Freitag, 21. September 2012

Nicht nur für´n A****

Die Rede ist von denen hier..nicht ganz korrekt aber Wortspiele sind halt was feines.




http://www.free-blog.in/lupine/71864/Klorollen.html


Ich wette die meisten Leute schmeissen sie weg und finden den extra Müll lästig.

Müll, ganz und garnicht...und wer jetzt nicht gerade mit kleinen Kindern Klorollentiere und Stifthalter bastelt findet jetzt ein paar Ideen.


Perfekt als Anzuchttöpfchen.
Ansonsten  kauft man teuer Plastikpötte, oder Torfpresstöpfe...auch Töpfe aus Pappe gibt es zu kaufen.
Witzig,oder? Man zahlt Geld für was das einem sonst am A..llerwertesten vorbeigeht.


Man braucht nur ein Plastikgefäß.

Prima die vom Gemüse wo Möhren drin waren oder auch Tomaten.

Die mit den Löchern im Boden...ja die gehn auch.

Nehmt zwei Schalen, in die untere eine Plastiktüte und die obere hineinsetzen..fertig..nix läuft durch.

Füllt man noch ein paar Zentimeter Sand in die untere Schale nachdem man sie mit Plastik ausgelegt hat, hat man gleich eine Drainage damit die Pflänzchen nicht ersaufen.

Jetzt noch dicht an dicht Klorollen reinstecken..man darf auch etwas drücken und biegen.
Das dicht nebeneinander setzen hält sie an Ort und Stelle.


Jetzt fehlt nur noch Erde.

Am allerbesten sind diese Kokoserden die man mit Wasser aufquellen lässt.

Kein Torf mit fein zerschredderten Torfleichen(ja durch die modernen Maschinen landen die Moorleichen jetzt in der Blumenerde statt im Museum, googelt einfach mal).

Keine zerstören Moore...

Und am allerbesten, Kokoserde versumpft nicht, ist sehr schimmelresistent, enthält keine Keime und speichert viel Wasser ohne 'nass' zu sein.

Profigärtner ziehen schwierige, seltene Pflanzen auf Kokos..und billig ist sie dazu.

Spatzt euch die Torf-Styropor- und was noch so alles- Gemische.


Entweder ihr nehmt die leicht vorgedüngte Erde oder wer darin etwas versierter ist mischt die Erde mit etwas Kalk und angedüngtem Wasser selber an.

Kokohum ist vorgedüngt und gepuffert, super als Aussaaterde und gedüngt werden kann mit einem Volldünger(Nicht NPK sondern mit allen Mikromineralien damits gut wächst) den man für Sämlinge  auf das vierfache wie angegeben verdünnt.

Die Papptöpfchen halb mit Erde füllen, gut durchfeuchten, das überschüssige Wasser abgießen.
Jetzt könnt ihr wie benötigt mehr Erde einfüllen, einsäen, bedecken wenn nötig.

Und damit nichts austrocknet  nehmt eine Plastiktüte die ihr vom Einkaufen übrig habt.

Die dünnen Tüten die man immer beim abwiegen von  Grünzeug immer unfreiwillig nehmen muss ob man will oder nicht.

Diese und ähnliche Tüten verhindern dass die Erde austrocknet, halten gleichmässig feucht.

Eventuell müsst ihr  täglich einmal lüften wenn zuviel Wasser verdampft und  sich in der Tüte sammelt.

So kann man theoretisch die Pflänzchen wochenlang in der schützenden Hülle stehen lassen ohne das sie austrocknen...auch ein Trick für den Urlaub.

Vorsicht walten lassen..keine pralle Sonne bitte.


Und was noch?

Meisenknödel....


Aber die gibts doch mit den praktischen Plastiknetzen?

Nun ja...Plastik halt.Und dummerweise haben sich darin schon Vögel verfangen und sind darin gestorben oder haben sich etwas gebrochen...logisch, mit Netzen fängt man ja auch Tiere und wenn der Knödel halb verputzt ist und das Netz schlaff...


Ausserdem macht selber machen Spaß, es ist billig und...

Wollt ihr wissen was da in den Meisenknödeln drin is?

Da wäre das alte Fett aus eurer Fritteuse wohl hochwertiger als das Fett das dafür verwendet wird...leider.

Altes, recyceltes Fett das wiederaufbereitet wird und dann halt nochmal verkauft wird.


Also wie macht man das nun?


Ungehärtetes Pflanzenfett, etwas Öl eventuell, Haferflocken, Vollkornmehl, Nüsse, Rosinen...


Erstmal nehmt ihr die Klorollen...tja und dann pickst ihr da durch beide Seiten Schaschlickspieße oder Bambusstecken durch.

Dann stellt ihr die Klorollen in eine Backform, auf ein Backblech..überlegt euch was..denn jetzt wirds fettig.

Nehmt euch das Pflanzenfett, meist Kokos.

Dazu einen Schuß Rapsöl damits bei Minustemperaturen nicht steinhart ist.
Weichfresser kriegen das nicht klein ansonsten.

Auch ein Grund warum manche Meisenknödel im Winter nicht angerührt werden, die tun einfach am Schnabel weh, so wie wenn ihr mit der Nase an ne geschlossene Tür rennt.

Ja, so ein Schnabel ist nervenreich und durchblutet, die Hornschicht macht nur eine dünne Schicht über dem Knochen aus, so wie euer Fingernagel.

Schützt zwar aber wenn man da öfter draufhaut tuts halt doch weh.


Jetzt habt ihr etwa eine Tasse Fett und einen Esslöffel Rapsöl..das schmelzt ihr.

Wirklich nur schmelzen, weich werden lassen, nicht heiss.


Ganz besonders fein ist es für die Weichfresser wenn ihr Nüsse fein mahlt und halb Fett, halb Nussmehl mischt und die weiche Masse in die Klorollen füllt.

So können die Weichfresser das verwerten. Gehackte Nüsse sind für Amseln, Drosseln und ähnliche Vögel leider wertlos. Die wandern so raus wie sie rein sind.

Gemahlen hingegen sind sie fein genug um verdaut werden zu können..je feiner umso besser.

Nach belieben mischt man noch Rosinen, Sämereien  und auch Mehl darunter.

Ja, Vollkornmehl sind gemahlene Getreidekörner, leicht verdaulich und geben einen schönen stabilen Fettkuchen.

Mehl und auch feine Haferflocken kann man als Leckerbissen auch in dem Öl anrösten, abkühlen lassen und dann mit weiterem Fett vermischen und einfüllen.

