viele Stare kommen immer früher zurück und verhungern dann hier wenn der Boden gefroren ist und die Futterhäuser nicht mehr gefüllt werden.

Anstatt natürlicher Selektion durch die Kälte kommt es dann zum sterben gesunder, kräftiger Vögel durch die menschengeschaffene Futterknappheit...die dann Mensch eben auch wieder Abhilfe schaffen kann.

Dienstag, 19. Juni 2012

How to attract swallows(and similiar birds)


Barn swallows prefer as the name says, barns. But also stables, carports, houses with very wide eaves(over 1 metre)  and similiar structures.

Barn swallows prefer shady places, safe from rain, wind and especially away from too much sun.
A south-east wall on a house with a wide eave, seems to attract the normally barn nesting birds to built a nest outside of a building.

Dark wooden structure(roof) and a light wall(either light wood or painted with a light colour(white or blue)) seems best  for barn swallows.

This site offers artificial cups out of wood, but you also can make your own.

Barn swallow nest cups


Martins prefer  the outside.

They prefer light wooden structures as roof  in south east direction with a light wall. Dark wooden structures seem to scare many martins off, but some might have adapted to  the artificial darkness and have curbed their fear of 'black holes'  as long as the wall is painted in a light colour.

Martins mostly nest higher than barn swallows if the structure allows it.


Barn swallows


Like to breed with a bit of space between the nests. One meter, the view to the neighbour obscured by a beam or a board, makes them much more docile.


Otherwise they might get into territorial fights with their neighbours more often.

Martins

Breed in clusters, the more the merrier. You can attract martins easily with offering a couple of artificial nests close together


For martins, swallows and swifts are  records available with the call of these birds to attract them to a nesting side.




The speakers should either be mounted near the nests so the birds find the nests easily, or should point to the nests so the voices are reflected by the wall and carry through the air


The birds react to high tones, so shift the balance to the overtunes and it might work better. Especially if you use mediocre free recordings from the internet.


How to build a martin/swallow nest


pics


Here you can see how  plaster, sawdust, foil and boards(and screws) can make a decent nest.

Use normal plaster, mix it with fine sawdust(use a sieve to get out anything that is bigger than 2mm if neccessary).

Mix one cup sawdust and one cup plaster, putting crumbled charcoal into  it to get a darker colouring.

Especially barn swallows prefer a slightly darker nest.

Use a quartered styrofoam ball  as in the picture, two boards and foil as seen in the pictures and put plastermix on it, 2 centimetres thick.

You can make the mix more durable by using net like cloth or  bandages like with a cast, putting it on the  plaster and putting another layer of plaster on it.

Barn swallows like their nests more with some hay  pressed on the outside of the nest, only barely covered with plaster to give it a bird-made look.

Let it dry, for a martin let free a small hole, for a barn swallow you can plaster it all up, let it dry for two days and than mount it to the board with small screws, use only the board in the back and put the nest 2 inches under the roof or a similiar structure so there is a small space for the birds to get into the nest.

They will close up the nest if there is too much space, don´t leave too much space, it makes it easier for predatores to break the mudpart of the nest and steal eggs.

The plaster is more durable and offers more protection.

As a last fix, use some brown and white paint to make 'baby-shit'markings on the rim of the nest

This will make it look as if others have already nested there and succeeded with their brood, making it more welcoming to the birds.

Same with martins, decorate the entrance with some white splatter-markings

Swallows may prefer nests with some small feathers as decoration in the nest cup, martins prefer nests clean and without added hay on the outside..don´t make the nest too smooth, leave bumps and ridges.

It offers more hold for tiny feet and looks more real to the birds.


Building material for birds


A pond, a lake, a river...that is fine for the birds, but unfortunally they might not offer the right material to build a nest.


If the ground is not with a high clay content, than there will no nests be built even with a perfect barn, stable or house side nearby.

But you can offer artificial mud puddles

Use a shallow pan if you don´t want a puddle in your garden, you can put the pan on a flat roof, like your garage where the birds are safer from predatores.

Mix clay up with some water, don´t make it to wet ..make it like cookiedough, put a cup of fine stonemeal in 1kg clay.

Use only stonemeal without added fertilizer and asbest fibre free. The extra minerals make a good adition to the  clay.

Fill an inch of water in the pan so the handfulls of sticky clay can slowly dissolve and the birds can take the water-clay mix they desire, more watery or more sticky.