Das ist besonders für Weichfresser schön energiereich.


So kann man seine eigenen, unterschiedlichen Energiekuchen machen.

Wer noch was besonders Gutes tun will kann Eierschalen sammeln, diese kurz kochen(sofern nicht schon vom 5 Minuten Ei) damit sie keimfrei sind, trocknen und kleinmahlen.

So kriegen die Vögel eine extra Portion Mineralien für gute Eierschalen im Frühjahr.

Wer nicht soviele Eierschalen hat, kann über den Landwirtschaftshandel oder das Internet  auch ein Vitamin-Mineralpulver für Ziervögel kaufen und dieses nach Anweisung untermischen.


Nun könnt ihr die Paprollen so lassen wie sie sind oder die ersten paar Zentimeter dann abpellen..

Zum hHrtwerden einfach kalt stellen, dann etwas schälen und mithilfe der Stöckchen schön in der HecKe verklemmen.

Keine Schnüre an denen sich die Vögel verhängen könnten.

Die Stöckchen halten den Energiekuchen im Gebüsch an Ort und Stelle.

Dann trauen sich auch scheue, seltenere Vögel an die Nahrung welche sich nicht direkt in den Garten oder ans Haus trauen.



Natürlich kann man die Energiekuchen auch mit einem dicken Sisalfaden, den man durch die Klorolle zieht, aufhängen.
Oder ihr gießt ihn in ein tönernes Blumentöpfchen(Stöckchen und Schnur wie bei der Ohrwurmbehausung), eine Schale aus der die Vögel direkt picken können oder benutzt eine Drahtgitterhalterung.

Wer die längste Vogelpraline der Welt machen will nimmt eine Geschenkpapier- oder Küchentuchrolle.

Stecht mehrere Stöckchen durch den Karton, gießt euren Energiekuchen, auch ruhige mehrere Sorten in einer Hülle aufeinander nachdem eine Schicht fest ist...

Dann schneidet ihr Streifen oder Ringe aus der Pappe so dass der Energiekuchen sichtbar ist(5mm ist gut zum herauspicken, größer geht natürlich auch) und hängt sie ins Gebüsch.

Die Vögel picken dann durch die Schlitze den Energiekuchen und dieser ist durch die Papprolle sicher vor Verschmutzungen.


Macht viele Schlitze, alle paar  Zentimeter rundum etwas Pappe wegschälen. Ihr könnt es auch fast ganz schälen,wie ihr wollt.

Das was die Vögel nicht rauspicken konnten, zerrupft die Pappe am Ende einfach und lasst die Reste ruhig im Gebüsch liegen.

Die Vögel holen sich das dann schon.

Bilder gibt es irgendwann die Tage

Dsa Rezept in etwa zum variieren:

Auf eine Tasse Kokosfett etwa 1 Tel-1 Essl Rapsöl
Fett und Zutaten sollten etwa 50:50 sein.

Habt ihr viele Weichfresser(spitzer, schmaler Schnabel), dann nehmt Vollkornmehl und gemahlene Nüsse sowie feine! Haferflocken.

Die sind nicht nur billiger sondern auch besser verdaulich für Weichfresser. Grobe Getreideflocken in den netten Fettfuttermischungen sind für Weichfresser nutzlos..und dass ist eben dass was meistens verkauft wird, habt da mal ein Auge drauf.

Röstet die Haferflocken und das Mehl mit Fett an, dann nach dem abkühlen mit dem Rest des Fettes mischen und einfüllen.

Rosinen und andere getrocknete Beeren sind ein Leckerbissen für Weichfresser.

Allgemein kann man sagen das Vögel mit kurzem kräftigem Schnabel auch ebensolche Nahrung vertragen..kräftig.

Gebrochene bis ganze Nüsse je nach Vogelgröße, Sämereien, grobe Haferflocken.


Statt ganzer Klorollen könnt ihr diese auch in mehrere schmale Ringe schneiden und mit einer durchgezogenen Schnur eingießen.

Diese können die Vögel restlos auspicken ohne schälen zu müssen.



Paprollen als Pflanzenstütze:


Wer kennt das nicht. Da hat man diese wunderschöne Blume und was macht sie, die langen Blütter/Blüten knicken unter ihrem eigenem Gewicht weg und diese bescheidene Plastikhalterung  schneidet nur ein oder die Pflanze knickt erst recht darüber weg ab....


Nehmt die Paprolle, schneidet sie der Länge nach durch, spreizt sie und legt sie um den Blumenstiel.

Befestigt es mit etwas Watte und Schnur so dass sie nicht allzusehr verrutscht und bindet sie am Haltedraht/Plastikstange an.

Die breite Papprolle schneidet empfindliche Pflanzen nicht ein, stützt die ganze Knickstelle weit in den gesunden Bereich ab und man kann sie mit Schnüren an einem Stock festbinden was die Pflanze ohne die Paprolle nur weiter beschädigen würde.


Das tolle ist daran...hat man das umknicken früh genug bemerkt und streckt die Pflanze wieder mithilfe der Paprolle, kann der Knick sogar spurlos nach einigen Tagen ausheilen.

Wirkt vor allem phantastisch bei Rittersternen die durch zu schnelles Wachstum mal etwas schwach sind. Sie schießen schnell hoch und die weichen, neuen gewachsenen Zellen tragen das Gewicht nicht.

Die Blätter brauchen einige Tage um kräftig zu werden, das frühzeitige Stützen und hochbinden fördert ein kompaktes, knickfreies Wachstum.

Probiert es aus.

Ausser etwas Papprolle, Schnur, Bambusstecken und Watte braucht man prakisch nichts.

Zum zusammenbinden statt Schnurr kann man auch besonders gut elastische Mullbinden nehmen..schön breit und sind elastisch genug um sich beim Wachstum leicht mitzudehnen-.


Viel Spaß beim rumprobieren...es gibt jede Menge Möglichkeiten, man muss nur erstmal drauf kommen.





Wollen Sie helfen?

Kennen Sie einen Gnadenhof, eine Naturschutzgruppe oder einen Verein der gerne Nisthilfen für Vögel und Kleinsäuger hätte, sich aber unsicher ist wegen der Sponsoren und wegen der Kosten das vorhandene Potential nicht ausschöpfen kann?


Oder hätten Sie gerne für einen Kindergarten, eine Kindergruppe oder eine Schule in ihrer Nähe  Nisthilfen um den Garten  als ein Biotop zu gestalten, Sie wissen aber nicht  welche Nisthilfen geeignet wären?


Vielleicht wollen Sie aber auch einfach Naturschutzgruppen und Tierschutzvereinen helfen trotz der knappen Geldmittel möglichst viel zu erreichen?


Am Ende spricht Sie es einfach an, Sie wollen etwas tun und kommen auf die Idee sich vielleicht mit einer Gruppe in Ihrer Umgebung in Verbindung zu setzen und zu sehn ob diese Aktion etwas für den Verein wäre?

 Oder möchten Sie gar Ihre Gemeinde/Dorf/Stadt/Schrebergarten überreden etwas Gutes zu tun, wissen aber nicht wie oder  wurde etwas ähnliches schon einmal abgelehnt wegen der Kosten und suchen Sie jetzt Hilfe wie so etwas einfach und billig doch noch gemacht werden kann?

Um was genau handelt es sich jetzt hier?

-Sie bzw die Gruppe der Sie helfen wollen, wird beraten welche Nisthilfen am besten geeignet wären.


-Planungshilfe wo, wieviel und wann besagte Nisthilfen angebracht werden können.

-Sie wollen die Nisthilfen selber bauen, als Gemeinschaftsaktion eines Vereines oder um Kinder mit einzubinden?



Dann sind Sie hier genau richtig. Pläne, Materialaufstellungen und praktische Hilfe(wenn möglich) wird angeboten.

Warum Holz, Spanplatten sind doch billiger und einfacher zu verarbeiten?

Spanplatten sind vor allem für kleine Kinderhände einfach zu verarbeiten da sie leichter zu sägen sind und Nägel wenig Kraft brauchen um in die Spanplatte geschlagen zu werden.


Das Problem ist dass (dünne)Spanplatten nicht nur schlecht isolieren und die Brut auskühlen und sterben kann, sie sind auch schlecht wetterfest. Selbst mit Anstrich ist ihre Haltbarkeit gering sobald sie dem Wetter ausgesetzt sind.
Schaut man dazu nicht darauf dass die  Spanplatten nicht schadstofffrei  sind, sind sie erst recht nicht geeignet.

Holz hält bei etwas Pflege sehr lange, bessert man den Anstrich alle paar Jahre aus erhöht sich die Lebensdauer.

Dadurch rechnet sich Holz.
Statt alle paar Jahre neu bauen zu müssen, können Sie mit einem Holzhaus für 10 Jahre etwas haben, sogar länger.

Warum Schrauben? Mehr Kosten, mehr Technik...Nägel sind billiger

So teuer sind Schrauben auch nicht und sie haben gegenüber Nägeln den Vorteil dass sie nicht wie Nägel aus dem Holz rutschen wenn das Holz durch den Wettereinfluss arbeitet.


Für kleine Kinder sind die Maschinen wohl nichts, größere Kinder können aber die leichteren Akkuschrauber gut bedienen mit etwas Unterstützung.

Schrauben halten das Holz sicher zusammen, auch wenn man sie mehrmals herausdreht um den Kasten zu reinigen, lockert sich dadurch nichts im Gegensatz zu Nägeln.

So spart man auch an Scharnieren und Haken die man sonst anbringen würde um leichten Zugang zum Reinigen zu haben.


Holzbeton, was ist denn das?

Holzbeton ist eine Mischung aus Zement(ca. 30%vol) und Sägespänen(ca. 70%vol).


Er ist leichter als Beton, atmungsaktiv aber fester als Holz und bietet damit den Tieren mehr Schutz.
Dort wo kräftige Vögel oder vor allem Spechte die Nistkästen aufbrechen können, macht es der Holzbeton fast unmöglich sich eine Zwischenmahlzeit zu holen.

Holzbeton hält bei Pflege wesentlich länger als Holz, vielleicht wollen Sie es ja an ihre Kinder weitergeben?

Für Holzbeton braucht man zwar Formen, doch hat man diese, ist die Herstellung genauso einfach wie eine Nisthilfe aus Holz zu machen.Nur für (kleine)Kinder ist dies nichts da Zement ätzend wirkt.


Sind Sie neugierig geworden, kennen Sie Personen, einen Verein oder eine Einrichtung die an sowas interessiert wäre?

Melden Sie sich ruhig, die Beratung kostet nichts.

Wünschen Sie für ein größeres Projekt persönliche Hilfe beim Bau weil keine Erfahrung vorliegt und Sie Bedenken haben ob Sie das hinbekommen?

Neben den Materialkosten fällt nur ein kleiner Beitrag pro Person an und die Fahrtkosten.

Wieviel genau, variiert je nach Projekt, Anfahrtsweg und Anzahl der Teilnehmer.





Wichtig ist hierbei eine genügend lange Vorlaufphase, für zu kurzfristige Aktionen kann keine persönliche Mithilfe angeboten werden.



Donnerstag, 20. September 2012

Aktion Schwalbe 2013

Für ein Ansiedlungsexperiment werden interessierte Personen gesucht.

pics by wikipedia



 Verschiedene Nisthilfen werden gegen die Paketkosten und eine  Spende von zwei
Euro pro Nest versandt.

Gesucht werden hierbei Orte die folgenden Anforderungen gerecht werden:

-In einem Umkreis von 10 Kilometer gibt es Mehlschwalben/Felsschwalben/Rauchschwalben/Rötelschwalben
-Sie besitzen ein Haus, eine Doppelhaushälfte, eine Wohnung mit Balkon, eine Scheune oder
ein ähnliches Gebäude an dem Sie die Nester anbringen können/dürfen.
-Das Gebäude hat die richtige Lage und einen freien Anflug für Mehlschwalben
-In einem Kilometer Umkreis gibt es Gewässer und Wiesen welche die Schwalben zur Nahrungssuche nutzen können bzw Parks und Flußufer für Stadtschwalben.
-Sie wohnen entweder etwas abgelegen oder haben aufgeklärte, verständnisvolle Nachbarn welche die Ansiedlung nicht behindern.
-Sie können die Nester im Herbst abnehmen und reinigen sowie eventuell an einer nagersicheren Stelle über den Winter einlagern und vor der Brutsaison wieder anbringen.
-Sie können mindestens 3 Nester anbringen.

Eventuell haben/hatten Sie schon Mehlschwalben/Rauchschwalben/Felsschwalben/Rötelschwalben am Haus und würden nun gerne Nisthilfen anbringen da die Naturnester durch schlechte Lehmqualität, Erschütterungen durch Verkehr und Bauarbeiten oder ähnliche Probleme abbrechen.