This is why the water needs to be shallow so the birds may venture in there, put some flat big stones in the water if they want to perch there.

Half a metre as diameter is the minimum for the birds, one metre is ideal.


A shallow bowl/pan near the clay pan with  sterilized, finely ground eggshells or mineral powder/grit for birds will provide extra minerals for the birds, resulting in better egg shells, less premature breaks or drying out of the eggs because of a too thin shell.



The birds might also take to offered fine hay for their nest or other nesting material like natural cotton, not the cleaned up fibre but the fluffy balls straight from the fields, finely cut, cleaned! sheep wool.

The sheep wool needs to be cut because otherwise the brids may tangle in the long fibres and washing the wool is neccessary because of the insecticides used on sheeps which are on the wool and especially in the woolfat and will wander into the egg shell and may kill the embryo.

You can also order nesting material online if you desire, but with a bit of knowledge you can easily find that everywhere for some cents or  for free.
If you have an old featherpillow, throw it in the laundry with only some soap as detergent, wash it, dry it, cut it open and offer the feathers as nesting material if you had planned to throw the old thing away.

Old cotton and wool socks are also a nice offer, cut up finely so no long fibres can make problems.

Please no synthetic fibres





Common Swifts




Common swifts like to breed next to each other, this is a birdhouse for four swift families, very simple to make.


The wood is natural, non treated, still rough wood, 2 centimetres thick and screwed together.

If you can only mount the birdhouse on a wall that is south/southwest, use thicker boards because they isolate better from the heat.

Paint the birdhouse white with non toxic paint  and make an artificial nest.

An artificial nest is important for swifts because they only can use nesting material that they catch floating in the air.

A board with a hollow that hinders the eggs from rolling all over the place, will lead to a successfull breeding.

Otherwise the swifts need  much time to collect enough material to make a safe nest to keep the eggs together.


The artificial nest should have a dent with 9,5 to 10 centimetres diameter at the bottom, not deeper than half an inch and the shallow edge diameter on top 13 centimetres to allow the short legged birds an easy climb out of and into the nest.

Swallows, martins and swifts will only take to a nesting area if the air corridor is free from trees obscurring it, they need to be able to look fully at their nesting ground.

A swifthouse some metres behind a tree on the housewall will see no swifts, as there will be no martins when the nestarea is hidden from them behind a high hedge or trees.

They have evolved to nest on cliff like structures, trees will keep them away even when the side is excellent in all other points.

Put any questions you have in the comment section





Mittwoch, 6. Juni 2012

Vogel gefunden....was tun?


Manchmal findet man ein zerstörtes Nest, sei es durch  ein Unwetter oder mutwillig zerstört durch Menschenhand.

Viele Leute zerstören Nester mutwillig wenn sie am Haus arbeiten, streichen oder renovieren und sie die Nester stören.
Die meisten Vögel brauchen nur wenige Wochen um ihre Eier zu erbrüten und die Jungen großzuziehen.

Deswegen wäre es schön wenn die Hausbesitzer vorplanen würden und ihr Heim kontrollieren ob sich Vögel angesiedelt haben und brüten.

Je nach Art kann man abschätzen wann man dann die nötigen Arbeiten durchführen kann statt einfach für  einen Zeitpunkt  den Maler zu bestellen und die Nester zu zerstören und die Jungvögel zu töten was strafbar ist und was eigentlich bekannt sein dürfte bei Bauunternehmen und Malerbetrieben.

Aber da Zeit eben Geld ist, wird das Guter Mensch sein, schon mal vergessen und sich inhuman verhalten.

Wie würden sich jene Menschen fühlen wenn ihnen eine Naturkatastrophe Haus und Herd nimmt und ihre Familie umbringt, selbst bringen sie aber genau solche Zerstörung über ein Lebewesen das auch nur leben will und  dem Mensch schutzlos ausgeliefert ist.

Tue nichts was du nicht willst das man dir tu...aber der Mensch sieht sich statt als Beschützer der ihm anvertrauten Natur allzu oft als grausamer, willkürrlicher Herrscher und Tyrann.


Doch selbst wenn nun Bauarbeiten anstehen und ein Nest gefunden ist kann man dieses immer noch retten.

Findet man Eier so spart man den Nestbereich so lange wie möglich aus. Bei größeren Arbeiten  sind die Vögel dann schon flügge bevor man an die Nestseite kommt.

Bei Malerarbeiten lässt man einfach einen qm um das Nest herum aus, die meisten Vögel lassen sich weder beim anbringen des Gerüsts, noch beim streichen am Brutgeschäft stören.