-oder Sie würden gerne mehr (Mehl-)Schwalben ansiedeln und mit künstlichen Nestern nachhelfen.
-Der Ort liegt in Deutschland, bzw Sie sind bereit die höheren Paketkosten zu zahlen die für das Ausland anfallen.

Anforderungen an den Nistplatz:

-Das Gebäude hat ein genügend großes Vordach so dass das Nest darunter vor starken Winden,
direkter Sonneneinstrahlung und Regen sicher ist.
-Der Platz sollte bevorzugt in einer süd-östlichen Richtung liegenfür aussen brütende Schwalben.
Bei genügend großem Vordach und Wohnungsknappheit werden allerdings auch andere Lagen angenommen
-Die Mindesthöhe zum Anbringen der Nester beträgt 3 Meter, besser wären 5 Meter um
anderweitige Störungen zu verhindern.
-Die Fläche ist frei von Kletterpflanzen und anderem was Nesträubern das Erreichen des
Nestes erleichtern würde.(Kabelverläufe unter der Decke z.b. in Scheunen)
-Sie können die Nistilfen bei Notfällen gut erreichen.


Was Sie sonst noch tun müssten:

-Sie führen ein Kontrolltagebuch was folgende Daten enthält:

Erste Ankunft(Datum) der Schwalben-d.h. kreisende Tiere in der Nähe.
Erste Besiedlung und welche Nester besiedelt wurden um herauszufinden welche Lage und Nester
bevorzugt werden.
Eventueller Fund von Eierschalen am Boden um sehen zu können ab wann der Schlupf stattfindet
Auftreten der ersten Nestgeräusche (Piepsen der Jungen)

Unfälle wie etwa Nesträuber, aufgegebene Nester, aus dem Nest gefallene
Jungtiere(Fotodokument zwecks Zustand und Alter) und bei welchem Nest es vermutlich passiert
 ist sowie Fensterschlag, Verhängen an ungünstigen Stellen(Dachrinne etc) um Gefahrenstellen für die Vögel zu erkennen die für Menschen nicht offensichtlich sind.

Eventueller Zubau von Naturnestern und ob noch Nester frei gewesen sind oder alles belegt war.

Falls möglich, eventuelle Anzahl der Jungen pro Nest was man durch die Beobachtung der
Fütterungen kurz vor dem Ausfliegen(die Jungen drängen sich am Nistloch) und danach
feststellen kann da die Jungen in der Nacht oft noch ins Nest zurückkehren.

Erfolgende Zweit- und eventuelle Drittbruten. Zweitbruten sind die Norm, Drittbruten in guten Gegenden möglich.


Sonstige Dinge die Ihnen auffallen, z.B. ungewöhnlich gefärbte Tiere die auf eine andere
Schwalbenart(Felsschwalbe) in der Kolonie oder Mischlinge hindeuten sowie Besiedlung der Nester durch
andere Tierarten(Spatzen, Stare, Fledermäuse, Insekten etc-Bitte die Fremdbesiedlung nicht verhindern!)


Fotos sind willkommen und hilfreich.


-Sie reinigen die Nisthilfen nach Abflug der Schwalben im Herbst, ausbürsten genügt meist.

Dabei notieren Sie bitte eventuelle Totfunde, Eifunde und Fremdbesiedelungen die Sie noch vorfinden, wie etwa verlassene Insektennester die vorher nicht ersichtlich waren.

Sie bringen die Nisthilfen im Herbst wieder an(was eine Fremdbesiedelung im Frühjahr erhöht) oder lagern die Nisthilfen an einem nagersicheren Ort und bringen sie im Frühjahr vor derAnkunft der Schwalben wieder an (weniger Zeit für andere Tiere diese Nisthilfen für sich zu beanspruchen)

-Sie sind bereit die Dokumentation für zwei Jahre gewissenhaft durchzuführen.




Dokumentation heisst nicht das Sie tagtäglich für Stunden am Fernglas kleben müssen.
Wichtige Punkte wie etwa wann eine Besiedelung erfolgte, ob es eine Zweitbrut gab und dergleichen sollten aber aufgeschrieben werden.

Das heisst wenn Sie tagsüber arbeiten und am Abend bemerken dass ein Nest besiedelt wurde, dokumentieren Sie dass im Laufe des Tages besiedelt wurde, genaue Uhrzeiten sind nicht nötig und eine Abweichen von ein paar Tagen macht auch nichts falls Ihnen vorher nichts aufgefallen ist.



Bitte beachten Sie:

Dass Sie sich für diese Aktion melden heisst nicht dass Sie auch automatisch genommen werden.
Ebensowenig haben Sie ein Anrecht auf Nisthilfen.


Zuerst muss festgestellt werden ob sich Ihre Lage eignet für die Ansiedlung von Mehlschwalben und wieviele Nester angebracht werden können.

Um Schindluder und Betrug zu verhindern wird Kontakt mit einer örtlichen Naturschutzgruppe hergestellt.
Leider gibt es Personen welche dann die bereitgestellten Nester weiterverkaufen würden und eine Dokumentation fälschen um sich bereichern zu können.

Daher ist es leider nötig dass eine Kontrolle erfolgt um zu bestätigen dass die Nester auch wirklich an dem genannten Gebäude angebracht werden.

Das Versenden der Nisthilfen erfolgt zwischen März und April.
Einsendungen können bis Anfang Februar erfolgen.

Bitte bedenken Sie dass es sich um eine Aktion im kleinem Rahmen mit wenigen freiwilligen Helfern handelt, daher kann nur eine begrenzte Anzahl an Nisthilfen pro Platz versendet werden und nicht jeder Einsender kann auch teilnehmen.
Um einen gewissen Erfolg zu haben müssen wir uns die erfolgversprechensten Einsender aussuchen.

Nisthilfen werden für Rauchschwalben, Mehlschwalben und Felsschwalben angeboten.
Nisthilfen für Mehlschwalben können eventuell für Rötelschwalben modifiziert werden.
Sollten Sie Vorkommen von Uferschwalben beobachten können Sie uns das mitteilen oder der nächsten Naturschutzorganisation.
Dies ist deswegen wichtig da Uferschwalben oft an den Abbruchkanten von Kies- und Sandgruben bzw Flußufern brüten und diese Nistplätze beim Abbau bzw sichern der Bruchkanten zerstört werden.

Um dies zu verhindern müssen diese Nistplätze bekannt gemacht werden, helfen Sie mit.


Interessenten können sich per Mail oder Kommentar melden.

-Gibt es bei Ihnen Schwalben und welche Art?
Falls Sie es nicht wissen, Fotos helfen. Laden Sie die Fotos hoch und verlinken Sie diese bitte um die Mails kleiner zu halten.
-Wo würden die Nester angebracht, wieviele haben Sie im Sinn(Foto der Stelle)?
-Ihr ungefährer Standort(z.B. Nähe Berlin im Umkreis von 50km, kleines Dorf, viel Landwirtschaft und Seen in der Nähe,Doppelhaushälfte/Einfamilienhaus/Einzelgehöft/Wohnung)

Wir brauchen nur die wichtigsten Daten um zu entscheiden ob Ihr Standort geeignet ist, keine genaue Adresse.
Eignet dieser sich so werden wir für März 2013 Ihre Adresse brauchen um Ihnen die Nisthilfen zu schicken.
Kontakt mit einer Naturschutzgruppe in Ihrer Nähe wird hergestellt sobald alles Weitere geklärt ist damit besser geplant werden kann.

Wollen Sie eher anonym bleiben verläuft der Kontakt über die Naturschutzgruppe wenn Sie das wünschen.

Fotos von dem Ort wo Sie die Nester gerne hätten müssen nicht das ganze Haus zeigen.

Wie die Fotos hierzu aussehn können sehen Sie hier:
http://www.oagkreisunna.de/2010/07/17/8454/

http://www.sternwarte-kohlhau.de/NABU/Berichte/Schwalben/Schwalben.htm


http://members.gaponline.de/lbvgap/LBV_Information/PM_090405_Mehlschwalben/index.htm

http://www.fnp.de/hk/region/lokales/frankfurt-sued/so-werden-aus-mehlschwalben-bessere-mitbewohner_rmn01.c.9068257.de.html

Hierzu bitte Angaben wie die Höhe in welcher die Nester angebracht werden und um mehrere Nester nebeneinander anzubringen auch die Abstände zwischen hervorstehenden Balken und dergleichen.

Hier sehen Sie wie z.B. ein Foto von einem Stall/Scheune aussehen kann wenn Sie dort Schwalben ansiedeln wollen

http://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&id=26270

Nisthilfen anbringen, warum jetzt?

Die Brutsaison ist für  dieses Jahr vorbei, viele Zugvögel sind schon weg.

Also warum sollte man jetzt noch Nisthilfen anbringen?



http://www.wildvogelhilfe.org/nisthilfen/nisthilfen.html


Vögel und Kleinsäuger(Eichhörnchen, Siebenschläfer, Haselmaus..)  schauen sich jetzt nach Wohnungen um.

Die Vögel suchen Behausungen für nächstes Jahr, aber genauso wie der Siebnschläfer suchen sie sichere Wohnungen um darin bitterkalte Winternächte zu verbringen.

Kleinsäuger tragen jetzt noch fleissig Nistmaterial in die Vogelkästen die sie sich ausgesucht haben.

Vögel erkunden ihre Umgebung um zu wissen wo sie während eines heftigen Schneetreibens und kalten Nächtern Unterschlupf finden.

Wer schon mal im Schneetreiben fror, wird wissen das auch ein klappriges Bushäuschen es einem gleich weniger schwer macht.

Genauso bei Wildtieren. Kalter Wind kühlt extrem aus und ein geschlossenes Vogelhäuschen bietet nicht nur Windschutz sondern ein kleineres Volumen lässt sich auch durch die Körperwärme aufheizen.


Das spart Energie und hilft den Tieren.


Früher gab es viele Baumhöhlen die zu diesem Zweck benutzt wurden, durch den Mensch fehlen diese aber meist, also ist es kein verfälschen der natürlichen Auslese wenn man den Tieren die durch den Mensch zerstörten Schutzmöglichkeiten mit selbst gebauten ersetzt.


Und an einem größeren Baum kann man auch ruhig mehr als eine Nisthilfe anbringen.
Die meisten Kleinvögel sind gesellig oder stören sich an anderen artfremden Kollegen nicht.

 Es muss nicht so aussehen(aber kann):


http://de.123rf.com/photo_14254025_nistkasten-in-einem-baum.html

Aber so darf es schon sein




https://nuernberg.de/internet/umweltamt/inhalte_ziele.html


Unterschiedliche Bauweisen und verschieden Große Schlupflöcher sorgen dafür dass viele Arten nebeneinander ein Heim finden ohne sich revier- und nahrungstechnisch allzusehr ins Gehege zu kommen






Ein Wetter zum einigeln...

Langsam wird es ungemütlich.

Nicht einfach 'verregneter Sommer' ungemütlich sondern 'Nix zu essen, keine Wohnung und so kalt dass sich einem die Stacheln aufstellen'-kalt.

Was vielen Leuten nicht bekannt ist, es gibt zwei Igelarten in Deutschland.
Der Weissbrustigel ist vom Aussterben bedroht, manche sagen er sei es schon.
Wie der Name schon sagt kann man ihn an der hellen Unterseite erkennen.


Wenn es um die Igelfütterung geht mögen viele Leute sagen..

"Ach das sind doch Wildtiere, wenn wir eingreifen und sie füttern findet keine natürliche Auslese statt"

Oder auch:

"Warum sollte ich geschwächte Tiere/Jungtiere oder imWinter herumlaufende Igel einfangen und pflegen= Natürliche Auslese!"

Leider so nicht zu sagen.
Das trifft nur zu wenn es sich um eine intakte Umwelt handelt.

Aber wann habt Ihr das letzte Mal einen Garten mit wilder Wiese, Fallobstbäumen, wildem Gestrüpp voller Beeren und Nüsse und jeder Menge Reisig gesehen?

So in etwa wie hier:


http://www.das-wilde-gartenblog.de/
 und
http://www.siggi0001.de/html/biotop_im_garten_bild_27.html

Hier hingegen findet der Igel(und andere Wildtiere) eher nichts
Auch genannt..moderner Garten.

http://www.frischer-windt.de/moderner-garten.htm

http://foto.mein-schoener-garten.de/Moderner-Garten-neu-foto-617-15.html


Diese Gärten mögen ihren Charme haben, für Wildtiere könnte hier aber auch genauso eine Betonwüste sein.


Aber auch der eher bekannte Familiengarten mit kurzem Rasen, gestutzten Rosen und Rabatten bietet ziemlich wenig.


http://www.rp-online.de/wirtschaft/ratgeber/der-familiengarten-1.2198467

Vor allem wenn noch kräftig Gift drauf gekippt wird. Dass Round up und Co nicht so harmlos sind wie von Monsanto gesagt, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein.