Sind die Tiere dann ausgeflogen kann man den kleinen Nestbereich immer noch  ausbessern.
Was ist schon ein klein wenig  extra Arbeit dagegen ein Leben zu retten, wünschen wir uns nicht alle dass dies auch jemand für uns tun würde wenn wir in Not sind?

Sind Jungvögel im Nest, sind diese natürlich schneller flügge.

Man kann auch dass dann leere Nest entfernen, streichen oder ausbessern und es danach wieder an Ort und Stelle setzen so dass die Vögel ihr Brutgeschäft weiterführen können.

So etwas kann schon im vorhinein verhindert werden indem man genug  andere Nistplätze  anbietet wo die Vögel ungestört brüten können.

Bringt man genug Nistkästen um das Haus, an der Garage, an der Laube oder im Garten an Gebüsch und in Bäumen an, werden die Vögel eher diese aufsuchen statt am Haus in Ritzen und Nischen zu brüten.


So könnten die alljährlichen Dramen mit klagenden Vogeleltern, toten und sterbenden oder verwaisten Jungvögeln vermieden werden.

Niemand mit Herz wird normalerweise das Töten eines harmlosen Piepmatzes dem anbringen von Nistmöglichkeiten vorziehen  und diese sind wunderbare, kostenfreie Schädlingsbekämpfer  zum Dank.


Man kann das ganze Jahr über Nistkästen anbringen. Je nach Jahreszeit und Vogelart kann es sein dass jemand einzieht und eine Familie gründet, oder sich die Jungvögel nach einem Heim  für das nächste Jahr umsehen.

Viele Vögel suchen die Nistkästen auch bei Unwettern und starkem Schneefall und Kälte auf um geschützt zu sein.

Nistkästen haben schon so manchen Vogel vor dem erfrieren in eisigen Winternächten bewahrt.

Im Abstand von 10 Metern Luftlinie kann man jeweils einen Nistkasten für größere Vogelarten wie Stare und Drosseln anbringen.
Spatzen, Meisen und manch andere Kleinvögel brüten gar gerne in Kolonien und hier kann je nach Art 3-4 Nistkästen auf einem Baum/Scheune/Haus angebracht werden.

Und bei Bauarbeiten kann so ein Nistkasten auch schon einmal umgehägt werden mit einem der Altvögel im Kasten.


Sind in einem Garten alle Nistkästen belegt, so kann man ruhig noch mehr anbringen oder es besteht die Gefahr dass sie sich doch noch Ritzen am Haus suchen.

Sind etwa noch 30% der Kästen frei hat man genug aufgehängt um unerwünschte Benistung des Hauses größtenteils zu vermeiden.

Hierbei sollte auf eine ausreichende Mischung an Nistmöglichkeiten für Kleinvögel gedacht werden.
Sind dann nämlich alle kleinen Kästen belegt aber große frei, so kann es dann ja passieren dass die Kleinvögel  ans Haus ziehen während die größeren Arten mehr als genug Platz haben.

Kleinvögel beziehen nämlich aus Sicherheitsgründen keine Kästen mit zu großem Flugloch da sie dass angreifbar machen würde.


Findlinge



Findet man ein zerstörtes Nest mit Jungvögeln, so ist es wichtig zu wissen wie alt es in etwa ist.


Gerade unbefiederte oder spärlich befiederte Jungtiere kühlen schnell aus und sterben dann.

Am schnellsten kann man Jungvögel, die sich kühl anfühlen, aufwärmen indem man sie in die Hand nimmt und anhaucht.

Ausgekühlte Jungvögel sind lethargisch, schlapp. Sie müssen dazu nicht eiskalt sein, es genügen schon wenige Grad wo sie sich noch warm anfühlen aber schon unterkühlt sind.
Unbefiederte Jungvögel fühlen sich immer etwas wärmer als handwarm an da ihre Körpertemperatur etwas über der des Menschen liegt.

Tun sie das nicht können sie sehr bald an Unterkühlung sterben, nur Schwalben sind hier eine Ausnahme da sie  als Überlebensmechanismus in eine Kälteruhe verfallen können.

Fundvögel sollten vorsichtig aber stetig aufgewärmt werden, hierzu eignet sich nach einer warmen Hand und anhauchen die Benutzung einer Wärmflasche mit warmen Wasser.

Wärmelampen sind hier weniger geeignet da unbefiederte Jungtiere hier  regelrecht austrocknen können.