Eigentlich ja logisch dass etwas das ein Lebewesen umbringt, auch allen anderen schaden könnte.
Aber bei DDT und anderen Spritzmitteln wurde auch immer gesagt sie seien harmlos bis sich die Erkrankungen, Todesfälle und Umweltschäden nicht mehr unter den Rasen kehren ließen.




Genau das ist das Problem.

Gärten und selbst Felder und Wiesen sind kahl, ausgeräumt...nutzlos für Wildtiere.




http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Ein-absurdes-System-article421756.html


Feldhecken werden'bereinigt' Schutz und Nahrung verschwinden damit.
Sogar Feldränder werden mit Gift getränkt damit ja nichts anderes wächst ausser Gras.
Felder werden wie mit dem Staubsauger abgeerntet...innerhalb weniger Minuten ist alles weg und nur Erde bleibt zurück.

Früher fiel hierbei noch einiges an Getreide ab dass den Verlust der natürlichen Nahrung etwas wett machte.

Heute nicht mehr.

Ironischerweise bilden die Sträucher und Bäume an der Autobahn  oft die meiste Nahrung und Schutz für Wildtiere...

Und die natürliche Auslese trifft nicht mehr zu, leider.

Es gibt oft gerade soviel Nahrung dass die Igel ihre Jungen groß kriegen, zum Winterspeck anfuttern fehlt es dann.

Wiesen kurz gemäht, Felder abgeerntet, Hecken geschnitten, Gärten ordentlich leer.

Kräftige, gesunde Tiere verhungern so im Winter oder sterben im Winterschlaf weil keine Reserven zum aufheizen da sind, deswegen ist es wichtig jeden! Igel dem man helfen kann auch zu helfen.

Zu kleine, leichte oder  im Spätherbst, Winter und frühem Frühling  herumirrende Igel brauchen Hilfe.
Es sind keine genetisch schwachen Tiere sondern meistens Opfer unserer ausgeräumten Un-Kulturlandschaft.


Es ist auch kein großes Problem Igel selber zu überwintern wenn man keine Wildtierstation in der Nähe hat.

Auch das ist gut machbar ..wenn man ein Gartenhaus, einen sehr kühlen Keller oder einfach einen Balkon hat.

Igel die man so gesund gepflegt und die sich Winterspeck anfuttern konnten, können so in die Winterruhe verfallen und sobald es wärmer wird setzt man sie wieder ins Freie oder wenn sie in einem Gartenhaus waren, lässt man sie raus falls  sie kein Schlupfloch zum entkommen haben.

Eine gute Seite mit vielen Infos zum Thema Igel findet man hier:
Igel, Igel und nochmals Igel

Wichtig ist halt dass der Igel möglichst kühl aber geschützt gegen zu niedrige Temperaturen überwintern kann.
Eine extra Lage Laub oder Stroh über dem Igelhaus schadet nicht, zuwenig kann hingegen tödliche Folgen haben.


Als Wildtiere werden Igel übrigens vom Tierarzt kostenlos behandelt.
Es gibt also keinen Grund  sich blind zu stellen.

Am besten nimmt man die stacheligen Gesellen mit einem dicken Handtuch auf und setzt sie in einen Karton zum transportieren.


Wenn dem Igel soweit nichts fehlt und er ein Wurmmittel sowie etwas gegen äusserliche Parasiten bekommen hat, kann man genügend schwere Igel wieder in der Nähe des Fundortes frei lassen.

Für genauere Infos einfach dem oberen Link folgen...katzensichere Igelhäuser zum füttern und überwintern kann man gut selber bauen.

Ansonsten kann man eine Schale Nahrung  unter eine Palette stellen.

Diese ist zu niedrig für Katzen um bequem zu essen, Igel haben das Problem nicht.





Mittwoch, 12. September 2012

Schwalbe ade

Sowohl Mehl- als auch Rauchschwalben scheinen entgültig am Montag ihre Nester verlassen zu haben.

Ich sah die Vögel noch kreisen bis gestern, d.h. Abends in die Umgebung des Nestes zurückkehrend aber tagsüber waren sie die Umgebung auskundschaftend und nicht wie sonst am Himmel in der Nähe ihrer Nester zu sehen.

Heute scheinen sie sich auf den Rückflug nach Afrika gemacht zu haben.

Leider gab es einige Drittbruten die kurz vor dem Ausfliegen waren aber verlassen wurden.

Diese Probleme treten bei Schwalbenfamilien auf die sich ihre Nester neu aufbauen müssen.
Normalerweise benutzen Schwalben ihre Nester jedes Jahr wieder und sparen sich so 2 Wochen des Neubaus und müssen nur Ausbesserungen vornehmen.

Die Tage welche die Schwalben also mit dem Neubau verbringen müssen, fehlen dann so gesagt am Ende und verdammen die letzte Brut von 3-4 Jungtieren zum Tod wenn man nicht gerade das Glück hat sie zu finden.


Deswegen ist es so wichtig Nester nicht! zu entfernen und wenn möglich Nisthilfen anzubringen.

Den Jungvögeln hätten maximal noch 5 Tage bis zum ausfliegen gefehlt, 5 Tage die wegen eines Nestneubaus gefehlt haben.


Das Abschlagen von Nestern  auch ausserhalb der Brutzeit und gerade während dieser, sowie das Verhindern des Baues und Verscheuchen der Vögel ist eine Straftat und keine Lapalie.

Schwalben sind extrem auf süd-östliche Hauswände bzw Ställe und Scheunen angewiesen.
Verschmutzungen kann man durch entsprechend angebrachte Kotbretter verhindern.

Tatsache ist nun einmal dass diese Vögel zum Aussterben verdammt sind da sie eben nur an Hauswänden bzw in Ställen brüten und nicht jede Hauswand nehmen können.

Rücksichtnahme und Naturverständnis ist gefragt und statt in haltlose Panik zu verfallen weil  'die Vögel einem das Haus zerstören'(weil ja die Wandfarbe ein integraler Bestandteil der Struktur ist und sonst alles zusammenkracht), könnte man ja stattdessen einfache und billige Vorsorge treffen um Ruhe vor dem bischen Dreck zu haben und die Tiere gleich noch in ein schönes Ambiente zu integrieren.

Schwalben übertragen keine Krankheiten auf den Mensch oder andere Haustiere weil sich ja einige Leute Sorgen wegen der Vogelgrippe machen.
Schwalbenkacke ist auch keine Lauge oder Säure und ätzt nichts vom Haus weg.

Künstliche Nisthilfen haben auch den Vorteil dass man sie abnehmen kann, keine Spuren zurückbleiben und durch die größere Form der Kunstnester  die Jungtiere bei ihrem Geschäft die Hauswand nicht beschmutzen.

Da die Naturnester schmaler sind landet hier öfter etwas an der Hauswand.

Das Geld was man dann für größtenteils erfolglose(und genau genommen oftmals illegale) Vertreibungs- und Abschreckungsmechanismen ausgibt, wäre wesentlich sinnvoller in künstliche Nisthilfen und Kotbretter investiert.

So kann man die Vögel an andere Stellen locken wo es sich besser brütet, das Haus sauber halten und kann sich an den Tieren ungestört erfreuen, hat pro Nest eine Millionen weniger Mücken und Fliegen am Haus und Garten und dazu auch noch hochwertigen Gartendünger-Guano.

Gestaltete Nisthilfen sind nicht nur unauffällig, sie können auch zum Charm eines Hauses beitragen, denn wer sagt dass man ein Kotbrett immer unsichtbar in der Farbe der Hauswand streichen muss und  tobt sich nicht einmal künstlerisch daran aus?


Und wenn Sie sich fragen, warum ausgerechnet ihr Haus, wieso sollten Sie denn die Vögel dulden, dass soll doch jemand anderes machen...

Tja es kommt auf jeden Einzelnen  an. Es gibt nun mal nur wenige Stellen an denen Schwalben brüten können und wenn jeder sagt, dass soll jemand anderes dulden, dann sind die schwarz-weissen Vögel bald in ähnlich prikärer Situation wie ein gewisser schwarz-weisser Bär.


Aber vielleicht muss der deutsche, fliegende Panda erstmal an den Rand der Ausrottung kommen bevor man ihn zu schätzen weiss und  sich die, die vorher zur bedrohlichen Situation beigetragen haben, sich auf einmal drum reissen sie als seltenes, bedrohtes Prestige-tier am Haus haben zu können...

Auch jetzt schon gehören die Schwalben zu den bedrohten Tierarten und sind inklusive ihrer Nester besonders geschützt und dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Wird hier auch noch das Tierschutzgesetz verletzt, wenn das Nesterabschlagen während der Brutzeit geschieht, können die Strafen nicht nur bis 50.000 Euro betragen sondern sogar mit Haftstrafen enden.


Erfreuen Sie sich lieber am deutschen Panda und dass Sie ihn noch zu Gesicht bekommen, statt ihn zu erschlagen weil er ihnen mal vor die Haustür kackt.

Donnerstag, 9. August 2012

Aktion Schwalbe 2013

Pictures by wikipedia

Für ein Ansiedlungsexperiment werden interessierte Personen gesucht.

Verschiedene Nisthilfen werden gegen die Paketkosten und eine symbolische Spende von zwei
Euro pro Nest versandt.

Gesucht werden hierbei Orte die folgenden Anforderungen gerecht werden:

-In einem Umkreis von 10 Kilometer gibt es Mehlschwalben/Felsschwalben/Rauchschwalben/Rötelschwalben
-Sie besitzen ein Haus, eine Doppelhaushälfte, eine Wohnung mit Balkon, eine Scheune oder
ein ähnliches Gebäude an dem Sie die Nester anbringen können/dürfen.
-Das Gebäude hat die richtige Lage und einen freien Anflug für Mehlschwalben
-In einem Kilometer Umkreis gibt es Gewässer und Wiesen welche die Schwalben zur Nahrungssuche nutzen können bzw Parks und Flußufer für Stadtschwalben.
-Sie wohnen entweder etwas abgelegen oder haben aufgeklärte, verständnisvolle Nachbarn welche die Ansiedlung nicht behindern.
-Sie können die Nester im Herbst abnehmen und reinigen sowie eventuell an einer nagersicheren Stelle über den Winter einlagern und vor der Brutsaison wieder anbringen.
-Sie können mindestens 3 Nester anbringen.

Eventuell haben/hatten Sie schon Mehlschwalben/Rauchschwalben/Felsschwalben/Rötelschwalben am Haus und würden nun gerne Nisthilfen anbringen da die Naturnester durch schlechte Lehmqualität, Erschütterungen durch Verkehr und Bauarbeiten oder ähnliche Probleme abbrechen.
-oder Sie würden gerne mehr (Mehl-)Schwalben ansiedeln und mit künstlichen Nestern nachhelfen.
-Der Ort liegt in Deutschland, bzw Sie sind bereit die höheren Paketkosten zu zahlen die für das Ausland anfallen.

Anforderungen an den Nistplatz:

-Das Gebäude hat ein genügend großes Vordach so dass das Nest darunter vor starken Winden,
direkter Sonneneinstrahlung und Regen sicher ist.
-Der Platz sollte bevorzugt in einer süd-östlichen Richtung liegenfür aussen brütende Schwalben.
Bei genügend großem Vordach und Wohnungsknappheit werden allerdings auch andere Lagen angenommen
-Die Mindesthöhe zum Anbringen der Nester beträgt 3 Meter, besser wären 5 Meter um
anderweitige Störungen zu verhindern.
-Die Fläche ist frei von Kletterpflanzen und anderem was Nesträubern das Erreichen des
Nestes erleichtern würde.(Kabelverläufe unter der Decke z.b. in Scheunen)
-Sie können die Nistilfen bei Notfällen gut erreichen.


Was Sie sonst noch tun müssten:

-Sie führen ein Kontrolltagebuch was folgende Daten enthält:

Erste Ankunft(Datum) der Schwalben-d.h. kreisende Tiere in der Nähe.
Erste Besiedlung und welche Nester besiedelt wurden um herauszufinden welche Lage und Nester
bevorzugt werden.
Eventueller Fund von Eierschalen am Boden um sehen zu können ab wann der Schlupf stattfindet
Auftreten der ersten Nestgeräusche (Piepsen der Jungen)

Unfälle wie etwa Nesträuber, aufgegebene Nester, aus dem Nest gefallene
Jungtiere(Fotodokument zwecks Zustand und Alter) und bei welchem Nest es vermutlich passiert
ist sowie Fensterschlag, Verhängen an ungünstigen Stellen(Dachrinne etc)

Eventueller Zubau von Naturnestern und ob noch Nester frei gewesen sind oder alles belegt war.