Auch sogenannte Reptiliensteine die  im Zoohandel verkauft werden um Echsen einen Wärmeplatz zu bieten oder Heizkabel für ein Frühbeet sind geeignet, auf Körperwärme eingestellt, nicht wärmer und nur einen Teil des Schuhkartons ausmachend in dem der Junvogel sitzt.

Wird es dem Jungvogel zu warm kann er sich in eine unbeheizte, kühlere Ecke zurückziehen,Heizkabel, Wärmestein oder Wärmflasche gut unter Handtüchern oder bei Heizkabeln erst unter Sand, dann darüber ein Handtuch gepackt.

Wildtiere müssen von Tierärzten kostenlos behandelt werden!

Gehen sie also zum Tierarzt und lassen sie sich nicht von Kosten schrecken, Wildtiere sind  so gesehen Eigentum des Staates und dieser zahlt gewissermaßen dafür.


Wärmen sie die Jungtiere erst auf, unterkühlt können sie nichts verdauen oder würden sich bei Futtergaben verschlucken und  sogar ersticken.


Fangen  sie dagegen an zu piepen und sperren  mit weit geöffnetem Schlund, so kann man ihnen Futterbrei anbieten.

Geben sie kein reines Wasser da gerade sehr junge Nestlinge nur mit dem Futter Flüssigkeit aufnehmen und sich ansonsten verschlucken.


Erstes Notfutter für verschiedene Arten finden sie HIER  und HIER

Im Handel gibt es aber auch Aufzuchtfutter für Wildvögel mit Pipette und passender Mischung bzw Rezepten wobei man für verschiedene Arten noch Beeren oder dergleichen zufügen kann wenn sie älter sind.


Am besten suchen sie sich eine Aufzuchtstation in ihrer Nähe wenn sie es sich nicht zutrauen oder keine Zeit dafür haben. Denn so ein geschwächter Winzling muss anfangs genau wie eine Babykatze auch Nachts regelmässig gefüttert werden.

Googeln sie einfach mal, vielleicht findet sich etwas in ihrer Nähe, ansonsten  können ihnen eventuell Tierärzte oder auch Tier-Vogelparks/Zoos weiterhelfen.

Gerade bei größeren Vogelarten  oder schwierigeren Arten ist man auf Hilfe angewiesen da manche ansonsten nie für sich selbst sorgen können beziehungsweise nicht in Privathand gehalten werden dürfen.

Nicht jeder Jungvogel braucht Hilfe

Viele scheinbar verlassene Jungvögel sind in Wirklichkeit solche, die schon flügge sind aber noch von den Eltern versorgt werden.


Infos dazu HIER

Sollten sie aber unbefiederte, spärlich befiederte Vögel, gar in oder nahe einem zerstörtem Nest finden oder eine Katze  einen Vogel erwischt haben,dann braucht dieser Hilfe.



Und am Ende gibt es doch kein besseres Gefühl ein Leben gerettet zu haben oder zumindest sein möglichstes getan zu haben für seine Mitgeschöpfe.




Schwalben, die verkannten Vögel


Schwalben werden ja meist als lästige Fassaden- und Gebäudebrüter gesehen welche  das traute Heim 'zerstören'.

Dafür zerstört der Mensch dann nicht nur das traute Heim, sondern oft die wachsende Familie wenn Eier und Jungvögel getötet werden.

Dabei kann man die Verschmutzung einfach verhindern.

Ein entfernen der Nester oder gar ein töten der Brut wird mit bis zu 50.000 Euro geahndet, oder bei der Zerstörung des Geleges kommt es sogar zu Gefängnisstrafen.

Nur wo kein Kläger, da kein Richter und die Christlichkeit der meisten Menschen verschwindet ganz und gar wenn ein Tier es wagt dort zu leben wo der Mensch es nicht mag.

Von 1000 flügge gewordenen Nestlingen, überleben nur 100 den ersten Zug. Ist das nicht Grund genug diese Vögel vor dem Aussterben zu bewahren und sie mit einem Kunstnest umzusiedeln und ein Kotbrett anzubringen das eine Verschmutzung verhindert?

Dass diese Vögel pro Brut  eine Millionen Schadinsekten vertilgen sollte eigentlich auch ein Pluspunkt sein.

Hier die Vorder- und Rückseite eines Infoblattes  das ich erstellt habe, fühlt euch frei es auszudrucken und zu verteilen.