Falls möglich, eventuelle Anzahl der Jungen pro Nest was man durch die Beobachtung der
Fütterungen kurz vor dem Ausfliegen(die Jungen drängen sich am Nistloch) und danach
feststellen kann da die Jungen in der Nacht oft noch ins Nest zurückkehren.

Erfolgende Zweit- und eventuelle Drittbruten. Zweitbruten sind die Norm, Drittbruten in guten Gegenden möglich.


Sonstige Dinge die Ihnen auffallen, z.B. ungewöhnlich gefärbte Tiere die auf eine andere
Schwalbenart(Felsschwalbe) in der Kolonie oder Mischlinge hindeuten sowie Besiedlung der Nester durch
andere Tierarten(Spatzen, Stare, Fledermäuse, Insekten etc-Bitte die Fremdbesiedlung nicht verhindern!)


Fotos sind willkommen und hilfreich.


-Sie reinigen die Nisthilfen nach Abflug der Schwalben im Herbst, ausbürsten genügt meist.

Dabei notieren Sie bitte eventuelle Totfunde, Eifunde und Fremdbesiedelungen die Sie noch vorfinden, wie etwa verlassene Insektennester die vorher nicht ersichtlich waren.

Sie bringen die Nisthilfen im Herbst wieder an(was eine Fremdbesiedelung im Frühjahr erhöht) oder lagern die Nisthilfen an einem nagersicheren Ort und bringen sie im Frühjahr vor derAnkunft der Schwalben wieder an (weniger Zeit für andere Tiere diese Nisthilfen für sich zu beanspruchen)

-Sie sind bereit die Dokumentation für zwei Jahre gewissenhaft durchzuführen.




Dokumentation heisst nicht das Sie tagtäglich für Stunden am Fernglas kleben müssen.
Wichtige Punkte wie etwa wann eine Besiedelung erfolgte, ob es eine Zweitbrut gab und dergleichen sollten aber aufgeschrieben werden.

Das heisst wenn Sie tagsüber arbeiten und am Abend bemerken dass ein Nest besiedelt wurde, dokumentieren Sie dass im Laufe des Tages besiedelt wurde, genaue Uhrzeiten sind nicht nötig und eine Abweichen von ein paar Tagen macht auch nichts falls Ihnen vorher nichts aufgefallen ist.



Bitte beachten Sie:

Dass Sie sich für diese Aktion melden heisst nicht dass Sie auch automatisch genommen werden.
Ebensowenig haben Sie ein Anrecht auf Nisthilfen.


Zuerst muss festgestellt werden ob sich Ihre Lage eignet für die Ansiedlung von Mehlschwalben und wieviele Nester angebracht werden können.

Um Schindluder und Betrug zu verhindern wird Kontakt mit einer örtlichen Naturschutzgruppe hergestellt.
Leider gibt es Personen welche dann die bereitgestellten Nester weiterverkaufen würden und eine Dokumentation fälschen um sich bereichern zu können.

Daher ist es leider nötig dass eine Kontrolle erfolgt um zu bestätigen dass die Nester auch wirklich an dem genannten Gebäude angebracht werden.

Das Versenden der Nisthilfen erfolgt zwischen März und April.
Bitte bedenken Sie dass es sich um eine Aktion im kleinem Rahmen mit wenigen freiwilligen Helfern handelt, daher kann nur eine begrenzte Anzahl an Nisthilfen pro Platz versendet werden und nicht jeder Einsender kann auch teilnehmen.
Um einen gewissen Erfolg zu haben müssen wir uns die erfolgversprechensten Einsender aussuchen.

Nisthilfen werden für Rauchschwalben, Mehlschwalben und Felsschwalben angeboten.
Nisthilfen für Mehlschwalben können eventuell für Rötelschwalben modifiziert werden.
Sollten Sie Vorkommen von Uferschwalben beobachten können Sie uns das mitteilen oder der nächsten Naturschutzorganisation.
Dies ist deswegen wichtig da Uferschwalben oft an den Abbruchkanten von Kies- und Sandgruben bzw Flußufern brüten und diese Nistplätze beim Abbau bzw sichern der Bruchkanten zerstört werden.

Um dies zu verhindern müssen diese Nistplätze bekannt gemacht werden, helfen Sie mit.


Interessenten können sich per Mail melden.

-Gibt es bei Ihnen Schwalben und welche Art?
Falls Sie es nicht wissen, Fotos helfen. Laden Sie die Fotos hoch und verlinken Sie diese bitte um die Mails kleiner zu halten.
-Wo würden die Nester angebracht, wieviele haben Sie im Sinn(Foto der Stelle)?
-Ihr ungefährer Standort(z.B. Nähe Berlin im Umkreis von 50km, kleines Dorf, viel Landwirtschaft und Seen in der Nähe,Doppelhaushälfte/Einfamilienhaus/Einzelgehöft/Wohnung)

Wir brauchen nur die wichtigsten Daten um zu entscheiden ob Ihr Standort geeignet ist, keine genaue Adresse.
Eignet dieser sich so werden wir für März 2013 Ihre Adresse brauchen um Ihnen  die Nisthilfen zu schicken.
Kontakt mit einer Naturschutzgruppe in Ihrer Nähe wird hergestellt sobald alles Weitere geklärt ist damit besser geplant werden kann.

Wollen Sie eher anonym bleiben verläuft der Kontakt über die Naturschutzgruppe wenn Sie das wünschen.

Fotos von dem Ort wo Sie die Nester gerne hätten müssen nicht das ganze Haus zeigen.

Wie die Fotos hierzu aussehn können sehen Sie hier:
http://www.oagkreisunna.de/2010/07/17/8454/

http://www.sternwarte-kohlhau.de/NABU/Berichte/Schwalben/Schwalben.htm


http://members.gaponline.de/lbvgap/LBV_Information/PM_090405_Mehlschwalben/index.htm

http://www.fnp.de/hk/region/lokales/frankfurt-sued/so-werden-aus-mehlschwalben-bessere-mitbewohner_rmn01.c.9068257.de.html

Hierzu  bitte Angaben wie die Höhe in welcher die Nester angebracht werden und um mehrere Nester nebeneinander anzubringen auch die Abstände zwischen hervorstehenden Balken und dergleichen.

Hier sehen Sie wie z.B. ein Foto von einem Stall/Scheune aussehen kann wenn Sie dort Schwalben ansiedeln wollen

http://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&id=26270